Quelle: Biznis | Donnerstag, 19.06.2008.| 21:21
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(Biznis) Aleksandar Opsenica, Direktor von "Festlent", Hauptredakteur von "AG nekretine" und Veranstalter von REBEC - Belgrad benötigt jedes Jahr ein neues Hotel

Aleksandar Opsenica

Unser Immobilienmarkt ist sehr attraktiv für ausländische Investoren, vor allem wegen einer guten geostrategischen Lage und eines großen Mangels an allerleien Immobilien. Serbien benötigt touristische Objekte, Wohnungs- und Geschäftsgebäuden, Hotels, Industrieanlagen u.Ä... 50 Mio. m2 sollen, Einschätzungen zufolge, in folgenden fünfzehn Jahren gebaut werden. Belgrad braucht jedes Jahr ein neues Hotel wie "Hyatt" sowie 50.000 - 70.000 Wohneinheiten, erklärte Aleksandar Opsenica, Direktor der Firma „Festlent“ und verantwortlicher Redakteur des Immobilienmagazins „AG nekretnine“ in einem Interview für das Magazin „Biznis“. Opsenica ist Veranstalter der Konferenz und Messe REBEC, der ersten großen Präsentation des serbischen Immobilienmarktes.

Alle Erfahrungen, die seine Firma als Besucher und Teilneher an großen europäischen Messe gesammelt hat, sollen in der Veranstaltung von REBEC (www.rebec.rs) angewandt werden, hebt er hervor, obwohl das systematische Investieren in Immobilien eine Neuigkeit nicht nur in unserem Land, sondern in ganz Europa darstellt. Wir haben Chance, uns angesehenen Ausstellungen in Cannes, München, Mailand und Wien bereits im nächsten Jahr anzunähern.

Was ist REBEC und wie ist man darauf gekommen, solche Ausstellung in Serbien zu veranstalten?

- REBEC ist eine internationale Konferenz, begleitet von einer Messe, die innerhalb von drei Tagen die reale Situation am regionalen Immobilienmarkt, seine Vor- und Nachteile präsentieren soll. Wir glauben an einer Verbesserung in der näheren Zukunft. Seit zwei Jahren bereite ich mich für die Organisation dieser Veranstaltung. REBEC ist die Gründung des ersten dreisprachigen Immobilienmagazins „AG nekretnine“ vorhergegangen. Wir wollten den Immobilienmarkt in Serbien promovieren und haben uns an allen größeren Treffen dieser Branche in Europa vorgestellt.

Von der Messe Od „Expo Real", über MIPIM und MAPIC bis do „Real Wienna" und „Expo Italia" präsentierten wir die aktuelle Situation in Serbien und ihrer Umgebung, vielleicht bescheiden, aber realistisch und genau. Bei der Besichtigung aller größeren Messe und durch ihre Präsentation im Magazin „REBEC" sind wir darauf gekommen, eine Veranstaltung wie REBEC in Belgrad zu organisieren.

Unser Immobilienmarkt ist sehr attraktiv für ausländische Investoren, vor allem wegen einer guten geostrategischen Lage und eines großen Mangels an allerleien Immobilien. Serbien benötigt touristische Objekte, Wohnungs- und Geschäftsgebäuden, Hotels, Industrieanlagen u.Ä... Einschätzungen eines der Hauptsponsoren der Veranstaltung, "Immorent", zufolge sollen 50 Mio. m2 in folgenden fünfzehn Jahren gebaut werden. Belgrad braucht jedes Jahr ein neues Hotel wie "Hyatt" sowie 50.000 - 70.000 Wohneinheiten. Ich wollte deshalb REBEC in Serbien veranstalten, um Serbien vor Investoren zu promovieren.

Ist Belgrader REBEC nur eine Kopie der ähnlichen Veranstaltungen in Wien, Mailand oder München?

- REBEC ähnelt diesen großen Immobilien- und Investitionsmessen, weil wir in Cannes, Wien und Mailand erworbene Kentnissen und Erfahrungen bei der Organisation von REBEC anwenden wollten. Ich hoffe, ihre Popularität schnell zu erreichen. Die Immobilienmesse in Wien wurde vor drei Jahren gegründet und schon in diesem Jahr brauchte man einen Ausstellungsraum von 30.000 m2. Wir verfügen über eine zehnmal geringeren Ausstellungsfläche, können aber alle Aspekte dieses Sektors decken.

Die Veranstaltung besteht aus zwei Konferenzen und eine begleitende Messe. Uns ist gelungen große Aussteller wie "Kindg Sterge", "Bel vil", "Siemens", "Miping horzont", "Stankom" u.a. anzuziehen. Das Amt für Stadtplanung und Städtebau wird neue Richtlinien für die Entwicklung der Stadt präsentieren. Unter Rednern, die wir für unsere Konferenz gewonnen haben, sind Nathalie de Petro, Direktorin von „Miping horizont“, Edvard Jervis, Direktor der MAPIC-Messe, Vertreter von CBRE, des Internationalen Rats für Entwicklung von Shoppingcentern sowie Peter Haradin, den größten Planer von Golfplätzen und sonstigen Nebengebäuden.

In Serbien gibt es, leider, noch keinen echten Golfplatz. Das ist unsere große Chance. Wir können sowohl Golf-Profis als auch Amateure aus der ganzen Region anziehen. Wir können auch Herrn Milan Parivodić, ferner einen Vertreter der Agentur für Privatisierung Serbiens und Zisimos Danilatos, Direktor von „Lamba developement“, neuer Eigentümer des ehemaligen Textilriesen "Beko", als Redner an der Konferenz ankündigen. Danilatos wird seine Erfahrungen mit der Übernahme eines Pleite gegangenen Unternehmens präsentieren und darauf hinweisen, wie wichtig die staatliche Unterstützung für die Wiederbelebung und Nutzung der Potenziale auf diesem Standort war. Investoren, die ihre Tätigkeit in Serbien bereits ausüben, sollen ihre aktuelle Projekte bzw. Geschäftspläne, Proeke, Durchführbarkeitsstudien, Video-Animationen präsentieren.

Die Konferenz besteht aus sieben Diskussionen. Gäste, die sich für die Stadtplanung und Städtebau interessieren, können über Themen wie Greenfield- und Brownfield-Investitionen, Golfplätze, Restitutin und Privatisierung sowie Immobilien-Leasing in Serbien diskutieren.

Wie viel hat der Staat Sie bei der Realisierung dieses großen Projekts unterstützt?

- Der Staat hat uns, leider, nicht geholfen. Die Konferenz konnte nur durch Unterstützung unserer Sponsoren und Kunden veranstaltet werden. Wir sind nicht böse und werden uns über den Besuch der Vertreter des Staates freuen. Wir haben mehrere Einladungen geschickt. In Hinsicht darauf, das es sich um seriöse und große Unternehmen im Immobiliensektor handelt, hoffen wir auf den Auftritt der Vertreter des Staates.

Ich bin nicht sicher, ob die Situation mit der Regierungsbildung den Auftritt der eingeladenen Personen verhindern kann. Ich bin überzeugt, dass ihre Präsenz an der Eröffnung von großer Bedeutung für Serbien ist. Der Eröffnung der Immobilienmesse in München wohnen immer der Staatspräsident, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender des Messevorstands bei. Die Messe in München arbeitet 250 Tage jährlich und erbringt jedes Jahres rund zwei Mrd. Euro - der Stadt München, dem Bundesland und dem Bund. Während der Immobilienmesse sind alle Hotels in München und seiner Umgebung tagelang ausgebucht.

Was erwarten Sie von REBEC?

- Ich hoffe, dass sich REBEC zu einer kontinuierlichen Veranstaltung entwickelt. Wir haben uns bereits über den Termin im nächsten Jahr geeinigt. Gleich nach dem Ende des diesjährigen Messe, werden wir die ersten Einladungen zur nächsten Konferenz schicken. Wir hoffen, dass der Staat bald ihr Interesse erkennen wird.

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