Quelle: Blic | Freitag, 25.10.2013.| 12:44
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Radulović bietet Banken "Galenika" - Bankiers nicht bereit, Forderungen in Aktien umzutauschen

(Fotob)
Der serbische Wirtschaftsminsiter, Saša Radulović, bot Kreditgebern, die Forderungen gegenüber dem Pharmaunternehmen "Galenika" in Aktien umzutauschen. Diese Möglichkeit sei, wie die Belgrader Tageszeitung "Blic" erfährt, von den Bankiers nicht akzeptiert. Sachkundige behaupten auch, dass man seitdem immer häufiger das Wort Insolvenz bei Verhandlungen über "Galenika" hören kann.

Vertreter von Banken, denen "Galenika" mehrere Mio. Euro schuldet, wurden Anfang Oktober vom Minister Radulović zu Verhandlungen im Ministerium eingeladen. Auf seine Idee, das Pharmaunternehmen durch Konversion seiner Schulden in Aktien zu retten, reagierten anwesende Bankiers mit Widerstand.

"Galenika" schuldet fast 200 Mio. Euro, viermal mehr als der Wert des Unternehmens. Der größte Gläubiger ist, wie "Blic" berichtet, die UniCredit Bank (59 Mio. Euro). Ihr folgen die AIK Bank (22,5 Mio. Euro), Societe Generale (15), Komercijalna (12,5 Mio) und Erste Bank (11,5). "Galenika" hat auch die Rechnungen für Gas nicht bezahlt und schuldet 11 Mio. Euro dem Gasanbieter "Srbijagas".

- Welche Bank würde sich am Unternehmen wie "Galenika" oder einem anderen beteiligen. Jeder weiß, was das Kerngeschäft einer Bank ist. Wie konnten wir uns mit Medikamenten, Äckern usw. beschäftigen. Die Banken würden lieber einen Teil der Schuld abschreiben oder der Umschuldung zustimmen, als die Idee des Ministers akzepteieren - erfährt die Zeitung von einem der Gläubiger.

Zdravko Krunić, Mitglied des Exekutivrats der Societe General, behauptet, dass die Banken momentan mit dem Wirtschaftsministerium intensiv verhandeln. Die Konversion der Schuld ins Kapital sei nur ein Vorschlag des Wirtschaftsministers, die definitive Entscheidung darüber kann nur die Regierung treffen, unterstreicht man im Ministerium.

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