Quelle: eKapija | Mittwoch, 08.11.2017.| 15:57
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Unternehmen im Forschungs- und Technologie Park Belgrad machen millionenschwere Umsätze und Exporte - Fabrik der Zukunft wird 700 junge Ingenieure bis Ende 2018 beschäftigen

Forschungs- und Technologiepark Belgrad
Forschungs- und Technologiepark Belgrad
Von einer Geisterstadt bis zur Fabrik des Wissens - so hat sich der Forschungs- und Entwicklugnspark in Belgrad entwickelt. Seit der Eröffnung 2015 wurden hier rund 500 junge Fachleute beschäftigt und ihre Unternehmen haben im Vorjahr Umsätze im Gesamtwert von 10 Mio. EUR gemacht wie auch Exporte im Wert von 6 Mio. EUR realisiert.

In einem Komplex, der sich aus 5 Gebäuden auf einer Fläche von 11.000 m2 erstreckt, innerhalb der Parkanlage "Zvezdarska suma" sind derzeit rund sechszig Unternehmen tätig - weniger als eine Hälfte sind Technologieunternehmen, und der Rest sind Start-ups. Neben Gewerberäumen und der technsichen Infrastruktur bekommen die Bewohner hier eine wichtige geschäftliche Unterstützung, Motivation und den Wind im Rücken. Ihnen ist der Zugang zu Wissensbasen, Finanzmitteln gewährt, sie können über Zertifizierungsverfahren, Präsentation, Vernetzung und Internationalisierung lernen.

Das junge Belgrader Unternehmen Lean Pay ist schon eineinhalb Jahre im Forschungspark tätig. Sie entwickeln eine Plattform, die Online-Shops ermöglicht, Waren und Dienstleistungen gegen Ratenzahlung zu bieten. Ihr Produkt sollte in weniger als einem Monat auf den europäsichen Markt gebracht werden.

- Neben einem Gewerberaum der uns sehr wichtig war, haben wir im Forschungs- und TEchnologiepark auch die wichtige geschäftliche und fachgerechte Unterstützung bekommen - wir nahmen an einigen Konferenzen teil und die Chance bekommen, für einige Wochen als Gäste an einem Beschleuniger-Programm in Israel teilzunehmen. Das war sehr wichtig für die Verbesserung unseres Produkt - sagt Misa Zivic, einer der Unternehmensgründer.

Als sie in den Komplex eigezogen sind, arbeiteten sie an einem Projekt, das nicht so aussieht wie die aktuelle Idee.


- Wir haben gelernt, auf welche Weise wir unser Produkt entwickeln und uns an die Nachfrage am Markt anpassen sollten. Unser Service wird deshalb bald in Slowenien aktiviert werden, und das Produkt, das wir hier entwickeln, wird man am europäischen Markt nutzen.

Die Entwicklung eines ermutigenden Geschäftsumfelds, um die technische Entwicklung Serbiens zu beschleunigen und Technologieunternehmen bei der Vermarktung ihrer Innovationen zu helfen, das war von Anfang an die Vision des Forschungs- und Technologieparks Belgrad. Die Ergebnisse, die man hier innerhalb von nur zwei Jahren erzielte, wurden von der Europäischen Kommission erkannt und gelobt. Die EK hat den Belgrader Park als ein gutes Beispiel in der Region präsentiert, und NTP Beograd wurde im letzten Monat in Istanbul in die größte internationalen Assoziation der Technologieparks IASP aufgenommen.

Der Weg war jedoch hart.

Weltweit wird, nämlich, bereits die vierte Generation von Technologieparks entwickelt, und zur Zeit des Baubeginns - 1989 war erst die erste Generation aktuell. Die 90er Jahren waren sicher ein Schritt zurück, und erst vor einigen Jarhen, auf Initiative und dank der Unterstützung der Schweizer Regierung wurden die Bedingungen geschaffen, dass die erste Institution dieser Art in Serbien endlich verwirklicht wird. Gebäude, die seit Jahren leer stanen, wurden adaptiert. Im Hinblick auf die bewährte internationale Praxis und die Unterstützung von ähnliche Parks in der Region war es notwendig, ein eigenes Modell der regionalen Entwicklung zu gestalten. Der Park wurde im Oktober 2015 offiziell eröffnet, dank der Erfahrung des Business-Technologie-Inkubators, der auf Initiative der technischen Hochschulen in Belgrad entstand.

(FotoGajus/shutterstock.com)
- Unser Ziel 2015 war, gemeinsam mit den Gründern - Staat, Stadt und Uniersität, ein Modell zu entwickeln, um mindestens 20 Jahre nachzuholen und die neuesten Trends in der Welt zu verfolgen. Wir benötigten ein Modell, das unsere Potenziale am schnellste entwickeln und die Probleme in diesem Bereich - wie die Auswanderung von hochgebildeten Fachleuten und Vermarktung von Innovationen - dringend lösen kann - erahen wir von der Geschäftsführerin von NTP Beograd, Gordana Danilovic Grkovic.

Wie Gordana Danilovic Grkovic dem Poratl eKapija erklärt, wurde Serbien in den letzten Jahre als Land mit dem großen Innovationspotenzial erkannt - in der Forschung, an Fakultäten und Forschungsinstituten, aber die Vermarktung hat sich als großes Probel erwiesen. Der Park war deshalb darauf fokussiert, möglichst viel Technologieunternehmem zusammenzubringen und möglichst viel junge Menschen zur Unternehmensgründung zu ermutigen, um einen starken technologisch-wirtschaftlichen Kern zu bilden, fähig, Innovationen zu vermarkten und die Wettbewerbsfähigkeit einheimsicher Wirtschaft am internationale Markt zu stärken.


Im Ministerium für Bildungswesen ist man stolz darauf, dass bestimmte schweizerische, italienische und deutsche Unternehmen und sogar Firmen aus Chna und Latainamerika ihre Entwicklugnszentren im Forschungs- und Techologiepark in Zvezdara eröffnet haen, und gemeinsam mit unseren Forschern neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Alles, was unsere Ingenieure hier entwickeln und schaffen, wird weltweit verkauft.

- Neben der Unterstützung von jungen, innovativen Existenzgründern und Unternehmen ermöglicht uns NTP Beograd auch zu zeigen, wie wichtig Investitionen in die Wissenschaft und ausbildung ist, sowie wie auf Forschung beruhende Innovationen zur Entwicklung eines Landes beitragen können - sagt Prof. Dr. Vladimir Popovic, Staatssekretär im Ministerium für Bildugnswesen, Wissenschaft und technische Entwicklung.

Der Staat hat 2015 rund 350.000 EUR in den Forschungs- und Technologiepark investiert, und schon in diesem, dem ersten Jarh 2 Mio. EUR von Unternehmen erwirtschaftet.

- Wenn unser Park so etwas in seinem ersten Jahr schaffen kann, stellen Sie sich bitte vor, wie dies in den folgenden Jahren aussehen wird, wenn sich diese Unternehmen entwickeln - unterstreicht die Geschäftsführerin Danilovic Grkovic.

Nachhaltigkeit braucht Zeit

Für die Nachhaltigkeit solcher Instrumente zur Innovationsunterstützung gibt es sehr gute Beispiele in der Region. Der Forschungs- und Technologiepark AREA in Triest erstreckt sich auf einer Fläche von 80.000 m2 und besteht aus 3 modern ausgestatteten Campus, in denen Forscher aus der ganzen Welt arbeiten. Der Park erhielt 7 Mio. EUR staatliche Beihilfen jährlich, und der Staat erwirtschaftet dort bis zu 40 Mio. Die finanziell Unterstützugn des Ressortministeriums gibt ihnen eine Plattform für andere Aktivitäte, die ihnen restliche 2/3 des Umsatzes erbringen - es handelt sich teilwese um kommerzielle Dienstleistungen, wie auch um kompetitive Projekte auf dem regionalen und europäischen Niveau.


Ein Teil der Atmosphäre in NTP Belgrad
Ein Teil der Atmosphäre in NTP Belgrad
Die Bedeutung solcher Institutioenn erklärt vielleicht am besten Stephen Taylor, einer der Manager des vor 40 Jahren eröffneten Technologieparks in Triest. Im idealen Falle, sagt er, "wenn wir unsere Aufgabe bestmöglich erledigen und die wissenschaftliche Gemeinschaft mit der Industrie verbindne, damit sie als eine arbeiten, wären wir vielleicht nicht mehr nötig".
- Bis dahin ist es sehr wichtig zu sichern, dass es eine entsprechende Verbindung und Kommunikation zwischen Forschern und Unternehmern gibt, damit Forschugnsergebnisse ihren Weg zu Industrieanlagen finden.

Noch näher an unserem Markt ist der Technologiepark in Ljubljana. In den letzten 20 Jahren haben sie rund 300 Unternehmen angezogen, die jährlich Umsätze im Gesamtwert von 350 Mio. EUR machen. Im Komplex, der aus 9 Gebäduen besteht, gibt es fast nicht Platz. 7 Mio. EUR fließen jährlich in die staatliche Kasse aufgrund Steuern und Sozialbeiträgen. Der Bau des Technologieparks wurde einst mit einem Darlehen vom Staat im Wert von 8 Mio. EUR unterstützt, dies war der Strukturfonds. Restliche Kostenwurde durch Verschuldung (Investition hat insgesamt 42 Mio. EUR gekostet). Dank Dienstleistungen, die sie entwickelten, ist der Park sei jahren selbstständig.

Iztok Lesjak, Direktor des Technologieparks Ljubljana sagt, dass man für solche Nachhaltigkeit in erster Linien genug Zeit braucht. Und er hat zugleich den Forschungs- und Technologiepark in Serbien gelobt.
- In NTP Beograd gibt es noch immer Raum für das organische Wachstum - die Start-up-Szene wird immer beser, Uni-Absolventen kommen mit entsprechendentechnischen Kenntnisse. Und als eine große Stadt bietet Belgrad zusätzliche Möglichkeiten für die Entwicklung. Man muss auch nicht daie Möglichkeit vergessen, durch Vernetzung, die ganze Unternehmung und Industrie auf andere Städte im Land zu übertragen.

Obwohl die Unterstützung des Parks in Ljubljana von großer Bedeutung für NTP Belgrad war, kann man die Erfahrungen von andren nicht einfach nachahmen. Jedes Geschäftsumfeld ist spezifisch - sowohl wenn es um den rEchtsrahmen und Gewohnheiten, als auch wenn es um Kenntnisse und Umstände geht.


Ivana Bezarević

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