Quelle: eKapija | Montag, 18.12.2017.| 15:50

Von der Ruine zur ökologischen Oase - Stattwerk gibt Gewinner des Wettbewerbs für Öko-Zentrum Zeleni venac bekannt

Preisgekrönte Lösung des Studios Living Future Green
Als vor etwas mehr als einem Jahr das Hochhaus des pleitegegangenen Bank Beobanka in der Zeleni-Venac-Straße in Belgrad den Besitzer wechselte, erschien ein kleiner Funken Hoffnung, dass der einst repräsentative Komplex endgültig fertiggestellt und seinen Zweck bekommen wird.

Die Ankündigungen des neuen Inhabers, des deutschen Unternehmens Stattwerk, das erste grüne Hochhaus in der serbischen Hautpstadt an diesem Standort zu bauen, haben diese Hoffnung wiederbelebt.

Stattwerk hat deshalb einen Wettbewerb für den Vorentwurf des künftigen Öko-Zentrums ausgeschrieben, und einheimische Diplomarchitetnen und ihre Kollegen, Studenten eingeladen, die Vorschläge für das zukünftige Aussehen des erwähnten Hochhauses in der Zeleni Venac Straße zu geben. Insgesamt 65 Bewerbungen wurden eingereicht, was die Arbeit einer internationalen, von Professoren, Architekten und Experten für nachhaltige Energie gebildeten Jury, erschwerte.

Alfredo Peñafiel, Vorsitzender einer internationalen Jury, erklärte, dass es heutzutage "nicht viele gute Gelegenheiten für Architekten gibt, wie die Arbeit an innovativen Projekten wie das grüne Hochhaus von Stattwerk.

- In den eingereichten Arbeiten habe ich die Energie von Menschen gespürt, die etwas verändern wollen, und das ist sehr wichtig. Ein idealer Standort auf einer, und begabte und begeisterte Menschen auf der anderen Seite. Dies ist eine außergewöhnliche Chance - so Peñafiel.

In der Kategroie der Diplomarchitenten wurde ein Projekt des Studios Living Future Green zum besten erklärt. Und der Sieger unter den Studenten ist ein Team der Fakultät für Architektur der Universität in Belgrad, das Tina Urosevic, Stevan Simovic und Uros Markovic gebildet haben.

Für den Architekten Jovan Mitrovic, Autor der preisgekrönten Lösung, hat dieses Projekt auch eine symbolische Bedeutung. Vor 26 Jahren hat er als junger Architekt seinen ersten Lohn eben in diesem Gebäude der inzwischen pleitegegangenen Bank Beobanka abgehoben.


Dem Vorschlag des Studios Living Future Green zufolge sollten nicht nur Fassaden, sondern alle Elemente des Gebäudes begrünt werden, erfahren wir von Mitrovic.


- Wir wolen eben deshalb neben Fassaden auch den Innenraum begrünen lassen. Wir haben Photovoltaik-Glasscheiben, Biorestaurant mit einem Treibhaus vorgesehen, wo man Gemüse anbauen kann, Abfallrecyclingsystem, mechanische Garage für 500 Autos .. Solches Gebäude könnte dank erneuerbaren Energiequellen das Niveau der Energieeffizienz von 70-80% erreichen.


Modell de begrünten Fassade

Budimir Sudimac, Jurymitgleid und Professor an der Archtekturfakultät in Belgrad, sagt, dass man in der Zukunft Gebäude bauen muss, die nicht nur den Energieverbrauch reduzieren, sondern auch einen Teil der notwendigen Energie selbst erzeugen. Belgrad und Serbien müssen, seiner Meinung nach, Schritt mit solchen Tendenzen halten.


- Für so etwas benötigen wir die Ausbildung auf allen Ebenen. Wir müssen das Bewußtsein für die Notwendigen des geringerne Energieverbrauchs stärken und die systematische Untestützung des Staates für die Realisierugn solcher Projekte sicherstellen, weil wir dazu bald verpflichtet sein werden.


Gebäude, wie dieses, das Stattwerk bauen wil, gibt es schon in Städten wie Mailand, Madrid, Wien u.a. und sie haben sich zu echten Sehenswürdigkeiten entwickelt, sagte Sudimac.


Anfang 2018 sollte der Vorentwurf für das künftige Balkan-Öko-Zentrum in der Straße Zeleni Venac vorgestellt werden, erfahren wir von Sara Petrovic, Architektin aus dem Unternehmen Stattwerk. Einige von Lösungen, die im Rahmen des Wettbewerbs vorgeschlagen wurden, sollten hier implementiert werden. Dann wird man mehr über die Fristen und Baukosten wissen.


Wenn es um den aktuellen Zustand des Gebäudes geht, erfahren wir von sie, dass das Hochhaus obwohl seit Jahren vernachlässigt ziemlich gut aussieht.


- Das Unternehmen Energoprojekt, das das Gebäude vor einigen Jahrzehnten gebaut hat, hat nicht am Material gespart und die Konstruktion ist in einem ausgezeichneten Zustand - sagte Petrovic und erklärt, dass man bestimmte Arbeiten an der Konstruktion durchführen muss, um aktuelle seismische Vorschriften einzuhalten.

Stattwerk verfügt über langjährige Erfahrung in der Planung und Rekonstruktion von Gebäuden sowie im Bereich der grünen, energieeffizienten Architektur. Solches bahnbrechendes und umfassendes Projekt werde trotzdem einen "großen Schritt weiter und eine Art von Experiment für den künftigen grünen Bau für dieses Unternehmen darstellen", behauptet Petrovic.

Der zukünftige Zweck des Gebäudes ist in Stattwerk bereits bekannt.

- Das Balkan-Öko-Zentrum wird Gewerberäume ausschließlich ökologisch orientierten Unternehmen bieten. Es soltle als Öko-Hub, Ausbildungsraum, für die Präsentation von neuen Technologien und für die Arbeit junger Innovatoren und Öko-Start-ups dienen. Wir planen einen Aussichtspunkt, Restaurants, Appartementhotel wie auch eine Garage.


Miloš Vlahović

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