Quelle: eKapija | Montag, 04.11.2019.| 09:06
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Immer noch nicht genug Büroflächen in Belgrad - Einkaufszentren brauchen Innovation, Borca wird attraktiv für den Wohnungsbau?

Ein vom Immobilienmagazin organisierter Runder Tisch im Saint Ten Hotel in Belgrad machte auf einen neuen Investitionszyklus aufmerksam, der in Serbien, insbesondere in der serbischen Hauptstadt, aber auch in der Region, spürbar ist. Wie Zorana Zdrale Burlic, Geschäftsführerin von Delta Real Estate, betonte, liegt der Belgrader Markt jedoch auch bei neuen Projekten unter der regionalen Ebene.

- Auf 1.000 Einwohner entfallen in Belgrad nur 380 m2 Bürofläche, während der Durschnitt in der Region bei 500 m2 liegt - betonte sie.


Sie wies insbesondere auf Einkaufszentren hin, die für Mieter immer wichtiger werden, was sich auf ihre Gestaltung und Planung deutlich auswirkt. Sie erklärte auch, sie seien nicht mehr nur ein Ort zum Einkaufen, sondern auch ein Vorschlag, wie man die Freizeit verbringen könne.

- Wir müssen innovativ und digital sein, mehr Erfahrungsinhalte für die ganze Familie bieten. Priorität hat die Anpassung an jeden Markt und die Mentalität der Einheimischen sowie die lokalen Standards - sagte Zdrale Burlic und wies auf das Beispiel von Banja Luka und Varna hin:


- Wir haben mehr als 40 Marken in die Republika Srpska gebracht, ein Kino und mehrer Restaurants eröffnet, während wir in Bulgarien mit unseren Wettbewerbern konkurrieren, mit Inhalten experimentieren und uns auf innovative Inhalte konzentrieren mussten.

Diana Ivanova, Direktorin des Bauunternehmens Kopernikus gradnja, sprach über Gewerbe- und Wohnimmobilien. Sie wies auf zwei große Projekte hin, die diese Firma ausführt.

- Es handelt sich um ein Geschäftszentrum in Block 43, das an den zentralen Busbahnhof angepasst und futuristisch gestaltet werden soll. Es handelt sich um insgesamt 100.000 m2.
Es gibt auch einen Kopernikus-Turm, der als Wohngebäude gedacht ist. Wir glauben, dass er das Erscheinungsbild dieses neuen Belgrader Blocks verändern wird. Der Baubeginn ist in zwei Jahren geplant - sagte sie.


Zorana Zdrale Burlic und Dijana Ivanova



Das zweite Projekt wird in der Belgrader Siedlung Borca auf einer Fläche von 90.000 m2 realisiert. Auf die Frage, warum eben dieser Standort an dem linken Donauufer, antwortete sie, dass dies die Richtung sei, in die Belgrad expandieren werde, und dass Investitionen in die Infrastruktur geplant seien.

- Wir erwarten, den Standard dieses Stadtteils zu verbessern und jungen Paaren Bedingungen wie in den Blocks von Nofi Beograd zu erschwinglicheren Preisen zu bieten. Dies ist sicherlich eine große Herausforderung für uns.

Vladimir Djoric, ein Partner von Zabriskie Studio, sagt, dass der alte Teil von Belgrad einen Mangel an freien Standorten hat und mit Bauarbeiten gesättigt ist, während dies bei Novi Beograd nicht der Fall ist.

- Eine Neuheit sind geschlossene Wohn- und Gewerbekomplexe mit Eigentumswohnungen. Das häufigste Problem ist, wie bei anderen Neubauten, die Schalldämmung. Die Bauindustrie hat jedoch mit ihren Produkten reagiert, so dass auch diese Parameter verbessert wurden - so Djoric.

Zorana Zdrale Burlic erwähnte auch die Hotelgewerbe und sagte, Priorität sei der Top-Service und der aktuelle Trend, dass sich der Gast wie zu Hause fühle. Sie wies unter anderem auf die erwartete Eröffnung des Indigo Hotels in der nächsten Zeit hin, das eine "lokale Geschichte" ausstrahlen würde.

Aleksandra Kekić
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