Quelle: Tanjug | Montag, 28.07.2014.| 02:06
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EPS fordet Preissteigerung um 15%?

Die Stromgesellschaft "Elektroprivreda Srbije" schlug der Regierung Serbiens eine Preissteigerung um 15% ab dem September dieses Jahres vor. Der Premier Aleksandar Vučić forderte eine zusätzliche Analyse des Antrags sowie die dringende Sanierung der finanziellen Situation im Unternehmen, schreibt "Blic".

- Führen sie zunächst die Umwandlung in die Aktiengesellschaft zu Ende, kündigen sie überschüssige Manager und verhindern den unnötigen Abfluss von Geldmitteln, und dann können wir die Preissteigerung überlegen - so Vučić.

Die Umwandlung in die Aktiengesellschaft lasse sich, laut Worten des serbischen Premiers in einem Monat vollenden.

Wenn die Regierung dem Vorschlag zustimmt, müssen wir mit einer Preissteigerung um 10-12% rechnen.

Bei den Verhandlungen mit Vertretern der internationalen Kreditinstituten in den vergangenen Jahren wurde der Strompreis nicht einmal erwähnt, behauptet die Quelle von "Blic". Beide Seiten waren einverstanden damit, dass der Preis allmählich den Marktpreis erreichen sollte.

- Hochwasserschäden sollten nicht in Zusammenhang mit der Korrektion der Strompreis gebracht werden. So etwas war unausweichlich. Die Überschwemmungen waren nur ein zusätzlicher Grund dafür, dass man dieses Thema schon jetzt erörtert - sagt diese Quellen.

Der designierte Finanzminister Dušan Vujović sei im Prinzip nicht gegen der Preissteigerung, aber er besteht auch auf der möglichst schnellen Umwandlung in die Aktiengesellschaft sowie auf der Durchführung von Sparmaßnahmen.

- Die Preissteigerung hat keinen Sinn ohne ein professionelles und verantwortliches Management. Höhere Preise wären ansonsten völlig effektlos und würden nur für die Erhöhung von bereits riesengrößen Gehältern genutzt werden - so Vujović.

EPS: Wir haben keine Preissteigerung gefordert

Die Stromgesellschaft "Elektroprivreda Srbije" dementiert aber die Spekulationen darüber, dass sie die Preissteigerung gefordert hat.

Auf die Frage der Presseagentur "Tanjug" zur Richtigkeit der Informationen über die Preissteigerung um 15% ab dem September, antworteten Verantwortlichen in EPS, dass sie so etwas nicht verlangt hätten.

EPS erinnerte zugleich daran, dass die Korrektion der Preise, dem Energiegesetz zufolge, nur die Energiebehörde erlauben kann.

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