Quelle: eKapija | Dienstag, 27.12.2011.| 17:14
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Đorđe Bajilo, Inhaber des Projektbüros DBA Novi Sad - Genußspezialist

Đorđe Bajilo

Seit der Zeit der griechischen und römischen Thermen versucht man kontinuierlich die Kunst und Techniken des Genießens sowie die Gestaltung und Philosophie des Raums einen Schritt weiter zu brinen und zu vervolsständigen. Konstant dabei ist die Tatsache, dass solche Räume für die Entspannung des Geistes und Körpers durch Wasser, Wärme, Luft, Dampf und Berührung bestimmt sind, erklärt der Architekt Đorđe Bajilo.

Man hat bei uns in der letzten Zeit große Fortschritte bei der Errichtung von neuen und Modernisierung von bestehenden Kuranstalten gemacht. Wellness-, Spa- und Fitnesszentren erleben eine Expansion.

Sehr wichtige Rolle dabei hat auch der Gast von "eKapija", ein junger Architekt aus Novi Sad, gespielt - als Autor einiger großer Projekte. Das Spa- und Wellnesszentrum in der Kuranstalt Banja Junakovic, Sportzentrum in Pancevo, luxuriöses Hotel mit Wellness- und Spazentrum in Trebinje sowie Tennis- und Spazentrum der Bobar Gruppe in Bijeljina - das sind nur einige von ihnen.

Die Neigung zum Tennis und Fußbal und erwähnte Projekte haben ihn auf die Projektierung und Gestaltung von Sport-, Rekreations- und Erholungsanlagen orientiert. Sein DBA Studio ist seit 2007 Mitglied der Weltassoziation für Sport- und Rekreationsobjekte IAKS, als einziges aus Serbien, und Đorđe Bajilo, Inhaber des Studios nimmt am Programm UIA Sport & Leisure teil.

Erbauer

(Künftiges Hotel in Trebinje)

Er entdeckte die Welt der Baukunst als Kind. Seine ersten Spielzeugen waren Bagger und Leggosteine. Er erinnert sich daran, sonntags mit seinem Vater die Baustellen in Novi Sad zu besuchen. Das erste Taschengeld verdiente er als Arbeiter an einer dieser Baustellen. Er wuchs in einer Familie mit sechs Bauingenieuren, weshalb seine Berufsauswahl niemanden überraschte.

- Ich bin in Novi Sad geboren und meine Kindheit im damaligen Boulevard 23. oktobra und heutigem Boulevard oslobođenja verbracht. Die Familie meines Vaters stammt aus Kupres und meines Mutters aus Bosanski Petrovac. Meine Eltern sind Bauingenieure und war fast von Anfang an im Kontakt mit der Branche - erzählte Đorđe Bajilo im Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija".

Sein Vater, Dragomir Bajilo, ist jahrzehntelang an der Spitze des größten Bauunternehmen in Novi Sad "Budućnost". Der Ruhm der erfolgreicher Eltern war auch eine Belastung für den kleinen Jungen, etwas mit dem er von Anfang an kämpfte, um seinen eigenen Wert zu beweisen.

Viele waren überzeugt davon, dass er einen einfacheren Weg gewählt hat, andere haben ihm die Hürde immer höher gesetzt, um das zu bestreiten.

- Es ist wahr, dass mein Vater und ich jeden Sonntag die Baustellen in Novi Sad besucht haben. Mir war zunächst sehr interessant zu sehen, wie ein Gebäude von Woche zur Woche allmählich wächst. Die Bauarbeiten wurden mir bald langweilig. Ich betrachtete Projektanten, viele berühmte Architekten aus Novi Sad. Ihre Rolle an der Baustelle hat meine Berufsauswahl beeinflusst. Ich besuchte die Baufachschule und die Architektonische Fakultät in Novi Sad. An der Fakultät habe ich meine Berufung gefunden. Alle, die mir kennen, wissen, wie ich das Studion genossen habe und die höchsten Noten in meinem Index haben meine Auswahl bestätigt.

Das erste Taschengeld verdiente er auf einer Baustelle verdient. Um ihm die Sommerferien zwischen der Sekundärschule und der Fakultät interessanter und dynamischer zu machen, beschäftigte seine Mutter in auf der Baustelle einer anderen Firma.

- Dieser Monat war ausreichend für die Entscheidung, den Diplomabschluss unbedingt zu machen. Für meinen ersten Lohn habe ich eine Lederjacke und Kassettenspieler für einen gebrauchten Yugo gekauft - erzählt unser Gast.

Er hat die Genauigkeit und Präzision von seinem Vater geerbt. Die Architektur sei keine freie Kunst, sonder eine präzise Ingenieurfertigkeit mit der notwendigen, aber ermässigten Dose der Kreativität. Ihm gefällt der Stil der Projektbüros in Deutschland, bei denen die Architektur auf einer festen Ingenieur- und Konstruktionsgrundlage beruht.

Von Barcelona bis Novi Sad

Barcelona war eine der Möglichkeiten, und der Architekturriese "Populous" Angebot, das schwer abzulehnen ist. Die Novi Sad war aber die definitive Entscheidung.

Nach dem Diplomabschluss an der Fakultät in Novi Sad bekam Đorđe Bajilo die Gelegenheit, sein Glück in der Hauptstadt von Katalonien als Stadtplaner zu versuchen.

- Das war eine unschatzbare Erfahrung. Ich hatte die Chance eine feste Stelle zu bekommen und habe die Möglichkeit eines längeren Aufenthalts überlegt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen, die katalonische Sprache zu erlernen, war aber entscheiden, nach Novi Sad zurückzukehren. Der Leiter der öffentlichen Stadtplanungs- und Städtebauamtes in meiner Geburtsstadt hat von meiner Erfahrung in Spanien gehört und ermöglichte mir den Start in diesem Unternehmen - erinnert sich Bajilo an die wunderschöne Zeit in der Firma in Novi Sad, unter dessen, weil er mit zwei Architekten und mehr als 50 Architektinnen gearbeitet hat.

Die Beschäftigung in einer solchen Fima ist wahre Privileg für jeden, der in Novi Sad geboren ist, insbesondere für Kollegen aus der Branche. Er ist stolz darauf, 3,5 Jahre dort gearbeitet zu haben.

Zu den ersten urbanistischen Projekten, die ihm anvertraut wurden, gehören die städtische Marina, Militärbasis "Majurska ada" und Kai in Novi Sad.

- Ich war immer sehr dynamisch, vielleicht auch ein wenig ungeduldig. Die Beschäftigung im öffentlichen Unternehmen hat meine Existenz gesichert, aber ich habe nach neuen Herausforderungen gesehnt. Ich habe über Nacht beschlossen, ein eigenes Projektbüro zu gründen. Das Studentenheim in Novi Sad war unser erstes großes Projekt. Wir haben auch einige Wohngebäude projektiert. Die größte Herausforderung für uns war sicher das Spa- und Wellnesszentrum in der Kuranstalt Banja Junaković. Das Objekt wurde als Ergänzung des bestehenden Programms der Kuranstalt gestaltet, um die Attraktivität des ganzen Komplexes zu erhöhen. Wir wollten Banja Junaković in das modernste und zweifellos größte Kurzentrum auf dem Balkan verwandeln.

Ihm folgte das Projekt des modernsten olympischen Schwimmbads in der Region. Der Freibad in Pančevo im Wert von 10 Mio. Euro sollte, Plänen zufolge, bis Ende 2013 fertig gestellt werden. Das Projekt stammt aus Federn der Architekten Aleksandar Spajić und Đorđe Bajilo und ihres großen Team. Als Projektträger erscheint die Firma "Mašinoprojekt Kopring" aus Belgrad, mit der er an vielen Projekten erfolgreich zusammengearbeitet hat.

Unser Gast ist stolz auf Projekte in Bosnien und Herzegowina, die er als eine Art der kreativen Rückkehr zu seinen Wurzeln erlebte. Nur ein hundert Meter von der Fußgängerzone in der Innenstadt von Trebinje, unweit von dem bekannten Platz "Trg pod platanima" sollte ein wunderschönes Hotel auf 7.500 m2 errichtet werden.

- Für den gleichen Investor, "Bobar Gruppe", haben wir ein Sportzentrum mit Tennisplätzen, Spazentrum, Appartements und Freibad projektiert und es wird bereits unweit von Bijeljina gebaut - erklärt unser Gast und fügt hinzu, dass sein Büro den Projektentwurf für das Stadtion in Baku in Aserbaidschan erstellt hat.

Marija Kambić

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