Quelle: eKapija | Dienstag, 18.06.2013.| 14:55
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Weg zum Eigenheim immer steiler - Warum hat noch niemand in Serbien eine Wohnung geleast?

Obwohl das Gesetz über Immobilienleasing in Serbien noch vor zwei Jahren verabschiedet wurde, versuchte bisher niemand zum Eigenheim per Mietkauf zu kommen. Es ist zwar richtig, dass Zinssätze in diesem Falle etwa niedriger als für Wohnungskredite sind, aber es scheint, dass die hohen Kosten und die Grundgewerbsteuern die meisten Interesenten sehr entmutigt haben. Die führenden Leasinggeber am Markt behaupten, Unternehmer seien "bessere und vorrangige" Kunden in diesem Falle als Bürger. Sie erwarten auch keine Verbesserung in diesem Sektor in der nächsten Zukunft, erfährt das Wirtschaftsportal "eKapija".

Der Nominalzins für Immobilienleasing liegt zwischen 5,7 und 7,5%, bei einer Rückzahlungsfrist von 10 Jahren. Der Grunderwerbsteuer beläuft sich auf 2,5% des geschätzten Immobilienwertes und wird in allen Fällen außer beim ersten Eigentumsübertragung entrichtet. Für den ersten Kauf wird nur die MwSt in Höhe von 20% eingezogen. Alles das trug dazu bei, dass das Immobilienleasing bei uns, obwohl offiziell erlaubt bisher nur mit vier Verträgen resultiert, und das nur mit Unternehmensbesitzern.

Seit der Verabschiedung des Gesetzes wurden insgesamt vier Geschäftsgebäude geleast.

- Durch Abänderung des Gesetzes über Finanzierungsleasing im Mai 2011 wurde das Immobilienleasing gesetzlich erlaubt, erwies sich aber unausreichend attraktiv für Endntuzer. Das war Hauptgrund dafür, warum nur wenige Verträge dieser Art inzwischen realisiert wurden. Neue Abänderungen des MwSt Gesetzes, die am 1. Januar 2013 in Kraft getreten sind, aktivierten den Markt des Immobilienleasings. Bis heute wurden vier Verträge realisiert. Das ist, unserer Meinung nach, um ein sehr positives Zeichen, weil es sich um die Finanzierung der teueren Gewerbeimmobilien handelt, ganz im Einklang mit Hauptrichtung der Leasingentwicklung - und das ist die Unterstützung der Wirtschaft - erzählte Teodora Milenkovic, Generalsekretärin der Assoziation der Leasinggesellschaften Serbien für das Wirtschaftsportal "eKapija".

Teodora Milenković

Die erste Immobilie wurde per "Hypo Alpe-Adria Leasing" geleast. Es handelt sich um eine Geschäftsgebäude von 6.500 m2 in Belgrad. Der zweite Vertrag wurde von "Intesa Leasing" finanziert und es geht um den neuen Bürokomplex der "SAT Media Group".

Die Details des dritten und vierten Vertrags wurden noch nicht enthüllt, aber wie "eKapija" erfährt, werden sie auch von zwei erwähnten Leasinggesellschaften realisiert. Das Immobilienleasing können, dem gültigen Gesetz zufolge, nur Gesellschaften mit einem Stammkapital von mindestens 5 Mio. Euro bieten. Es ist kein Geheimnis, dass diese Bedingung nur Leasinggesellschaften der größeren Bankgruppen erfüllen können.

Natürliche Personen müssen warten

Dass Unternehmer in diesem Falle absoluten Vorrang haben, hat man uns in "Intesa Leasing" bestätigt.

- Unternehmer, Kunden der "Banca Intesa" und von "Intesa Leasing" haben großes Interesse für dieses Produkt gezeigt. In den ersten Wochen nach der Einführung des Immobilienleasings haben wir mehrere Anträge bewilligt. In Hinsicht darauf, dass juristische Personen mehr als 95% der Kunden von "Intesa Leasing" ausmachen, sowie, dass das Unternehmen vor allem auf die Unterstützung dieses Segments der Wirtschaft ist, kann man nicht erwarten, dass wir Bürgern das gleiche Produkt in der nächsten Zukunft bieten werden. Sogar in Ländern mit viel entwickelteren Märkten ist diese Leasingform nicht besonders üblich unter natürlichen Personen. Es ist deshalb fraglich, ob dieses Erzeugnis irgendwann in Serbien erscheint - erfährt "eKapija" bei "Intesa Leasing".

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