Quelle: eKapija | Mittwoch, 25.12.2013.| 16:18
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Reformen sind unausweichlich - 90% der österreichischen Unternehmer findet Geschäftsumfeld in Serbien herausfordernd

Fast 90% der österreichischen Unternehmer in Serbien findet die aktuelle Wirtschaftslage unseres Landes sehr schwierig und herausfordernd, erwies eine Umfrage, die das AußenwirtschaftsCenter Belgrad zum zweiten Mal hintereinander durchgeführt hat.

Mehr als 50% der Befragten ist der Meinung, dass sich die Situation 2014 nicht viel im Vergleich zu 2013 verändern wird. 34% blicken mit Optimismus in die Zukunft und rechnen mit einem Aufwärtstrend 2014. Viel besser wird aber die Geschäftslage des eigenes Unternehmens wahrgenommen. 66% sind mit den Ergebnissen zufrieden, 7% finden sie sogar sehr gut.

Über dreißig Prozent der teilnehmenden Firmen geben trotz der genannten Schwierigkeiten für ihr eigenes Unternehmen eine positive Prognose für das kommende Jahr ab. Zum jetzigen Zeitpunkt geben 38 Prozent an, dass der Umsatz in ihrem Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, die Mehrheit (etwa 60 Prozent) verzeichnete keine Veränderung bei Beschäftigtenzahl und Investitionen.

Über einen Zeitraum von knapp vier Wochen wurden 567 Geschäftsführer österreichischer Tochterunternehmen in Serbien anonym und online befragt. Die Ergebnisse stützen sich auf eine Rücklaufquote von 21,5 Prozent (122 Unternehmen). Der Fragebogen stand in der Zeit vom 30. Oktober 2013 bis 22. November 2013 zur Verfügung und war in Deutsch und Serbisch verfasst.

Bei den Standortbedingungen sehen 62 Prozent der teilnehmenden Firmen großen Aufholbedarf, ein Drittel bewertet sie mit befriedigend. An der Spitze stehen Korruptionsbekämpfung, Verbesserung der Zahlungsmoral und gleiche Rahmenbedingungen für Wettbewerber, gefolgt von Qualität der Arbeitnehmer und die weitere EU-Annäherung Serbiens.

Aber gerade diese als sehr wichtig beurteilten Bereiche gelten als Schlusslichter hinsichtlich der Zufriedenheit und verlangen nach einer Vertiefung der begonnenen Reformen. Die größte Zufriedenheit herrscht bei der Qualität und Verfügbarkeit der Arbeitnehmer und lokalen Zulieferer in Serbien.

- Investoren erwarten Fortsetzung des Reformprozesses und die neuen Reformen. Österreichische Unternehmen glauben an die wirtschaftliche Zukunft Serbiens. Gute Zulieferer und günstige Arbeitskräfte sind positive Sachen. Es gibt gute Ideen, aber wir möchten ihre Realisierung möglichst schnell sehen - sagte Andreas Haidenthaler, Handelsberater im AußenwirtschaftsCenter Belgrad.

In Serbien sind ca. 450 österreichische Unternehmen tätig.

- Österreichische Unternehmen sind der größte ausländische Investor in Serbien. Sie planen ihre Aktivitäten in diesem Lang langfristig und sorgfältig. Diese Unternehmen haben bisher, Angaben der Zentralbank Serbiens zufolge, 2,9 Mrd. Euro in Serbien investiert.

Erwartungen an die Regierung

In der Rubrik Wünsche und Erwartungen der Unternehmen an die Regierung in Serbien waren Mehrfachnennungen möglich.

Der Großteil der Befragten (jeweils etwa 80 Prozent) wünscht sich von der serbischen Regierung mehr Rechtssicherheit und unterstützt das Engagement bei der Bekämpfung der Korruption.Drei Viertel erhoffen sich einen Abbau der Bürokratie und 72 Prozent sehen Stabilität der Währung und eine Annäherung an die EU (62 Prozent) gerade für weitere Investitionen als unumgänglich.

Wenn auch die allgemeine Wirtschaftslage kritisch betrachtet wird, so blicken 33 Prozent der zukünftigen Entwicklung ihrer Branche positiv entgegen und gehen von einer Verbesserung der Situation aus.

Vergleich zu 2012

Im Vergleich zur vorjährigen Umfrage wurde dieses Jahr zwar die allgemeine Wirtschafslage Serbiens etwas schlechter eingeschätzt, die Situation der Unternehmen hat sich jedoch kaum verändert.

Geringe Unterschiede bestehen bei der Einschätzung der wirtschaftsaussichten für Serbien sowie für die eigene Branche. Die Mehrheit der Befragten (knapp 50%) erwartet keine großen Veränderungen, weder für die allgemeine Wirtschafslage noch für die jeweilige Branche.
Eine rasche Umsetzung der angekündigten Reformen ist gerade im Hinblick auf die Standortbedingungen unumgänglich. Wurden sie 2012 noch von 26% der Befragten als gut und sehr gut eingeschätzt, so sind dieses Jahr nur noch 7% gleicher Meinung.

Berichten 2012 noch 60 Prozent eine Umsatzsteigerung, waren es 2013 nur noch 38 Prozent der Unternehmen. Gleiches gilt für Beschäftigtenzahl und Investitionen.

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