Quelle: eKapija | Mittwoch, 19.06.2019.| 15:48
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REBEC: Mieter verändern ihre Gewohnheiten, in einigen Jahren werden 20% aller Geschäftsräume "flexible Büroräume" sein

Die Entwicklung des Büroflächenmarktes in der Region Südosteuropa hat Vertreter von Unternehmen aus Kroatien und Ungarn auf der REBEC-Konferenz im Belgrader Hotel Hilton zusammengebracht. Katarina Jeremić von Online Real Asset war die moderatorin der Podiumdiskussion.

Ein Rückblick auf das Vorjahr ergab, dass in der Region 396 Mio. EUR in die Büroflächen investiert wurden.

- Das vergangene Jahr hat uns Geschäftsräume gebracht, die für eine große Anzahl von Mietern gebaut werden, weil große Unternehmen gerade danach suchen. Eine leichte Stagnation ist in Slowenien spürbar, im Unterschied zu Serbien und Kroatien - sagte Leonardo Zovko aus Regus, Kroatien, und seine Kollegin Mirta Ceranac Poljak aus M7 fügte hinzu, dass der Wiederaufbau von Altbauten einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

Hubert Abt von New Work mit Sitz in Budapest wies darauf hin, dass sich das Paradigma des Geschäftsraums ändere, ebenso wie die Anforderungen, weshalb es notwendig sei, die Denkweise derer zu ändern, die solche Anlagen entwerfen und bauen.

- In einigen Jahren werden 20% aller Geschäftsräume "flexible Büroräume" sein, bzw. offene Büroflächen, die neben dem Arbeitsraum auch andere Annehmlichkeiten bieten werden, wie Erholungs- oder Entspannungsorte, die je nach Bedarf angepasst werden können

Zovko fügte hinzu, dass es notwendig sei, den Raum anzupassen, um neue Mieter anzulocken, und dass die Leute sich der Vorteile der auf den Markt gebrachten Innovationen häufig nicht bewusst seien.

Bei der Podiumdiskussion wurde es gesagt, dass die Gesamtfläche der in Belgrad verfügbaren Büroflächen 881.000 m2 beträgt, 1.300.000 m2 in Zagreb, 3.627.500 m2 in Budapest und 3.000.000 m2 in Bukarest.

- In Zagreb werden nur wenige neue Projekte realisiert, und es ist eine gute Idee, alte Gebäude nech dem Umbau auf den Markt zu bringen. Ein gutes Beispiel ist Varazdin, wo es mehrere verschiedene Mieter gibt, während die Bank das Erdgeschoss für sich behaletn hat - so Ceranac Poljak.

Benjamin Perez Ellischevitz, RICS, mit Sitz in Budapest, unterstrich die Bedeutung der Infrastruktur für die Entwicklung des Immobilienmarktes, insbesondere das Vorhandensein der U-Bahn. was die Erfahrungen der ungarischen Hauptstadt zeigen.

- Neue Büroflächen werden in erster Linie von IT-Unternehmen gefragt. In Budapest gibt es nicht viel Raum für den Bau von Gebäuden der Klasse A, und es ist sehr schwer, Mehrzweckgebäude zu managen, weshalb wir dies vermeiden. Wir haben uns auf Brownfield-Investitionen außerhalb des Stadtzentrums und die nachhaltigen Gebäude konzentriert - fügte Abt hinzu.

Leonardo Zovko sagte, dass sich in Kroatien nur diejenigen, denen der niedrige Preis eine Priorität darstelle, für den Stadtrand entscheiden, sowie alle, die in solchen Geschäftsräumen ein Gemeinschaftsgefühl haben und Wissen teilen.

- Bei der Auswahl des Standortes ist die Zusammenarbeit mit dem Investor entscheidend, um ein schönes Gebäude für ein breiteres Spektrum an Aktivitäten zu bekommen - fügte er hinzu.

Hubert Abt unterstrich, dass man in Budapest Standorte in der Nähe des Wohnsitzes und der Einkaufszentren mit der entwickelten Infrastruktur bevorzuge.

- Der Schwerpunkt liegt auf umweltfreundlichem Bauen sowie auf das Abfallmanagement - betonte er

Wenn es um die Mieten geht, belaufen sie sich auf 25 EUR/m2 in der ungarischen Hauptstadt, sind aber etwa niedriger in der Váci-Straße, von 15 bis 16 EUR/m2. Im Zentrum von Zagreb zahlt man 14 EUR/m2, für die Klasse B von 10 bi 12 EUR/m2, und von 7 bis 9 EUR/m2 am Stadtrand. In Belgrad reichen die Mieten von 15,5 EUR/m2 bis 17 EUR/m2.

- Es ist sehr wichtig, mit Mietern zu sprechen, und was wir besonders vermissen, ist ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Unsere Mieter wollen nicht nur schön eingerichtete Büroflächen, sondern auch die Unterstützung, bzw. jemanden, der sich um ihre Bedürfnisse kümmern würde. Die Vermögen- und Gemeinschaftsverwaltung stellen etwas Neues auf dem Immobilienmarkt dar - sagte Mirta Ceranac Poljak am Ende.

Aleksandra Kekić

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