Quelle: eKapija | Dienstag, 27.05.2014.| 17:31
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Baubeginn im Juni, unabhängig von der Ausschreibung - Projekte werden vorbereitet, Fertighäuser bereit für überflutete Gebiete

(FotoSuzana Obradović)
Absoluten Vorrang bei der Sanierung von riesengroßen Hochwasserschäden in Serbien haben Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Wohngebäude, gab das Ministerium für Bauwesen, Verkehr und Infrastruktur bekannt.

Der Wiederaufbau der durch Hochwasser beschädigten und zerstörten Infrastruktur beginnt im Juni dieses Jahres, teilte der Staatssekretär des erwähnten Ministeriums Dejan Trifunović mit. Bis 30. Mai dieses Jahres sollten alle überfluteten Gemeinden die ersten Berichte über Hochwasserschäden vollenden und dem Ministerium zustellen., kündigte er an.

Experten bereiten sich schon für die Sanierung von Hochwasserschäden in betroffenen Gebieten vor. Die Bauindustrie behauptet, dass es genug Baumaterial für den Umbau und Wiederaufbau von Objekten gibt, und Bauunternehmen bereiten sich für den Baubeginn vor. Ohne präzise Angaben ist es noch immer unbekantn, wie viel und was für neue Gebäude zu bauen sind. Der Staat hat noch nicht beschlossen, wie man Bauunternehmen für den Wiederaufbau engagieren wird, durch Asuschreibungen oder direkte Verhandlungen.

Neue serbische traditionelle Häuser

Das Bauministerium schlug vor, dass Hauptprojekte der sogenannten "serbischen Häuser", die Bürgern kostenfrei zur Verfügung stehen, jetzt als Vorbild für neue Häuser für Flutopfer genutzt werden, erfährt das Wirtschaftsporal "eKapija".

- Die Idee ist da, und wir versuchen Momenten, eine entsprechende Methodologie für die Erstellung von Projekten zu entwickeln. Man hat noch früher Vorentwürfe vorbereitet, und später jedem Intressenten einen besonderen Hauptprojekt erstellt. Wir brauchen jetzt Architekten, die uns typische Hauptprojekte erstellen würden - sagte Nikola Jovanović aus dem Bauministerium für unser Portal, Mitglied der Kommissin für die Auswahl der Vorentwürfe der "typischen serbischen Häuser".

Einer der Vorentwürfe für das typische serbische Haus
Einer der Vorentwürfe für das typische serbische Haus

Die Stadt Valjevo hat bereits das Design der zu bauenden Häuser beschlossen. 16 neue typische Häuser sollte man für 42 Bewohner des Dorfes Rebelj errichten, weil ihre Häuser durch einen Erdrutsch vom Berg Medvednik entweder zerstört, oder zu schwer beschädigt sind. Es handelt sich um typische Häuser des Projektbüros "Krsmanović", die man nach einem starken Erdbebeni m Landbezirk Kolubarski okrug 1999 erstellte, von 35, 62 und 87 m2, abhängig von der Anzahl der Familienmitglieder., erklärte die Direktion für Bebauungsangelegenheiten dieser Stadt.

Mehrere tausend neue Häuser

Es wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben, wie viel Objekte sich sanieren lassen, und wie viel man wieder bauen muss. Nach bestehenden Angaben wurden 1.700 Objekete völlig ruiniert, und wie viel beschädigte Objekte abzureißen sind, sollte erst ermittelt werden, erfährt das Wirtschaftsportal "eKapija" von Goran Rodić, Vizepräsidenten der Bau- und Ingenieurkammer.

- Es ist noch immer unbekannt, wie hoch der Gesamtschaden ist. Die gebildete Kommission registriert momentan durch Hochwasser betroffene Objekte in den überfluteten Gebiete. Sie werden demnächst schätzen, welche Objekte sich sanieren lassen und welche wir abreißen müssen. Es ist gewiss, dass wir mehrere tausend neue Objekte bauen müssen - sagte Rodić dem Portal "eKapija".

Projekte zur Sanierung sollten möglichst schnelle vollendet werden, um mit dem Umbau bald zu beginnen, meint Rodić.

- Wir müssen den Zustand der von Erdrutschen zerstörten Objekte schätzen und feststellen, ob man auf solchen Gelände Häuser bauen darf. Das ist sehr schwer, weil wir mit Sicherheit sagen müssen, ob diese Gelände in der Zukunft von Erdrutschen gefährdet sind - unterstreicht unser GAst.

(Fototanjug)

Fertighäuser bereit

Der Vizepräsident der Bau- und Industriekammer erinnert, dass in Serbien 30.000 m2 von Erdrutschen gefährdet sind. Niemand kann vorhersagen, wenn diese Erdrutsche aktiv werden. Die Kammer empfiehlt den Bau von Fertighäusern auf solchem Boden.

- Wir werden vorschlagen, dass man auf dem von Erdrutschen gefährdeten Boden, sowie in allen Ortschaften in den Bergen, Fertighäuser errichtet, um Bewohnern dieser Gegenden ein Dach über dem Kopf vor dem Winter zu sichern. Es gibt genug einheimische Hersteller, so dass wir diese Objekte sehr schnell sichern können.

Im Flachland kann man auch typische oder Fertighäuser errichten, aber das hängt von Inhabern ab, glaubt Rodić.

Die Entscheidung darüber, ob man Mauerwerke oder Fertighäuser bauen wird, sollte von Experten und in Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung und Staatsbehörden getroffen werden, unter Berücksichtigung mit den konkreten Bedürfnissen einer Gegend, Verfügbarkeit der notwendigen Materialien, Ausstattung, Arbeitskräfte und Geld, unterstreicht man in der Ingenieurkammer Serbien.

- Wir hoffen darauf, dass kommunale Verwaltungen über präzise Informationen zur Anzahl von Projektbüros und Bauunternehmen auf ihren Territorien verfügen, sowie zur Produktion von Baumaterial, Kapazitäten der Bauindustrie, Ausstattung, Technologie und Personal. Alle Informationen über zur Verfügung stehenden Ressourcen sollten in einer zentralen Datenbank einer der Staatsbehörden, vielleicht der Wirtschaftskammer Serbien gespeichert werden. Sie könnten dann gleichmäßig gerichtet und nach dem festgestellten Bedarf engagiert werden - sagte Gligor Obrenović, Vizepräsident des Vorstands der Ingenieurkammer Serbien für unser Portal.

Fertighaus "Maker"
Fertighaus "Maker"

Obrenović erinnert daran, dass die Ingenieurkammer Serbien mehr als 26.500 lizenziere Ingenieure aus verschiedenen Bereichen zählt sowie dass sie bereit ist, die fachgerechte Hilfe in allen gefährdeten Ortschaften zu leisten.

Wir fragten das Unternehmen "Maker" mit Sitz in Ivanjica, das Fertighäuser in verschiedenen Teilen unseres Landes bereits errichtete, ob sie bereit sind, Fertighäuser für überflutete Gebiete herzustellen.

- Fertighäuser lassen sich auf jedem Boden bauen. Man muss nur den Boden untersuchen lassen, um den entsprechenden Typ des Fundamet zu wählen. Fertighäuser eignen sich besonders für Berggebiete, weil sie viel leichter und dehhalb schneller lieferbar sind - sagte Vladan Maričić, Direktor von in Ivanjica ansässigen Unternehmen "Maker". für unser Portal.

Ein durchschnittliches Haus von 60 m2 lässt sich in 4 Tage bauen. Der Innenausbau - Bad, Anschluss an das Stromnetz, Verlegung von Fußbodenbelägen und Stormstein - verlang auch nicht viel Zeit. Das kostet 185 EUR/m2 mit MwSt. Gespendete Dachziegel, Fenster und Türen könnten diesen Preis verringern - erklärt unser Gast.

Ausschreibung oder direkte Verhandlungen

Im Falle eines größeren Auftrags sollte man ein Konsortium bilden, nach dem Vorbild von Kraljevo, nach dem Erdbeben 2010, unterstreichen Vertreter von "Maker".

- Man hat damals eine Vereinbarung zwischen Gemeinden abgeschlossen. Kraljevo hat ein direktes Abkommen mit der Gemeinde Ivaljica, bzw. mit einem Konsortium unter der Leitung der Direktion für Bebauungsangelegenheiten der Gemeinde Ivanjica. Andere Hersteller haben die Bedingungen nicht erfüllt. In Ivanjica gibt es mehrere Hersteller von Fertighäusern und wir verfügen über genug Rohstoffe dafür. Wir sind deshalb in der Lage größere Mengen zu liefern - sagt Vladan Maričić.

Der Staat hat noch nicht bekannt gegeben, wie man den Wiederaufbau nach dem Hochwasser organisieren wird.

Goran Rodić, Vizepräsident der Bau- und Industriekammer glaubt, dass man natürlichen Personen Geld aus einem Fonds, aufgrund des ermittelten Schadens, bereitstellen wird, so dass sie sich selbst für einen Hersteller entscheiden können.

- Die Kommission für die Ermittlung von Hochwasserschäden wird bestimmen, wie man das tun sollte. Öffentliche Objekte sind im Zuständigkeitsbereich der kommunalen Verwaltungen. Man sollte sich auf das Gesetz zur Förderung der Bauwirtschaft in der Zeit der Krise berufen, das Gemeinden erlaubt, sich aufgrund einiger Angebote direkt mit einem Hersteller zu vereinbaren.

Im Falle, dass man sich für direkte Verhandlungen entscheidet, wird man sicher noch eine Kommission bilden, um eventuellen Missbrauch zu verhindern.

Suzana Obradović

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