Quelle: eKapija | Dienstag, 15.06.2021.| 12:48
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

Dejan Turk, CEO von A1 Slowenien und A1 Serbien - Ein guter Manager motiviert seine Mitarbeiter durch persönliches Beispiel, Taten sind wichtig, nicht Worte

(FotoA1)
Nach seinem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien begann Dejan Turk 1995 seine Karriere bei McDonald’s Slowenien, bevor er 2004 in die Welt der Telekommunikation einstieg. Seit dem 1. Juli 2015 ist er General Manager von A1 Serbien und A1 Slowenien.

Im Interview für eKapija verrät er, wie seine und die Entwicklung des Unternehmens aussah, was die neuen Ziele und Bestrebungen sind und wies auch auf die Rolle des Generaldirektors und die Essenz der Definition eines "guten Managers" hin.

Sie sind seit 2004 im Unternehmen und seit 2015 Geschäftsführer von A1 Serbien und A1 Slowenien. Wenn Sie auf die Jahre zurückblicken, woran erinnern Sie sich besonders? Würden Sie etwas daran ändern?

Es gab viele schöne sowie einige herausfordernde Momente, aber es ist ein fester Bestandteil jedes Geschäfts. Manchmal laufen die Dinge nicht so, wie Sie es sich vorstellen, aber jede Herausforderung ist auch eine Lektion, die Sie erkennen müssen. Es gibt viele Momente, die ich in Erinnerung behalte: die Ankunft in Serbien, das Leben in einer neuen Umgebung, Kultur und unter Menschen, die als Start-up begonnen haben, um zusammen mehr als 2,4 Millionen Nutzer zu erreichen. Wir sind hier fast eineinhalb Jahrzehnte präsent und in dieser Zeit haben wir versucht, den Telekommunikationsmarkt zu prägen. Nutzer erkennen uns noch immer an den ersten unlimitierten Tarifen, der Einführung des 4G-Netzes, dem Virtual Store, aber auch zahlreichen sozialverträglichen Projekten wie A1 Kinoteka (Kinemathek), Ekomotivacija (Umweltmotivation ), Stari znalci (Alte Sachkenner) und Svet kakav zelis (Die Wellt nach deinem Wunsch). Gleichzeitig war mein Wunsch, ein anderes internes Umfeld zu schaffen, denn der Mensch ist die treibende Kraft, von der aus alles beginnt. Sich entspannt fühlen, eine offene Zwei-Wege-Kommunikation und gegenseitige Unterstützung bei der Arbeit und außerhalb haben. Deshalb haben wir vor vier Jahren die modernsten Büros in Belgrad nach dem Open-Space-Konzept geschaffen, wo niemand ein eigenes Büro hat, auch ich nicht. All dies hat uns hierher gebracht, zum nächsten Kapitel, das wir als internationaler Betreiber fortführen, der in sieben Märkten in Südosteuropa tätig ist und mehr als 25 Millionen Nutzer hat. Ich würde nichts ändern.

Sie haben die Möglichkeit, zwei Märkte zu beobachten - Serbien und Slowenien. Was sind die Gemeinsamkeiten und was sind die Unterschiede?

Wenn wir über die Telekommunikationsbranche sprechen, sind beide Märkte sehr wettbewerbsintensiv, Slowenien noch mehr. Wir sind dort ein konvergenter Betreiber, der sowohl ein Mobilfunk- als auch ein Festnetzangebot hat, aber die Konkurrenz ist stärker. Das Land ist kleiner und hat zwei große Betreiber und mehrere virtuelle Infrastrukturen pro zwei Millionen Einwohner, während wir in Serbien drei große Betreiber und ein bis zwei weitere virtuelle haben. Die Entwicklung des Marktes in Slowenien ist etwas stärker, entsprechend den Bedürfnissen der Nutzer und der stärkeren Nutzung digitaler Dienste. In Serbien gibt es unbegrenzte Tarife, aber es ist klar, dass sich diese Trends in Richtung mehr Datenübertragung ändern werden. Wenn wir über Menschen sprechen, hat jeder Markt seine Vorteile. Die Slowenen sind etwas organisierter und halten sich an die Struktur, während das Team in Serbien die Herausforderungen in kürzerer Zeit, mit kleinerem Budget und vielleicht sogar einem besseren Ergebnis löst. Wir haben die Möglichkeit, voneinander zu lernen, neue Fähigkeiten zu entwickeln und in beiden Märkten erfolgreicher zu sein. Das ist großartig, gerade jetzt, wo beide Länder unter der Marke A1 sind.


Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Unternehmens in Serbien?

Die Zukunft wird von einer beschleunigten Digitalisierung und Anwendung neuer Technologien in allen Lebens- und Geschäftsbereichen geprägt sein. Unsere Aufgabe ist es daher, den Benutzern den Übergang in diese digitale Welt so einfach wie möglich zu machen und ihnen zu helfen, aus der Vielzahl das Beste von Wahlmöglichkeiten für sich auszuwählen. Als Teil der A1 Group haben wir die einmalige Chance, Zugang zu innovativen Produkten und originellen Dienstleistungen zu erhalten, die wir durch die Synergie von sieben Ländern auf dem heimischen Markt anbieten werden. Bereits zu Beginn der neuen Phase haben wir Alpha-Telefone eingeführt, sind derzeit der einzige Betreiber mit einer eigenen Gerätemarke in Serbien und arbeiten hart an Netzverbesserungen, für die wir in diesem Jahr erhebliche Investitionen vorgenommen haben, drei mal höher als in den Vorjahren. Mehr als 70% unserer Infrastruktur werden verbessert und damit die Erfahrung unserer Benutzer, insbesondere in der Vojvodina und im Raum Belgrad. Gleichzeitig bereiten wir damit unsere Infrastruktur auf kommende neue Technologien vor. In erster Linie meine ich 5G, das zur Digitalisierung des ländlichen Raums beitragen wird, aber auch zur Verbesserung von Bereichen wie Telemetrie, Verkehr, Energie, Umweltschutz, Landwirtschaft, Industrieproduktion usw. Der nächste wichtige Schritt sind die digitalen Dienste rund um Sicherheit und Schutz im Internet, für die sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich ein großer Bedarf besteht.


Wie würden Sie die Rolle des CEO eines großen Unternehmens einschätzen? Was sind die Herausforderungen und was ist die Freude daran?


Die Möglichkeit, große Systeme über verschiedene Branchen hinweg kennenzulernen, hatte ich schon in jungen Jahren, als ich für McDonald’s arbeitete, wo ich von der untersten Position in die Leitung von Restaurants in zwei Ländern wechselte. Diese Erfahrung aus erster Hand hat mir gezeigt, wie ich aus meinen Fehlern lernen und mich und mein Geschäft am besten organisieren kann. Wir leben in einer Zeit des schnellen Wandels und steigender Ansprüche der Anwender, was gerade in einer so dynamischen Branche wie der Telekommunikationsbranche vielleicht die größte Herausforderung darstellt. Der Schlüssel ist, sich nie „zu weit“ vom Endbenutzer zu entfernen. Ich gehe oft in unser Call Center und höre zu, was Kunden sagen, ich spreche so oft ich kann mit unseren Mitarbeitern, ich kenne fast jeden von ihnen. CEO zu sein bedeutet, sich möglichst vieler Dinge bewusst zu sein, die in Ihrem Unternehmen passieren, die kommenden Herausforderungen zu antizipieren und ständig zu lernen und an sich selbst zu arbeiten.


Sie haben viele renommierte Auszeichnungen gewonnen, darunter den Manager des Jahres. Was sind die Merkmale eines erfolgreichen Managers und welchen Rat würden Sie denjenigen geben, die die führenden Positionen innehaben oder anstreben?

Diese Anerkennung freut mich ganz besonders, denn sie kommt aus meiner Branche, und ich fühle mich umso mehr geehrt, als erster Ausländer diesen Titel zu erhalten. Es reicht nicht aus, nur über gute organisatorische Fähigkeiten zu verfügen, Sie müssen auch ein gutes Vorbild für ihre Mitarbeiter und Kollegen sein. Eine gute Führungskraft zu sein bedeutet, dass Sie Ihre Mitarbeiter durch persönliches Vorbild motivieren, stimulieren und ermutigen, Standards zu setzen, die Sie selbst erfüllen. Es ist wichtig, konsequent zu sein und sich mit Taten zu beweisen, nicht nur mit Worten. Vor allem braucht man Einfühlungsvermögen, den Aufbau und die Pflege eines Gemeinschaftsgefühls, in dem jeder seine Meinung äußern kann.


Schaffen Sie die Balance zwischen Arbeit und Freizeit und was ist Ihre Empfehlung für die Entspannung oder die „Flucht“ vom Stress?

Es ist sehr wichtig im Leben eine Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Es bedarf vor allem einer guten zeitlichen Organisation. Die Produktivität hängt maßgeblich davon ab, wie zufrieden Sie mit den Arbeitsbedingungen sind. Das Unternehmen A1 Serbien ist das erste im Land mit einem familienfreundlichen Zertifikat und wir versuchen wirklich, dass sich alle Mitarbeiter als Teil einer Familie fühlen. Wir sind hier, um uns in jeder Situation gegenseitig zu ermutigen und zu helfen. Mein größtes Refugium ist meine Familie, mit der ich versuche, so viel Zeit wie möglich zu verbringen, und außerdem betreibe ich gerne Sport in verschiedenen Disziplinen, weil so Körper und Geist am besten gefördert werden.
Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.
Verfolgen Sie Nachrichten, Angebote, Zuschüsse, gesetzliche Bestimmungen und Berichte auf unserem Portal.
Testiraj besplatno!
Melden Sie sich für unseren täglichen Wirtschafts-Newsletter an, den Sie am Ende jedes Arbeitstages an Ihre E-Mail-Adresse erhalten .
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.
Kostenlos testen!
Testiraj besplatno!
Vollständige Informationen sind nur kommerziellen Nutzern - Abonnenten verfügbar.
Testiraj besplatno!

Um alle Informationen zu sehen, loggen Sie sich, bitte, ein:
Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER
Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER