Quelle: eKapija | Samstag, 23.11.2019.| 17:08
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Serbien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in der westlichen Balkanregion - Außenhandel soll 5 Mrd. EUR überschreiten

(FotoeKapija)
Serbien ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in der westlichen Balkanregion. Der Außenhandel zwischen Deutschland und dem Westbalkan erreichte 2018 den Wert von 11,25 Mrd. EUR, und sogar 4,7 Mrd. EUR davon entfallen auf Serbien.


Deutsche Unternehmen beschäftigen derzeit ungefähr 90.000 Arbeitnehmer im Westbalkan. In Serbien wurden durch Investitionen von 400 deutschen Unternehmen 60.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, gab man auf der Konferenz "Westbalkan und deutsche Wirtschaft" in Belgrad bekannt, auf der Themen wie z.B. Investitionen, Lieferanteninitiativen und Mobilität besprochen wurden.

Ronald Seeliger, Präsident der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) betonte dabei, dass deutsche Unternehmen in Serbien langfristige Pläne haben und dass ihre Investitionen in Serbien einen qualitativen Sprung machen. Der Außenhandel zwischen Deutschland und Serbien sollte in diesem Jahr den Wert von 5 Mrd. EUR überschreiten, unterstrich er und fügte hinzu, dass Deutschland an diese Region glaubt.


- Deutsche Unternehmen, die in Serbien tätig sind, verfügen über Hochtechnologie, die nicht einfach so verlagert werden, und einige deutsche Unternehmen planen gerade, ihre Geschäftstätigkeit in Serbien aufzunehmen. Ich denke, es zeigt die Investitionsbereitschaft und das Interesse Deutschlands an Serbien - so Seeliger.

Er merkte auch an, dass Lieferanteninitiativen ein wesentlicher Bestandteil des globalen Handels seien und dass Serbien ebenfalls Teil dieses Handels sei.

- Wir haben 150 Lieferanten aus dem westlichen Balkan, die Dienstleistungen für deutsche Unternehmen erbringen. Ein Drittel kommt aus Serbien und es gibt Wachstum. Der Lieferant muss ein hohes Qualitätsniveau erreichen und kontinuierlich große Mengen auf diesem Qualitätsniveau liefern. Darauf müssen sich auch die Unternehmen in Serbien einstellen - unterstrich Seeliger.

Die AHK helfe dabei durch Beratung und Schulungen, und deutsche Unternehmen, die in Serbien tätig seien, seien Teil dieser Zuliefererlinie.

- Ich denke, dass diese Lieferantenlinie sehr solide und langlebig ist. Wir setzen auch auf Mobilität, die ein wesentlicher Bestandteil des globalen wirtschaftlichen Austauschs und Handels ist. Heutzutage ist es normal, dass Arbeitskräfte in andere Länder gehen. Ich bin Deutscher und arbeite in Serbien - so Seeliger.

Der Leiter des Referates EU-Erweiterung, Südosteuropa und Türkei im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Helge Tolksdorf, sagte, Deutschland sei auf dem westlichen Balkan. Er erinnerte auch daran, dass die deutsche Regierung seit 2003 den Standpunkt vertritt, dass der westliche Balkan Teil der Europäischen Union sein und dass sie der Region verpflichtet bleiben sollte.

Die für Demografie und Bevölkerungspolitik zuständige Ministerin ohne Geschäftsbereich, Slavica Djukic Dejanovic, sprach die Probleme der Migration in Serbien an. Sie betonte, dass es notwendig sei, "gemeinsam ein Umfeld zu schaffen, das junge Menschen ermutigt, zu bleiben oder nach Serbien zu kommen".

Sie präsentierte die Ergebnisse der letzten Volkszählung von 2011, wonach von 2002 bis 2011 rund 150.000 serbische Staatsbürger mit einem Durchschnittsalter von 28,7 Jahren ins Ausland auswanderten.

- Nach einer vom Kabinett in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt der Republik Serbien und dem Bildungsministerium durchgeführten Studie und in Bezug auf Migration haben wir die Schlussfolgerung gezogen, dass die Umstände geändert werden müssen, unter denen junge Menschen auswandern oder ihre Motivation erhöhen, in Serbien zu bleiben. Dies kann nur erreicht werden, indem ein günstiges Lebensumfeld geschaffen wird, in dem die Menschen erworbenes Wissen nutzen, eine erfolgreiche berufliche Laufbahn haben, angemessene Bedingungen für wissenschaftliche und Forschungsarbeiten haben und vor allem von ihrer Arbeit leben können - sagte Djukic Dejanovic.

Sie fügte hinzu, dass derzeit 76% der Befragten Auswnaderer nicht vorhaben, nach Serbien zurückzukehren, aber auch befürworten, dass die Hälfte der Befragten bereit ist, ihre erworbenen Ressourcen in Serbien zu investieren.

Die Konferenz wurde von der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OA) veranstaltet.

S. Petrović
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