Quelle: Tanjug | Mittwoch, 29.08.2018.| 14:47
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Belgrader Heizwerke und EPS bauen mit chinesischen Partnern Warmwasser-Pipeline von Obrenovac bis Novi Beograd im Wert von 170 Mio. EUR

Illustration (FotoRoman023_photography/shutterstock.com)

Das öffentliche Kommunalunternehmen "Beogradske elektrane" (Belgrader Heizwerke) wird gemeinsam mit der Elektrizitätswirtschaft Serbiens (EPS) und chinesischen Partnern das Projekt zum Bau einer Warmwasser-Pipeline von Obrenovac bis zu Novi Beograd im Wert von rund 170 Mio. EUR realisieren.

Der Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen Power China wurde noch im Vorjahr unterzeichnet und bald soll das finanzielle Arrangement zwischen dem serbischen Finanzministerium und der chinesischen Exim Bank abgeschlossen sein.

Einheimische Unternehmen sollen für die Realisierung von 49% des Projekts eingesetzt werden, udn der Baubeginn wird für 2019 geplant. In zwei bis drei Jahren wird es möglich sein, die Wohnungen in Novi Beograd aus dem Kohlekraftwerk TENT A zu heizen.

Generaldirektor von EPS, Milorad Grcic sagt, dass dieses Projekt seit Jahrzehnten erwähnt wird, aber dass niemand bisher weder den notwendigen Willen, noch die Kraft für seine Umsetzung hatte.

Die Bedingungen für die Teilnahme seines Unternehmens an diesem Projekt sind geschaffen, aber noch einige Investitionen sind in Kraftwerkblöcken A3, A4, A5 und A6 notwendig, um diese Idee zu verwirklichen.

- Es handelt sich um eine wertvolle Investition und der Betrag, den wir für die Anpassung des Kohlekraftwerks benötigen, soll nicht höher als 20 Mio. EUR sein. Das wird die Bedingungen für den Anschluss von Novi Beograd an das Fernwärmenetz und zur Erhöhung der Heizkapazitäten für das Zentrum von Obrenovac schaffen - so Grcic.

Das Projekt soll eine störungsfreie und stabile Heizung von Obrenovac sichern und den Anschluss von weiteren drei Siedlungen - Urovci, Krtinska und Zvecka an das Fernwärmenetz, sagte Grcic beim Besuch in TENT A in Begleitung von Goran Aleksic, Direktor von Beogradske elektrane, Zoran Predic, Staatssekretär des Ministeriums für Bergbau und Energie, Miroslav Cuckovic, Bürgermeister von Obrenovac und chinesischen Partnern.

Grcic habe, laut Worten von Goran Aleksic, Direktor der Belgrader Heizwerke, etwas Wichtiges getan, weil sie alle heute zeigen, wie einheitlich das Energiesystem Serbiens sei.

In Bezung auf die geplante Warmwasser-Pipeline von Obrenovac bis Novi Beograd sagt Aleksic, dass es sich um ein historisch wichtiges Projekt für die Fernwärme in Serbien handelt, das für mehr Sicherheit, weniger Importunabhängigkeit und hochwertigere Umwelt in Belgrad sorgen wird.

Der Staatssekretär des Ministeriums für Bergbau und energie, Zoran Predic, unterstreicht, dass sein Ministerium die Realisierung dieses Projekts, eines der wichtigsten im Energiebereich in den folgenden Jahren maximal unterstütze.

- In den folgenden Jahren sollen mehrere Milliarden Euro in das Energiesystem des Landes investiert werden, in die Revitalisierung und den Bau von neuen Kraftwerken wie auch in die weitere Entwicklung erneuerbarer Energien - so Predic.

Die Umsetzung dieses Projekts wird sicher zur Erhöhung der Energiestabilität und Verringerugn der Importabhängigkeit im Bereich der Gasversorgung führen.

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