Quelle: eKapija | Dienstag, 28.08.2018.| 11:38
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Start-up Daktilograf entwickelt Software für automatische Spracherkennung - Erste zwei Apps im Frühling 2019

Illustration (FotoFeudMoth/shutterstock.com)

Gründer des Start-ups Daktilograf, die eine gleichnamige Spracherkennungssoftware entwickeln, haben jede Chance, sehr beliebt unter unseren Kollegen Journalisten zu wrden. Wenn sie ihre Ideen erfolgreich realisieren, könnte es passieren, dass sie sehr populäer auch unter Beamten, Richtern, Rechtsanwälten, Übersetzern und vielen anderne werden, die sehr viel Zeit für eine nicht-kreative Aktivität benötigen: Tonaufnahmen in Text umzuwandeln.

Laut Worten des Entwicklungsdirektors und Präsidenten der Nichtregierungsorganisation Super aus Pljevlja, Mirsad Hadzalic, die gemeinsam mit dem Unternehmen Om3ga Solutions an der Registrierung und weiterne Entwicklung des Start-ups arbeitet, befasst sich Daktilograf derzeit mit der Entwicklung eines Prototyps für südslawischen Sprachen, will aber auch später ein Modul für Englisch und Spanisch entwickeln.

- Wir sind derzeit in der Phase des funktionellen Prototyps und haben eine Investition für die weitere Entwicklung erhalten. Unsere Software ist sehr einfach zu bedienen, und unsere Technologie einzigartig im Vergleich zu Konkurrenten in der Region, deren Lösungen auf Wörterbüchern basieren, und zu globalen Bietern - die zusätzlich künstliche Intelligenz verwenden. Unser Spracherkennungssystem erkennt Wörter als Audiosignale, unterstützt durch bereits gespeicherte Wörter, und in Hinsicht darauf, dass wir keine künstliche Intelligenz verwenden, benötigen wir eine deutlich geringere Leistung des Prozessors. Die Ergebnisse sind viel vorhersehbarer als bei KI-Systemen - erklärt Hadzalic in einem Gespräch mit eKapija.

Er behauptet auch, dass, wenn es um die südslawischen Sprachen gehe, Daktilograf viel zuverlässiger als seine internationalene Konkurrenten wie Apple und Microsoft sei.

- Wir haben den Prototyp für Serbisch, Kroatisch und Slowenisch fertiggestellt, und haben mti der Entwicklung von Optionen für Mazedonisch, Bulgarisch, Russisch und andere slawische Sprachen begonnen. Wir verfügen auch über einen Algorithmus für "westliche Sprachen" und die Entwicklung des Moduls für Englisch und Spanisch wird für das zweite Quartal 2019 geplant - sagt unser Gast.

Hadzalic unterstreicht, dass vier Mitarbeiter, vorwiegend "IT-Enthusiasten", an der Entwicklung des Prototyps teilgenommen hätten. Jetzt will man das Team verstärken und Experten für die Bearbeitung von Audiosignalen, Linguistik u.Ä. beschäftigen. Das Projekt wurde Anfang 2018 gestartet, als Mirsad parallel zur Entwicklung einer anderen Innovation eingefallen ist, einen Teil des Codes für "Sprache-zu-Text-Engine" zu nutzen. Er bestand darauf, mit seiner Bearbeitung zu starten, und so hat die Entwicklung von Daktilograf begonnen.

- Wir beginnen im September mit der Entwicklung von Produkten für den Markt. Innerhalb von sechs Monaten sollen wir die ersten zwei Apps fertig stellen. Das sind "Aufnahmegerät/Konverter" für Medien, Nachrichtenagenturen und ähnliche Unternehmen und "Stenogramm" für Verwaltung, Gerichte, Parlaments, Archive usw. Die Flexibilität des Codes ermöglicht uns, Anwendungen nach Bestellung zu entwickeln, die die Sprache in Text umwandeln, und lassen sich auch in der Sprachbefehlsindustrie, für Untertitel für Serbien und Filme, Roboter, in der Ausbildung usw. anwenden. Wir planen auch die Entwiclung von "RoboTeacher" für Bildungseinrichtungen und Unternehmen, die auf die Herstellung von Bildungsprodukten spezialisiert sind. "Titler" ist für die Herstellung von Untertiteln für Serbien und Filme vorgesehen.

(Fotompaniti/shutterstock.com)
Diese Lösung ist sehr effizient für alle serbisch- und kroatischsprachigen Länder. Wenn fertiggestellt, wird diese App der am weitesten fortgeschrittene Übersetzer aus "unseren" in die wichtigsten Weltsprachen sein, unterstreicht er.

Pläne zur Eroberung neuer Märkte

In die Entwicklung der Software wurden rund sieben Monate und 10.000 EUR investiert, vor allem in Server, die für die Funktion des Prototyps notwendig sind.

- Wir sind mit der bisherigen Entwicklung des Projekts mehr als zufrieden, in Hinsicht darauf, wie schnell wir die Investition gesichert haben, und auf die Tatsache, dass unsere Investoren zwei wichtigste, auf Investitionen in Start-ups spezialisierte Venture-Capital-Fonds in der Region sind - ICT Hub mit Sitz in Belgrad und South Central Ventures aus Slowenien - unterstreicht Mirsad Hadzalic mit Stolz.

Daktilograf schließt jetzt Verträge mit den ersten Kunden, die nach der Entwicklung des Projekts mit größeren Vorteilen rechnen können.

- Die Verwendung von Daktilograf wird allen Nutzern viel Zeit ersparen und ihnen zugleich viele Möglichkeiten bieten. Journalisten müssen nicht mehr vor Ort präsent sein. Nachrichten können dank der direkten Verbindung zwischen unserer App mit dem CMS-Portal in Echtzeit veröffentlicht werden. Abgeordnete und Angestellte im Parlament werden in Text umgewandelte Diskussionen in Echtzeit bekommen, Richter werden Urteile, Anwälte Anklage und andere Dokumente diktieren.

Die Digitalisierung, die die ganze Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Balkan in der nächsten Zeit unausweichlich erwarten, stellen eine große Herausforderung dar, betont Mirsad. Man muss "Kunden die Notwendigkeit der Umstellung auf neue Technologien erklären und ihnen helfen, das Misstrauen und Vorurteile zu überwinden".

- Wir erwarten, einer Reihe von hochwertigen digitalen Produkten zu entwickeln, Anwendungen erfolgreich zu vermarkten und den Wert des Unternehemns zu vervielfachen. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns zum erfolgreichsten "Sprache-zu-Text"-Unternehmen in der Region entwickeln und sogar im Ausland expandieren können. Großes Interesse von Investoren und künftiger Kunden gibt uns einen guten Grund für Optimismus - sagte Mirsad Hadzalic am Ende des Gesprächs mit eKapija.

Marko Andrejić

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