Quelle: eKapija | Montag, 18.03.2013.| 04:51
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Israeler als größte Investoren in Retail-Parks - Neues Konzept des Einzelhandels in Pancevo, Jagodina, Novi Sad, Zemun, Sabac, Leskovac, Zrenjanin und Cacak

"Aviv Park"

"Aviv Park" in Pancevo und "Delta Park" in Kragujevac wurden vor noch einigen Jahren eröffnet, der Retail-Park "Big CEE" in Novi Sad Ende 2012 und der "Vivo Shopping Park" in Jagodina sollte in diesem Herbst die ersten Besucher emfpangen. Der Bau des israelischen Retail-Parks "One Belgrade" in Zemun sollte im zweiten Halbjahr 2013 aufgenommen werden. Retail-Parks sollten, wie das Wirtschaftsportal "eKapija" erfährt auch in Cacak, Novi Sad, Zrenjanin, Sabac, Leskovac und im Belgrader Bezirk Zvezdara eröffnet werden.

Trotz der großen Wirtschaftskrise und der abgeschwächten Kaufkraft der Bürger zeigen Investoren noch immer großes Interesse für den Bau von Retailparks in unserem Land. Die ersten unter ihnen, die eröffnet werden, werden sicher Vorrang haben, weil es sich um eine langfristige Investition handelt.

Statt künstlich beleuchteter und klimatisierter Gebäude bietet ein Retail-Park die Möglichkeit, im Freien einzukaufen und dabei Grünanlagen und andere begleitende Inhalte für die ganze Familie zu genießen.

Investitionen in Retail-Parks werden sich fortsetzen, insbesondere in Gegenden mit 80.000-100.000 Einwohnern ohne solche Shopping-Destinationen, behauptet Ivan Simic, Direktor von "Danos" in Serbien in einem Interview für "eKapija".

- Die Entwicklung solcher Projekt hängt, vor allem, von der Entwicklung der Kaufkraft der Bürger ab. Retail-Parks werden außerhalb der Städte errichtet, weil sie größere Flächen brauchen. Analysen, die vor dem Bau jedes Retail-Parks durchgeführt werden, legen das Hauptgewicht auf die Bevölkerungsdichte 10 Minuten Fahrt vom Komplex entfernt. Investoren bekommen dadurch Einsicht in die Anzahl potenzieller Käufer im neu gebauten Retail-Park. Solche Einkaufskomplexe werden meistens an Stadtränden gebaut. Notwendig ist auch die entsprechende Infrastruktur mit Kapazitäten, die so große Projekte entsprechend unterstützen können - erklärt Simic.

Ivan Simic

"Danos" wurde als Immobilienvermittler für den "Aviv Park" in Pancevo, "Vivo Shopping Park" in Jagodina, "Big CEE" in Novi Sad sowie für künftige Komplexe dieser Art - "Aviv Park" in Belgrad, "Aviv Park" in Zrenjanin, "Big CEE in Sabac, "Pluto Park" in Leskovac, Retail-Park in Zemun - engagiert.

Israelische Investoren dominieren momentan in diesem Bereich. Sie stehen hinter Unternehmen "Aviv Arlon", "Big CEE", "Jerusalem Economy" und "Industrial Buildings Corporation".

- Israelische Investoren erschließen neue Märkte und haben momentan keine Konkurrenten im Bereich der Retail-Parks in Serbien. Wir werden ihnen deshalb immer interessanter - unterstreicht Simic.

Raum für neue

Unweit von Belgrad, oder genauer gesagt in Zemun, erwartet man den angekündigten Baubeginn für einen neuen Retail-Park 2013. Benötigt die serbische Hauptstadt neue Einkaufszentren dieser Art in Hinsicht auf bestehende?

- Der Retail-Park in Zemun hat Potenzial, vor allem in Hinsicht auf die örtliche Bevölkerung, die hochwertige Artikel nicht mehr in Belgrad suchen müssen. Die ersten Analysen der Umgebung zeigen, dass es 165.000 Einwohner in einem Radius von zehn Minuten Fahrt bzw. 414.000 in einem Radius von 20 Minuten Fahrt vom künftigen Komplex gibt - sagte Simic.

"Vivo Shoppint Park"

Tijana Vujovic, Generaldirektorin von "Confluence Property Management" ist der Meinung, dass Belgrad noch einige Retail-Parks braucht.

- Wenn die Expansion von Retail-Parks von der Verbesserung des Lebensstandards und der Kaufkraft in den folgenden Jahren begleitet wird, ist der Erfolg vorprogrammiert. Angekündigte Investitionen, wie der Komplex in Zemun, sind gut, als Zeichen für die Wiederbelebung des Marktes. Ausländer haben das Potenzial des serbischen Immobilienmarktes erkannt - glaubt Vujovic.

"Confluence" verwaltet die größten Einkaufszentren im Land, wie "TC Usce" und "Robne kuce Beograd". Das Unternehmen hat im Februar dieses Jahres die Zusammenarbeit mit dem "Vivo Shopping Park" in Jagodina aufgenommen.

- "Vivo Shopping Park" ist Paradebeispiel für einen Retail-Park, geplant im Einklang mit allen Regeln für diese Art der Objekte. Die angesehensten Unternehmen in Serbien nahmen an der Umsetzung dieses Projekts von der Entwicklung des Konzepts bis heute teil. Investoren möchten Erfolg mit dem schönsten Standort im Gebiet Pomoravlje, zwischen dem Spaßbad und Zoo in Jagodina erzielen. Noch vor dem Baubeginn ist es uns gelungen 60% der Ladenlokal zu vermieten. Zu den Mietern gehören unter anderem: JYSK, DM, "Delhaize", "Lilly", "New Yorker", "Deichmann", "Takko fashion", "Sport vision", "Top shop", "VIP menjačnice", "In medio", "Extreme intimo", "Diopta" - sagt Vujovic.

Man erwarte noch einige bekannte Marken, kündigt Vujovic an. Bewohner von Jagodina und des Gebiets Pomoravlje können hier alles finden, was man bisher nur in Kragujevac, Nis oder Belgrad geboten hat.

Vorteile der Retail-Parks

Retail-Parks haben nur eine Etage, sie werden ohne Kellergeschöse und andere Stockwerke projektiert. Sie bestehen aus einer Reihe von Ladenlokale, die eine Einheit - meistens in Form des kyrilischen Buchstabens "П" bilden. Der Zugang zu Lokalen ist direkt, von draußen. Die Lokale sind von Zufahrtstraßen, Parkplätzen, Gründflächen und Fußgängerzonen umgeben.

Tijana Vujovic

Die Mieten in Retail-Parks sind beträchtlich preiswerter als in klassischen Einkaufszentren, genauso wie die Mietnebenkosten.

- Die Mieten in Retail-Parks liegen zwischen 6 und 13 Euro/m2, abhängig von der Fläche des Lokals. Sie können in klassischen Einkaufszentren den Wert von 50 Euro/m2 erreichen. Diese Preise werden sicher mit der Zeit zurückgehen. Der Unterschied ist auch groß im Bereich der Nebenkosten, die bei 2 Euro/m2 in Retail-Parks liegen und in Einkaufszentren sogar auf 10 Euro/m2 steigen können - so Ivan Simic.

Vujovic und Simic sind der Meinung, dass Preise in Retail-Parks in den nächsten Jahren auf diesem Niveau bleiben werden.

Der Geschäftsführer von "Danos" glaubt, dass die hohe Preise in Einkaufszentren und Retail-Parks in Serbien die Folge des Mangels solcher Komplexe im Vergleich zur Einwohneranzahl ist.

- Es handelt sich um das klassische Verhältnis des Angebots und der Nachfrage. In Zagreb gibt es 320 m2 Einkaufszentren auf jede 1.000 Einwohner und in Belgrad nur 120 m2 auf 1000 Menschen. Es ist nicht schwer vorauszusehen, wie Investoren auf diese Tatsache reagieren werden - erklärt Simic.

Retail-Park Cacak

Slowenisches Unternehmen "Toming Consulting" will einen Retail-Park in Cacak eröffnen. Wie "eKapija" erfährt hat man bereits eine Baugenehmigung erworben. Es gebe auch interessierte Mieter und der Baubeginn wird nach der Sicherung der Finanzierung - 7-8 Mio. Euro - erwartet.

Suzana Obradović

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