Quelle: eKapija | Montag, 12.05.2014.| 03:31
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Schuldner bremsen Unternehmer - Es ist gewiss, dass 80% kleiner und mittlerer Unternehmen ihre Forderungen nicht eintreiben werden, sogar nach der Abänderung des Privatisierungsgesetzes

Durch eine Intervention der Regierung Serbiens, die am Dienstag (6. Mai 2014) Abänderungen und Ergänzungen des bestehenden Gesetzes über Privatisierung beschloss, sollten alle momentan sanierten Unternehmen vor der Zwangsvollstreckung in den folgenden 5 Monaten geschützt sein. Der Staat und gesellschaftliche Unternehmen werden ihre Forderungen aus der Zeit vor 2008 stoppen, aber private Gläubiger können ihre Ansprüche nach der Verabschiedung des Gesetzes eintreiben. Private Gläubiger können unterbrochene Gerichtsverfahren fortsetzen und neue starten.

Die Nachricht hat Unternehmer im ersten Augenblick erfreut, aber sie sind weiterhin misstrauisch. Wegen der neuen Prozedur müssen sie auf ihre Forderungen mindestens 150 Tage warten, und sogar dieser Beschluss der Regierung Serbiens kann ihnen bei der Ausübung der geschäftlichen Tätigkeit stören.

Es wäre unmoralisch, dass Klein- und Mittelstandsunternehmen sanierte Unternehmen kreditieren, indem sie ihre Forderungen nicht eintreiben dürfen. Das neue Gesetz wird das nicht erleichtern, glaubt Milan Knežević, Vorsitzender der Kammer kleiner und mittlerer Unternehmen.

- Rechtsstreite werden sich wegen der Umstrukturierung verzögern. Ein Teil der Unternehmen wird sicher liquidiert, ein Teil kleiner Unternehmen ist pleite gegangen, ohne ihre Forderungen einzutreiben. Ich glaube deshab nicht, dass Klein- und Mittelstandsunternehmen ihre Forderungen eintreiben werden.

Man sollte privaten Unternehmen den Vorrang bei der Eintreibung der Forderungen geben, sagt Knežević in einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija".

- Auf diese Weise wird es nur einer unbedeutenden Anzahl von privaten Gläubigern gelingen, ihre Forderungen einzutreiben - 80% von Klein- und Mittelstandsunternehmen könen damit nicht rechnen.

Sanierte Unternehmen werden sicher eine große Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen ruinieren, indem sie ihre Forderungen nicht eintreiben können, warnt der Gast von "eKapija".

Ruinierung von Kleinen

Ljiljana Stanojević, Inhaberin des Metall verarbeitenden Unternehmens "Stanojević" mit Sitz in Valjevo und einer zwei Jahrzehnte langen Tradition, arbeitete mehrere Jahre mit Ikarbus udn IMT. Diese zwei Unternehmen schulden ihr ca. 1,4 Mio. Dinar. Das Berufungsgericht hat noch vor 4 Jahren zu ihren Gunsten entschieden, aber sie hat ihre Forderungen nie eingetrieben. Deshalb hat sie große Probleme im Geschäft.

- Ich schulde Steuer, hat Probleme mit meinen Lieferanten, kann keinen Kredit aufnehmen, weil ich wegen der Zusammenarbeit mit sanierten Unternehmen zu einer risikoreichen Gruppe gehöre. Als verantwortliche Unternehmerin muss ich mein Vermögen verkaufen, um meine Verpflichtungen zu erfüllen - sagt Stanojević für "eKapija".

Sie glaubt nicht, dass das abgeänderte Gesetz über Privatisierung zur Verbesserugn führen könnte.

- Wir möchten nur unser Geld zurückbekommen, um unsere Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Wir hoffen auf die Veränderung, glauben aber nicht daran. Wir begreifen, dass der Staat finanzielle Probleme hat, aber solche Probleme lassen sich lösen. Die Eintreibung von Schulden verzögert sich seit Jahren, und der Staat könnte uns auch Fristen für die Bezahlung von Steuern und Abgaben verlängern. Wir würden sogar Schuldverschreibungen statt Geld akzeptieren, weil wir mit ihnen unsere Verpflichtungen gegenüber dem Staat erfüllen könnten.

Der Vorschlag hat sich zu einer seriösen Initiative des Verbandes der Geschäftsfrauen (UPŽ) entwickelt. Sie glauben, dass man nur jene Unternehmen retten sollte, die überleben können, aber nicht indem man Klein- und Mittelstandsunternehmen ruiniert.

Entwurf des Gesetzes über Privatisierung

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