Quelle: Tanjug | Dienstag, 16.07.2013.| 16:26
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Banken versteckten 50 Mio. Euro - Zentralbank verschärft Aufsicht ber Kreditinstitute in Serbien

Die Zentralbank Serbiens (NBS) analysiert intensiv in den letzten Wochen die Ergebnisse von 13 Banken in Serbien, weil sie die Gültigkeit der Daten in den eingereichten Geschäftsberichten bezweifelt. Der Unterschied zwischen dem angezeigten und dem Ist-Zustand erreicht 50 Mio. Euro, berichtet "Blic" in der heutigen Ausgabe.

Unter der Lupe sind sowohl einheimische als auch ausländische Banken mit verschiedenen Marktanteilen, schreibt die Tageszeitung.

Es handelt sich nur um die regelmässige Kontrolle, erklärte die Zentralbankpräsidentin, Jorgovanka Tabakovic, für "Blic".

- Wir ergreifen nur die regelmässigen Maßnahmen. Niemand wird verschont, wir möchten keine Signale senden, sondern nur unsere Tätigkeit ausüben - so Tabakovic.

Unter Berufung auf die Quellen in Bankkreisen berichtet die Tageszeitung, dass die Kontrolle der Banken in Serbien erheblic verschärt ist.

Und wie vorsichtig man sein muss, wenn es um die Kontrolle der Entwicklungen im Banksektor geht, hat die Zentralbank auf die harte Tour gelernt. Der Staat mus einen hohen Preis dafür zahlen - fast 200 Mio. Euro in diesem Jahr für Verluste der staatlichen Banken "Agrobanka" und der Entwicklungsbank der Wojwodina.

Sachkundige behaupten, dass der Staat weitere 400 Mio. Euro für die Sanierung dieses zwei Banken verbraucht hat.

Der Staat hat in beiden Fällen, die Verluste der Banken gedeckt, obwohl die staatliche Haftung für Anlagen auf 50.000 Euro begrenzt ist, schreibt "Blic".

Beim neuesten Haushaltsausgleich wurde beschlossen, dass der Staat in der Zukunft keine Verluste über das gesetzliche Limit deckt.

Das bedeutet, dass alle mit Anlagen über 50.000 Euro im Falle einer Insolvenz einen großen Schaden erlitten werden. Der Internationale Wärhungsfonds warnte vor kurzem in einem Bericht vor der möglichen Unstabilität im Banksektor.

- Der Finanzsektor in Serbien war bisher stabil. Die Kapitalisierung und die Indikatoren der Liquidität waren hoch. Die neuesten Angaben weisen auf die Schwächen bei manchen staatlichen Banken. Die Bekämpfung der Faktoren, die das Wachstum im Kreditsektor bremsen, und die Verringerung der Empfindlichkeit des Banksektors gehören zu unseren Prioritäten - sagten die IWF-Experten im Bericht.

32 Banken waren, nach Angaben der Agentur für Handelsregister im Vorjahr in Serbien tätig, 22 hatten eine positive Bilanz, 10 von ihnen verbuchten Verluste.

Die Banca Intesa ist Nr. eins mit einem Gewinn von 9,49 Mrd. Dinar. Ihr folgen die Raiffeisen Bank mit 5,78 Mrd. Dinar, UniCredit mit 4,4 Mrd., Komercijalna banka mit 4,12 Mrd. und AIK Banka mit 3,64 Mrd.

Die größten Verluste im Vorjahr verbuchten die Entwicklungsbank der Wojwodina mit 14,4 Mrd. Dinar, die NLB Bank mit vier Mrd., die Alpha Bank mit 2,9 Mrd., Vojvodjanska banka mit 1,9 Mrd. Dinar und die Piraeus Bank mit 1,3 Mrd.

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