Quelle: eKapija | Donnerstag, 05.09.2013.| 17:11
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Horgoš bekommt landwirtschaftliches Logistik- und Distributionszentrum auf 22 ha - Gemeinde Kanjiža braucht Partner für Projekt im Wert von 3,8 Mio. US-Dollar

Die Landwirtschaft hat eine lange Tradition im Norden unseres Landes. Um eine bessere Zukunft zu sichern, will die Gemeinde Kanjiža ein Logistik- und Distributionszentrum auf 22 ha in der Gewerbezone "Horgos" bauen lassen. Bisher wurden 1,3 Mio. US-Dollar in die Vorbereitung des Geländes und der Infrastruktur investiert. Für die Realisierung des Projekts werden weitere 2,5 Mio. US-Dollar benötigt, die die Gemeinde durch öffentlich-private Partnerschaft verschaffen will.

In einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija" sagt Kornelia Fejstamer, Fachmitarbeiterin für Fragen der Investitionen und wirtschaftlichen Entwicklung, dass das Logistikzentrum ein sicherer und langfristig nachhaltiger Ort für den Verkauf der landwirtschaftlicher Erzeugnisse wäre.

- Landwirte brauchen ein Logistikzentrum wie dieses, um die kontinuierliche Qualität ihrer Erzeugnisse zu sichern. Ihre Produkte würden hier klassifiziert, gewaschen, verpackt und weiterverkauft. Für so etwas brauchen wir ein entsprechendes Kühlhaus und sogar eine kleinere Verarbeitungsanlage. Investitonen dieser Art ermutigen Hersteller zur Vereinigung und Bildung neuer moderner Genossenschaften - Landwirtschafts-Cluster - erklärt Fejstamer.

Die Gemeinden Kanjiža, Sombor und Subotica starteten die strategische Zusammenarbeit, die zum effizienteren Absatz der Erzeugnisse am Markt beitragen sollte, sagte unser Gast.

Die geographische Lage, im Norden der Wojwodina, an der serbisch-ungarischen Grenze, auf dem rechten Ufer der Theiß (Verkehrskorridor EGK 4) gehört zu den größten Vorteile der Gemeinde Kanjiža, unterstreicht sie.

- Ein Hafen für Frachtschiffe ist nur 25 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Gemeinde Kanjiža ist ein Tor zur EU - der Grenzübergang zur Republik Ungarn ist nur 30 km entfernt, in Segedin gibt es einen kleinen Flughafen. Das ist noch ein Grund dafür, dieses Logistik- und Distributionszentrum an der Grenze zur EU zu bauen. Die gute geographische Lage sichert gute Verkehrsverbindungen mit der Umgebung: die Gemeinde ist am Verkehrskorridor 10 sowie an den Teilstrecken der Autobahn E-75 und der Magistralen M-22 und M-24.

Partnerschaft und Zusammenarbeit

Die Partnerschaft mit dem Privatkapital ist unausweichlich, weil die Gemeinde den Bau solches Zentrums nicht allein finanzieren kann, erklärt unser Gast. Der Baugrundstück ist im öffentlichen Eigentum und befindet sich in der Gewerbezone, weshalb es kein Hindernis für die Realisierung der Investition gibt.

- In Hinsicht darauf, dass die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie traditionell starke industriezweigen in der Gemeinde Kanjiža sind, möchten wir Landwirte und Lebensmittelhersteller durch den Bau eines Logistik- und Distributionszentrums und den kontinuierlichen Aufkauf der landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus der Umgebung zu weitere Investitionen in die Qualität und Steigerung der Produktion ermutigen.

Für die Realisierung dieses Ziels muss man die bebaute Fläche erweitern und dadurch neue Arbeitskräfte engagieren. In Hinsicht darauf, dass dieses Logisti- und Distributionszentrum nicht nur für die Lagerung, sondern auch für den Verkauf und eventuell für die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Gegend dienen sollte, ist die Beschäftigung von Arbeitenr im Zentrum unausweichlich. Die Eröffnung des beschriebenen Zentrums würde dadurch auch zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in der Gemeinde beitragen.

M.K.

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