Quelle: eKapija | Montag, 20.06.2011.| 02:18
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600 ha für Bau in der Natur - Save- und Donauufer als größtes Entwicklungspotenzial von Belgrad

Die Belgrader Stadtplanungsbehörde bereitet die zweite Phase der Studie "Belgrader Uferbereich" vor. In der ersten Phase der Studie, fertiggestelt vor einigen Jahren, wurde der Uferbereich in Belgrad zum ersten Mal einheitlich und aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt. Die lange Geschichte der Stadtplanung in Belgrad ist von mehreren Versuchen gekennzeichnet, das Thema durch Analysen, Forschungen, Studien, Wettbewerbe und Pläne parziell zu behandeln. Alle diese Versuche haben etwas gemeinsames - den Wunsch, Belgrad einen direkten Zugang zu Ufern zu schenken.

In Hinsicht auf geographische und geomorphologische Eigenschaften und Verbindung mit der Save und Donau wurde der Uferbereich in Belgrad in fünf Sektoren geteilt: Saveufer im Syrmien (linkes Saveufer), Saveufer in Šumadija (rechtes Saveufer mit Flussinseln Ada Ciganlija und Ada Međica), Donauufer im Syrmien (rechtes Donauufer mit Flussinseln Veliko ratno und Malo ratno ostrvo), Donauufer in Šumadija (rechtes Donauufer) und Donauufer im Banat (linkes Donauufer mit Flussinsel Čaplja).

In der ersten Phase der Stude wurden 36 funktionelle Einheiten entlang der Ufer diferenziert, aufgrund der vorherschenden gemeinsamen Eigentschaften der natürlichen oder künstlichen Strukturen auf den Ufern oder im Hinterland. Der ganze Uferbereich nimmt eine Fläche von 16.950 ha und seine engere Zone 5.587 ha ein. Die Ufer haben eine Länge von insgesamt 153 km.

Der Belgrader Uferbereich ist äußerst komplexe Aufgabe für Stadtpläner, dank der aktuellen Situation und seinen enormen Potenzialen. Von großen Naturreservaten wie auf dem Flussinsel Veliko ratno ostrvo, die nur minimale Eingriffe von außen erlauben, über Zonen wie Flussinsel Ada Ciganlija, Halbinsel Ada Huja, linke Saveufer mit Neubelgrader Wohnblöcke sowie das Ufer in Zemun, die bereits aktiviert sind, aber wo man den Bau auf das Minimum reduziert hat, ferner geschützte Zonen wie der Park Kalemegdan, Innenstadt in Zemun oder das alte Messegelände auf dem linken Saveufer, von großer historischer und kultureller Bdeutung bis das Ufer entlang der Straße Karađorđeva, Messe Belgrad und sogenannten Save- und Donauamphitheater - die seit Jahrzehnten nach der infrastrukturellen und urbanistischen Sanierung sehnen.

- Die zweite Phase der Studie "Belgrader Uferbereich" sollte konkrete Lösungen und Vorschläge für die Sanierung und Einrichtung des Uferbereich in der Innenstadt: Wir haben uns diesemal mit subtilen Themen in kleineren Räumen beschäftigt. Stadtpläner legen das Hauptgewicht auf öffentliche Flächen bzw. auf einen sicheren, gut beleuchteten und eingerichteten öffentlichen Raum. Der erste Schritt wird uns sehr wenig kosten. Wir sollten Bürgern einen sicheren Zugang zu Ufern sichern. Die sogenannte "Beton-Halle" ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit wenig Geld viel tun kann. Wir haben hier den bestehenden Radweg erneuert und das Problem mit dem Parken auf dem Radweg durch Bau eines Parkplatzes auf dem Dach der Halle gelöst. Von großer Bedeutung in diesem Falle ist die Tatsache, dass wir durch Sanierung des Objekts den Weg für andere, größere Investitonen geschaffen haben - sagte Žaklina Gligorijević, Direktorin der Stadtplanungsbehörde Belgrad im Interview für Beoinfo.

Unlängst wurde ein internationaler Wettbewerb für Projekt und Ideenlösung eines "Zentrums auf dem Wasser" bei der "Beton-Halle" geschlossen, das den Park Kalemegdan auf der Belgrader Festung mit dem Saveufer verbinden sollte. Die Kommission hat zwei erste Preise vergeben und man muss jetzt die Rentabilität beider Arbeiten bewerten, um die definitive Entscheidung über ihre Realisierung zu treffen. Das Projekt sollte nicht nur die Verbindung zwischen dem Fluss und der Festung, sondern auch mehrere hundert Parkplätze, einen Zugang für Busse und mehr als zehn tausend Quadratmeter Ausstellungs- und kommerziell nutzbaren Raums bieten

Das Save-Amphitheater nimmt eine Fläche von fast 150 ha ein und hat bereits eine Studienbasis, genauso wie das Donau-Amphitheater (80 ha). Der erste Raum erstreckt sich zwischen den Brücken Brankov most und Stari železnički most und schließt Savski trg und Karađorđeva Straße ein. Das zweite, Donau-Amphitneater schließt die Halbinsel Ada Huja, Werft und die Marina Dorćol ein. IN einem Teil der Studie sollte das Projekt ""Čaplja" bearbeitet werden. "Čaplja" liegt am neuen Wasserlauf, entlang der Umferbefestigung auf dem linken Donauufer, zwischen "Vojna basta" und der Brücke "Pančevački most". Der Flächennutzuungsplan der Stadt Belgrad sieht eine neue, große Flussinsel auf der Donau, durch den Bau eine neuen Kanals vor. Auf einer Fläche von fast 600 ha sollten touristische Objekte und Sport- und Rekreationsanlagen in einem natürlichen Ambiente gebaut werden.

Sowohl wenn es um Erwerb von neuem Mobiliar, Montage von Straßenbeleuchtung, Bau einer Fontäne, als auch wenne es um ein großes Projekt geht - in beiden Fällen sollten die Projekte mit größter Sorgfalt erstellt wrden. Eine große Zone kann, z.B., "punktuelle" eingerichtet werden, erklärt Žaklina Gligorijević. Es ist nicht leicht Prioritäten zu wählen und besondere Entschidungen zu treffen, weil man überall viel Geld braucht. Am wichtigsten sind der gute Willen und Entschlossenheit, etwas für die Hauptstadt zung

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