Quelle: eKapija | Dienstag, 25.09.2012.| 14:34
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Zvonimir Mrsic, Vorstandsvorsitzender von "Podravka" - Wir verhandeln über Übernahme einiger Unternehmen in Serbien

Zvonimir Mrsic
Zvonimir Mrsic (Fotob)

Serbien sei wichtiger Mart für "Podravka", weshalb wir die Übernahme einiger serbischer Unternehmen überlegen, erklärte der Vorstandsvorsitzende des kroatischen Lebensmittelherstellers, Zvonimir Mrsic.

In einem exklusiven Interview für "eKapia" erzählt er, warum es möglich sei, dass "Podravka" einen Teil der Produktion aus Kroatien nach Serbien verlagert, und ob man nach der Kündigung von mehr als 300 Mitarbeitern einen neuen Stellenabbau plane.

eKapija: Immer häufiger spekuliert man darüber, dass die bestehenden Niederlassung in Belgrad "Podravka" nicht mehr genügt, so dass ihr die Übernahme eines Unternehmens in Serbien überlegen?

- Nicht nur eines, sondern mehrerer (Lächeln). Wir sind an Investitionen am serbischen Markt interessiert, weil "Podravka" hier als einheimisches Unternehmen wahrgenommen wird und wir möchten diese Position behalten. Wir verhandeln bereits mit einigen Unternehmen aus Serbien, mit manchen über die Erweiterung der Zusammenarbeit, und natürlich, wenn wir ein entsprechendes Ziel finden, sind wir für die Übernahme bereit.

eKapija: Das Unternehmen "Aleva" aus Novi Knezevac wird in diesem Kontext am häufigsten erwähnt. Wie weit sind die Verhandlungen fortgeschritten?

- Ihnen ist bekannt, dass wir an der Börse in Zagreb gelistet sind, weshalb ich Ihnen nichts enthüllen darf.

Zvonimir Mrsic
Zvonimir Mrsic (Fotob)

eKapija: Der kroatische Staatspräsident Ivo Josipovic gab unlängst bekannt, er habe sich mit Vertretern der großen internationalen Fonds getroffen, die an Investitionen in "Podravka" interessiert seien. Gibt es konkretere Andeutungen für ausländische Investitionen in Ihrem Unternehmen?

- Unsere Aktien waren in den letzten Tagen besonders gefragt, ihr Preis ist um mehr als 10% gestiegen. Das Interesse ist, offensichtlich, stark. Free Float ist momentan sehr stark an der Börse in Zagreb. Es ist möglich einen Anteil zu bilden, mit dem man die Struktur des Unternehmens beeinflussen kann. Ich kann nicht präzisierne, ob und wann andere Aktivitäten zu erwarten sind.

Man arbeitet an einem strategischen Entwicklungsplan des Unternehmens, der viele wagemutige Unternehmungen vorsieht, und für so etwas benötigen wir viel Geld. Wir werden erst sehen, wie wir die Finanzierung sichern werden.

eKapija: Sie haben unlängst die Geschäftsleitung verändert. Haben sich diese Personalveränderungen auf das Geschäft ausgewirkt? Wie waren die ersten sechs Monate dieses Jahres für "Podravka"?

- Die Vergangenenheit ist vergangen und wir sind zukunftsorientiert. Mit dem ersten Halbjahr sind wir mehr als zufrieden. Besorgniserregend ist aber der Rückgang des Absatzes an unserem Kernmarkt (die Region). Der Absatz geht in Kroatien vier Monate hintereinander zurück, in Serbien seit dem Anfang des Jahres.

eKapija: Ihr operativer Gewinn ist in diesem Zeitraum um 30% gefallen?

- Der Rückang is die größerer Ausgaben in dieser Zeit. Wir haben, nämlich, 300 Mitarbeier entlassen. Der korrigierte operative Gewinn gleicht dem Vorjährigen. Die Ergebnisse sind nicht schlechter im Vergleich zum Vorjahr, obwohl sich die Marktbedingungen inzwischen spürbar verschlechtert haben.

Zvonimir Mrsic
Zvonimir Mrsic (Fotob)

eKapija: Plant ihr einen neuen Stellenabbau?

- Wir müssen unsere Effizienz erhöhen, oder einfacher gesagt, wir müssen uns nach dem Vorbild unserer größter Mitbewerber verändern. Unsere Konkurrenten sind, vor allem, internationale Unternehmen plus - an jedem konkreten Markt - ein einheimisches Unternehmen. Um mit ihnen Schritt zu halgen, müssen wir das gleiche Effizienzniveau erreichen. Das Verhältnis zwischen der Mitarbeiteranzahl und dem Nettogewinn muss optimisiert werden.

eKapija: Was erwartet ihr als Vertreter der Lebensmittelindustrie von dem EU-Beitritt Kroatiens, mehr Schaden oder Nutzen?

- Große Herausforderungen. Wir müssen mit mehr Mitbewerbern am kroatischen Markt rechnen, weil der Import aus der EU lieberalisiert werden muss. Unsere Aktivitäten am CEFTA-Markt werden beschränkt und werden auf sehr hohe Import-Hürden in manchen CEFTA-Ländern stoßen. Wir überlegen deshalb die Möglichkeit, einen Teil unserer Ressourcen zu verlagern, dort, wo wir die negative Auswirkungen des EU-Beitritts maximal reduzieren können.

eKapija: Kommt Serbien infrage? Werdet ihr einen Teil der Produktion nach Serbien verlagern?

- Wir überlegen Serbien, natürlich. Insbesondere, weil Serbien zum CEFTA-Abkommen gehört und ein Freihandelsabkommen mit Russland hat. Das ist Hauptgrund dafür, die Investitionen in Serbien seriös zu überlegen.

Jelena Đelić

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