Quelle: AG Nekretnine | Freitag, 13.03.2009.| 11:39
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(AG Nekretnine) Hotel- und Businesskomplex im Wohnblock 11a - Boris Podrecca bereitet eine neue Überraschung vor

Im Augenschein des wachsenden Bedarfs der Stadt Belgrad wächst auf dem Gebiet der Immobilienentwicklung die Anzahl von Projekten im Rahmen welcher Multi-use Komplexe realisiert werden. Meist handelt es sich hierbei um räumliche Einheiten die Wohnungen, Büro- und Retailflächen und/oder Hotelinhalte bieten, und das in jeder beliebigen Kombination der erwähnten grundlegenden Projektfunktionen.

Ein Beispiel hierfür ist auch die Tatsache, dass zurzeit in Belgrad mindestens sieben solcher Projekte gleichzeitig entwickelt werden, von denen jedes seine spezielle Nutzungszwecke hat. Darunter ist auch ein Projekt im Block 11a in Neu-Belgrad nahe des Energoprojekt-Gebäudes. Hier werden aktuell einige Projekte entwickelt und bereits realisiert, mit deren Fertigstellung und Komplettierung dieser Stadtteil zusätzlich an Bedeutung, Qualität und Einzigartigkeit gewinnt.

Darunter ist auch ein Business- und Hotelkomplex im westlichen Teil der Kreuzung des Mihajla Pupina Boulevard und der Trešnjinog cveta Straße. Der Bauherr ist Michaeler & Partners, die Fertigstellung des Projekts für Ende 2009 angesetzt. Das Team „Atelier Podrecca“ aus Wien, angeführt von Boris Podrecca (Professor an der Uni Stuttgart und korrespondierendes Mitglied der SANU (Serbische Akademie für Wissenschaft und Kunst), hat mit Unterstützung der Firma „Multicon inženjering” den Projektentwurf ausgearbeitet. Multicon war für die Implementierung der lokalen Standards und Vorschriften zuständig und übernimmt außerdem unter Führung der Architektin Maja Kusmuk das ganze Projektmanagement.

Neu-Belgrad als ehemalige „Ruheecke“ des wirtschaftlich-finanziellen und politischen Zentrums des sozialistischen Jugoslawiens, war seinerzeit, nach dem grandiosen aufschütten des Sumpfgebiets als Stadt der Zukunft gedacht. Die Stadtplanung sieht lange und breite Boulevards vor zwischen denen große Wohnkomplexe emporschießen. Neben dem grundlegenden Konzept, gab es nur wenige Geschäfts- und dazugehörige Inhalte. Diese beschränkten sich eigentlich nur auf ein Paar Hotels, das Geschäftszentrum „Sava“ und die bereits existierenden Gebäude des Zentralkomitees und des Bundesexekutivrats (SIV).

Anfang des neuen Millenniums, inmitten der aufkommenden demokratischen Entwicklungsprozesse, bekommen die großen unbebauten Flächen deren Nutzungszweck bereits in der Vergangenheit festgelegt wurde ihre vorbestimmten Rollen und Werte. In den vergangenen Jahren wurden in erster Linie Geschäftsgebäude, vor allem seitens internationaler Investoren realisiert, die auf dem Markt moderne Büroräume der A und B Klasse bieten. In Neu-Belgrad wurde die erste moderne große Shopping Mall mit einer Fläche von 80.000m2 eröffnet. Nächstes Jahr folgt eine weitere mit einer Fläche von 130.000m2.

Durch die Weiterentwicklung des Markts und den Anstieg der Nachfrage drängt sich der Bedarf nach der Ausführung von Multi-Use Projekten auf. Der moderne Lebensstil fordert außerdem Einheiten die mehreren Funktionen gleichzeitig gerecht werden können. So wurden in der letzten Zeit in Neu-Belgrad einige Projekte realisiert die von sich aus neue Geschäftsknoten darstellen. Ebenso, im Gleichschritt mit den internationalen Trends, folgen die Projekte die in der letzten Zeit hier, vor allem in Belgrad ausgeführt werden, den internationalen Entwicklungs- und Realisierungstrends. Wenn sie sich schon dazu entschließen solche Komplexe zu finanzieren, engagieren Investoren meist klangvolle Namen aus der Architektur denen als natürliche Reihenfolge der Geschehnisse sehr schnell ebenso hochwertige und klangvolle andere Projektteilnehmer folgen.

Ein so konzipiertes Geschäft ist hochwertig und empfehlenswert und für Banken erkennbar und attraktiv genug, um mit ihrer eventuellen finanziellen Unterstützung seiner Vollendung beizutragen. Die Aufgabe der hiesigen Planer und Projektmanager ist deshalb die Auswahl hochwertiger und intelligenter Bauausführer und einer Formel, die in der nächsten Zeit Investoren dazu bewegen wird mit der Realisierung potentieller Projekte zu beginnen.

Das Projektkonzept

Der Komplex befindet sich an einer der wichtigsten Verkehrsstraßen von Neu-Belgrad, dem Mihaila Pupina Boulevard. Der Gebäudevorentwurf basiert auf einer detaillierten Standortstudie mit Akzent auf dem sich westlich befindenden Energoprojekt-Gebäude (Autor ist der Architekt Aleksandar Keković, 1982).

Die beiden Nutzungszwecke des Projekts, ein Stadthotel und ein Geschäftsgebäude finden in der Diagonale der beiden getrennten Kuben Ausdruck. Die Kristallstruktur des gläsernen Geschäftsturms ist durch ein Verbindungssegment mit dem Hotel verbunden. Die zum Fluss gekehrte Hotelfassade charakterisieren sanfte vertikale Rundungen und ein Bogen der dem ungeraden Donaufluss folgt. Das Bürogebäude besteht aus einem elfstöckigem Turm und einem vierstöckigen Trakt.

Unter dem Komplex befinden sich zwei Kelleretagen. Der überirdische Teil ist in zwei unabhängige Einheiten unterschiedlicher Nutzungszwecke aufgeteilt. Im östlichen Komplexteil ist ein Hotel vorgesehen. Es verfügt über ein Erdgeschoss, 8 Etagen und ein Dachgeschoss. Im westlichen Teil ist ein Geschäftsobjekt geplant. Es besteht aus zwei räumlichen Einheiten. Der Sektor A ist ein Geschäftsturm mit Erdgeschoss und elf Etagen, während der Sektor B etwas niedriger ist und über ein Erdgeschoss und vier Etagen verfügt. Der unter- und überirdische Teil verfügen zusammen über eine Fläche von 24.200m2.

Die Gestaltung des Hotels

Das Hotel hat im Grundriss die Form des Buchstaben „L“. Seine Fassade die in Richtung Innenhof gekehrt ist charakterisieren sanfte vertikale Rundungen und ein Bogen. Der Glaskubus im Erdgeschoss, der aus der Fassade herausragt ermöglicht das man sogar von der Straße aus die Grünflächen hinter dem Gebäude sehen kann und geben mehr Platz für das Bistro/Bar. Der verglaste Grundriss des kürzeren Schenkels des Buchstaben „L“ biegt sich, formt eine Ecke, erhebt sich nach oben, und sichert so Licht und Visuren auf den Hotelgängen. Danach biegt es sich erneut und kehrt zurück zum Boden an der anderen Kubusseite. Der Schenkel der parallel zum Boulevard verläuft endet mit einer hohen Feuertreppenvertikale Richtung seines zukünftigen Nachbarn im Osten.

Das Hotel wurde nach den Standards für ein 4-Sterne Hotel entworfen. Es ist als Stadthotel konzipiert das seine Dienstleistungen Geschäftsleuten, Kongressbesuchern und Touristen bietet, die die Stadt besuchen.

Im Erdgeschoss befinden sich die zentrale Hall, Rezeption mit den dazugehörigen Büro- und Gepäckräumen, das Hotelrestaurant, das Bistro/Bar und die Cigar Lounge. Das Restaurant bietet einen Blick auf den kleinen Park. Das weite, offene Treppenhaus verbindet die Hotelhall mit der Vorhalle des Kongresszentrums auf der Ebene -1. Das kleine Konferenzzentrum besteht aus sechs Mehrzwecksälen, drei kleineren und drei größeren. Drei Säle verfügen über die Möglichkeit in einen großen umgewandelt zu werden, mit einer klappbaren schalldichten mobilen Zwischenwand. So können gleichzeitig mehrere unterschiedliche und unabhängige Events stattfinden, von kleinen Konferenzen, Seminaren und Meetings bis hin zu aufwändigen Banketts, Hochzeiten oder Feiern. Die Säle sind mit modernster Audio-und Videoausrüstung ausgestattet.

Vom ersten bis zum achten Stockwerk angeordnet verfügt das Hotel insgesamt über 185 Zimmer. Neben 14 Hotelzimmern befinden sich in der ersten Etage noch die hoteleigenen Büros und eine Garderobe und ein Speisesaal für die Angestellten. Die Hotelzimmer wurden entsprechend den Standards für diese Hotelkategorie geplant. Das Gebäude verfügt auch über vier Behindertenzimmer, die mit je einem Zimmer nebenan für die Begleitperson verbunden sind. Außerdem sind da noch acht Zimmer die eigenständig oder untereinander verbunden wie Appartements funktionieren können. Alle Etagen, von der ersten bis zur achten sind nur zur Unterbringung der Hotelgäste vorgesehen (vom zweiten bis zum sechsten je 25 Zimmer pro Etage, im siebten und achten je 23 Zimmer). Auf einem etwas zurückgestelltem Stockwerk ist ein Geschäftsklub mit kleiner Serviceküche und Terrasse mit Blick auf den Mihaila Pupina Boulevard geplant. Im separierten Teil dieser Etage befindet sich auch der Wellnessbereich (Fitness, Sauna, Dampfbad, Solarium, ein Ruheraum, eine Terrasse wie auch die notwendigen Nebenräume).

Das Hotelinnere mit seinem Zubehör und Accessoires wurde als erstklassige Antwort auf die Anforderungen des modernen Geschäftslebens, Erkennbarkeit und Erhalt konzipiert. Eine sorgfältige Auswahl der Materialien, besonders der Keramik und Textilgewebe für die Wandverkleidung, der Einsatz trockener Bauweise in Kombination mit moderner Beleuchtung, hochwertige und funktionale Möbel werden dieses Hotel schmücken. Die notwendige Anzahl an Aufzügen moderne Telekommunikationsausrüstung, Videoüberwachung, Brandmelder und die Versorgung und Abfertigung sämtlicher notwendigen Gebrauchsartikel wird dieses neue moderne Hotel der Stadt Belgrad bieten können. Die Autoren des Vorentwurfs der Innenräume sind die Architekten des Studios „Bost group“ aus Berlin.

Das Geschäftsgebäude

Das Objekt besteht aus zwei Einheiten die sich gegenseitig durchdringen – einem Kubus mit sich abwechselnden Glas- und vollen Flächen der sich entlang des ganzen Erdgeschosses erstreckt, sich erhebt und den ganzen vierstöckigen Trakt umfasst und gläsernen „schwebenden“ Türmen-dem räumlichen Markierungssymbol an der Ecke, der leicht und unregelmäßig entlang der Mitte wie ein irregulärer Kristall von der I-XI Etage gebrochen ist. An der Turmspitze befindet sich eine transparente netzartige Stahlstruktur – eine Krone, die visuell die Maschinenanlagen auf dem Dach verbirgt und der gebogenen Glasfläche folgt.

Im Hof auf den Grasflächen befinden sich Laternen die Licht spenden und die Ventilation der unterirdischen Räume sichern. Die Parterrewege und der Zugangsplato im Süden sind mit zweifarbigem Druckbeton bedeckt, während an der äußeren Hoffassade eine Verkleidung aus gebrochenem Stein Anwendung gefunden hat. Der Zugangsweg für Feuerwehrfahrzeuge ist mit einem neuartigen Graselement aus harter Plastik mit einer zellartigen Struktur bekleidet, die die Wasserableitung vom Boden ermöglicht und dem Gewicht der Fahrzeuge standhalten können. Die Laternen mit Ventilationsjalousienen, Rauchabzug und aus Sicherheitsglas zur Garagenbeleuchtung sind auf dem Parterre angeordnet.

Das Gebäude ist für Geschäftszwecke vorgesehen und soll mit seiner hervorragende Lage, Funktion, Ausstattung und modernem Aussehen dem Bedarf lokaler und internationaler Unternehmen gerecht werden. In den unterirdischen Ebenen befinden sich eine Tiefgarage, ein Schutzkeller und Technikräume. Die Eingangshalle mit Pförtnerloge, der Security-Raum, einem Raum für die Abfallsammlung und -entsorgung, die Toiletten im Erdgeschoss, wie auch die Treppenhaus- und Aufzugsschächte, die Installationsschächte und der Liftvorraum entlang sämtlicher Etagen sind gemeinschaftliche Inhalte, während die verbleibenden Flächen vermietet werden. Dies ermöglicht dem zukünftigen Mieter eine flexible Raumgestaltung, von den traditionalen Büroeinheiten bis hin zu völlig offen stehenden Landscape-Büros. Für jeden Mieter sind Toiletten und eine Teeküche vorgesehen.

Die Außenwände des gesamten Erdgeschosses, des ganzen Sektors B und dem Verbindungsteil mit Hotel sind aus Gasbetonblöcken. Darüber wurden im Schachfeld abwechselnd Hartplatten aus Mineralwolle verlegt, dünne Fiber-Zementplatten an der Unterkonstruktion und undursichtige Trennwände. Die Fenster und Trennwände zwischen den gemauerten Feldern sind an der Nord- und Ostseite aus PVC, und aus plastifizierten A1-Profilen (powder coated) an der West- und Südseite.

Die Randwände der unterirdischen Etagen sind aus wasserundurchlässigem Beton. Daran schließen sich die Wände des Schutzkellers an, sind doppelt und mit einer Drainageschicht versehen die sich über einer Zwei-Komponenten-Hydroisolation und eine Styrodurschicht zwischen den Wänden befindet. Die Wände der überirdischen Etagen sind aus Beton, mit Gipsplatten Ummantelt, aus Gipskarton und einer Art Ziegelstein der mit Spezialmörtel gemauert wurde. Die Wände zwischen den Räumen einzelner Mieter sind von Boden bis Decke aus feuerfesten Gipsplatten. Der Boden der Lobby im Erdgeschoss wurde in den Ausbauarbeiten mit Terrazzo bedeckt. Die Böden in den Kommunikations- und Büroräumen sind wegen der horizontalen Installationen doppelt. Sie sind aus Akustikplatten montiert und haben an der Unterkonstruktion eine Textilverkleidung die in den Gängen den Standards der A1 Klasse entsprechen muss: feuerfest und ökologisch muss sie sein.

Zwischen den Büros befinden sich Paneele aus eloxierten Al Profilen mit Glasfüllung. Die gläsernen Trennwände der Aufzugsvorräume verfügen über einen Brandschutz und sind mit A1 Profilmasken verkleidet. Sie haben eine feuerfeste Glasfüllung und Rauchdichte Türen. Sämtliche Metalteile wurden durch eine doppelte Antikorrosionsschicht geschützt und nachfolgend mit hochwertiger Metall-Farbe lackiert.

Die Geschäftsräume verfügen über alle notwendigen Installationen: TTI (Heizung, Lüftung, Klima), EI und TK, VIK, Sprinklersystem und Aufzüge (3 elektrobetriebene Personenaufzüge, zwei Lastaufzüge mit einer Lasttragkraft bis zu 1.275kg und einer mit 820kg Tragkraft).

Quelle: AG Nekretnine

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