Quelle: eKapija | Montag, 22.09.2008.| 15:55
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Kur- und Badeanstalt in der Siedlung Ovča in Belgrad? - Thermalquellen unter einem 20 ha großen Grundstück entdeckt

(Fotob)

Belgrad ist seit einigen Jahren eine der attraktivsten Städte in der Region, wenn es um Investitionen in Liegenschaften geht. Einheimische und ausländische Investoren zeigen großes Interesse für Wohn- und Geschäftsgebäude, Hotels und Einkaufszentren. Eine der größten natürlichen Ressourcen der Stadt - Thermal- und Mineralwasserquellen - blieb aber bisher "unentdeckt".

Neugierige Mitarbeiter von "eKapija" wollte feststellen, ob Investitionen in diesem Bereich realisiert werden können und versuchte Antworten in Gemeinden Surčin, Mladenovac, Palilula, Direktion für Bauland und Bebauungsangelegenheiten, dem Stadtplanung- und Städtebauamt der Stadt Belgrad, der Fakultät für Bergbau und Geologie und anderen zuständigen Institutionen zu bekommen.

Eine der interessantesten und meist rentablen Thermalquellen in Belgrad befinden sich in der Siedlung Ovča, nur 10 km entfernt vom Stadtzentrum. Auf einer Fläche von 20 ha gibt es nur eine Sportanlage der Streitkräfte Serbiens, die das Eigentum über dieses Flurstück mit der Gemeinde Palilula teilt. Die Kapazitäten der Quelle ermöglichen den Bau einer großen Kuranstalt.

Die ersten Forschungsbohrungen auf diesem Standort stammen aus den Fünfziger- und Sechszigerjahren des letzten Jahrhunderts, als man eine Thermalquelle 120 und 200 m unter der Oberfläche entdeckt hat. Die Temperatur des Wassers in einer Quelle liegt bei 19 und in der anderen bei 25 C. Die Untersuchungen und Projekte in den Siebzigerjahren bestätigten die erwähnte Wassertemperatur, bewiesen aber auch den hohen Gehalt an Minieralien und Sälze in der Tiefe von 91 m. Diese Projekte konnten damals nicht fortgesetzt werden.

Miodrag Ferenčak
Miodrag Ferenčak (Fotoekapija)

Die Kapazität der Quelle liegt bei 3 l pro Sekunde - erklärte Miodrag Ferenčak, Leiter eines Teams des Stadtplanungs- und Städtebauamtes, das den Raumentwicklungsplan der Stadt Belgrad erstellt hat, in einem Interview für "eKapija".

Vor dem Bau einer Kuranstalt auf diesem Standort mus der Raumentwicklungsplan der Stadt Belgrad geändert werden. In Hinsicht darauf, dass das Stadtplanungs- und Städtebauamt die Notwendigkeit solcher und ähnlicher Abänderungen und Ergenzungen erkannt und dem Plan eingeschlossen hat, könnten sie bis Ende 2008 abgestimmt werden. Ferenčak sagte, dass die Gemeinde Palilula und die Direktion für Bauland und Bebauungsangelegenheiten die Abänderung des Plans verlangt haben.

Erst nach der Abänderung des Plans kann man über Investitionen auf diesem Standort denken. Die künftige Kuranstalt könnte erweitert werden, besonders in Hinsicht darauf, dass diese Siedlung bisher vom wilden Bau verschont geblieben ist. Neben der erwähnten 20 ha großen Parzelle liegt ein großer Grundstück im privaten Eigentum, den man vielleicht kaufen konnte.

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Der größte Vorteil dieses Standorts ist seine Nähe zum Stadtzentrum bzw. zur Straße Belgrad-Zrenjaniin, die über die Brücke Pančevački most führt, sowie zur neuen Umgehungsstraße, die die Fahrt zu diesem Erholungs- und Rekreationsort beträchtlich verkürzen soll. Es muss betont werden, dass Ovča eine urbane Siedlung ist.

Interesse für den Bau dieses Komplex zeigten israelische Investoren noch 2006, erfuhren Mitarbeiter von "eKapija". Sie überlegten damals Investitionen in den Kurtourismus in Serbien, meldeten sich aber seitdem nicht. Das verspricht nur einen interessanten Kampf zwischen Investoren um diesen attraktiven und profitablen Standort.

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