Quelle: Beta | Dienstag, 25.08.2009.| 14:48
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

DULIĆ: Preiswertere Wohnungen schon ab März 2010

Oliver Dulić

Der serbische Minister für Umweltschutz und Raumentwicklung Oliver Dulić gab heute (24. August 2009) bekannt, dass die Arbeitsgruppe der Regierung Serbiens im September das Modell der Massen-Wohnungsbau präsentieren soll. Der Bau von preiswerteren Wohnungen soll, Plänen zufolge, im März 2010 beginnen.

- Es handelt sich um keine luxuriöse Wohnungen, von 40 bis 60 m2 - sagte er an einem Runden Tisch in der Wirtschaftskammer Belgrad, an dem der angekündigte Massenwohnungsbau besprochen wurde. Um solche Wohnungen können sich alle serbischen Staatsangehörigen bewerben, sagte er.

Es ist zu früh über den definitiven Preis dieser Wohnungen zu sprechen, weil sie von kommunalen Behörden, Standort, Baulandpreise, Beiteiligung der Streitkräfte Serbiens oder Gemeinden am Bau abhängen.

Ihre Preise sollen aber so hoch sein, dass Bürger mit durchschnittlichen Einkommen Kreditraten problemlos zurückzahlen und alle Beteiligten an ihrem Bau profitieren können, hob der Minister hervor.

Der Staat erscheint hier nicht "als Investor", sagte er und fügte hinzu, dass er für Wohnungskredite "bürgen und sie subventionieren" und zwischen Banken, Bauunternehmen und Käufern vermitteln kann.

- Es handelt sich nicht um ein einheitliches Modell - sagte Dulić und erklärte, dass es an jeder konkreten Stadt und Gemeinde angepasst werden soll. Das Modell muss aber zugleich sehr attraktiv für Banken sein.

"Das Projekt kann nicht in allen Städten realisiert werden, sonder nur dort, wo die Nachfrage groß ist", erklärte er. Die Anzahl der Wohnungen hängt von der Nachfrage ab.

Man wird sich bemühen, dass einheimische Bauunternehmen Aufträge für die Projektierung und Errichtung von diesen Wohngebäuden bekommen, versprach der serbische Infrastrukturminister Milutin Mrkonjić am Treffen mit Vertretern des Baugwerbes.

Als der größte Immobilienmarkt und die Stadt mit fast 100.000 Mieter soll Belgrad als Muster für den Massen-Wohnungsbau in anderen Teilen des Landes dienen. Das Projekt soll in der serbischen Hauptstadt beginnen.

Der Vorsitzende des Stadtparlaments Aleksandar Antić sagt, dass die Hauptstadt am Massen-Wohnungsbau interessiert ist.

"Die Stadt ist bereit, die Realisierung dieses Projekts zu unterstützen", sagte er und fügte hinzu, dass Belgrad die "Senkung der Gebühr für städtisches Bauland erörtern wird".

Der Assistent des serbischen Verteidigungsminsters Ilija Pilipović bestätigte, dass die Streitkräfte der Republik Serbien an der Realisierung des Projekts des Massen-Wohnungsbaus interessiert ist, weil 14.000 Militärangehörige die Wohnungsfrage nicht gelöst haben und 5.000 in unentsprechenden Wohneinheiten leben.

Das Verteidigungsministerium nutzt das Bauland im Eigentum der Republik Serbien "meistens nicht urbanisiert, aber infrastrukturell ausgestattet", sagte er. Das Bauland ist kein Problem ,sondern Geld, das man investieren muss.

Anwesende Vertreter der Bauunternehmen und Baustoffhersteller wiesen auf mehrere Probleme hin, auf welche sie bei der Realisierung der Projekte regelmässig stößem: Steuer auf nur ins Grundbuch eingetragene und noch nicht verkaufte Wohneinheiten, favorisierte Unternehmer bei Ausschreibungen, hohe Zinsen für Wohnungskredite und keine Projektfinanzierung für Bauunternehmen.

Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.