Quelle: Blic | Mittwoch, 08.05.2013.| 15:38

Neue Chance für Fabrik in Priboj - Vier ausländische Unternehmen möchten FAP kaufen

Italienische Firma, die Interesse für die Privatisierung des Kfz-Herstellers "Fabrika automobila Priboj" (FAP) zeigt und deren Identität geheim gehalten wird, ist angeblich nicht der einzige Kandidat für die Übernahme des ehemaligen jugoslawischen Automobilriesen. Der Staat und die Geschäftsleitung von FAP verhandeln über eventuelle Partnerschaft mit weiteren drei ausländischen Interessenten, erfährt "Blic".

- Nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Prishtine erhielten wir seriöse Angebote für Investitionen in FAP. In diesem Falle handelt es sich um eine italienische Firma, aber es gibt auch Interessenten aus anderen Ländern - sagte der Vizepremier Aleksandar Vucic.

Diese Worte werden aus Priboj bestätigt. Lazar Rvovic, Bürgermeister, entdeckt, dass die Verhandlungen mit Italiener weit fortgeschritten sind, aber dass man noch drei seriöse Angebote überlegen muss.

- Der Staat will die Identität des italienischen Unternehmens nicht enthüllen, aber mir ist bekannt, dass an Verhandlungen sowohl der Präsident Nikolic, als auch Vizepremier Vucic und Minister Dinkic teilnehmen. Paralell dazu verhandelt man mit MAZ aus Weißrussland, mit mit der täglichen Produktion, die unsere jährliche übersteigt, ferner mit "Albayrak" aus der Türkei, die unlängst eine Delegation aus FAP empfangen hat sowie mit dem russischen "Liaz", bekannt für die Herstellung von Bussen. Alle Kandidaten sind sehr erfolgreiche Unternehmen und sie bieten unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit - sagt Rvovic. Die definitive Entscheidung sollte bald getroffen und das Unternehmen privatisiert werden, fügt er hinzu.

- FAP lebt noch immer nur dank Subventionen. Die Regierung Serbiens hat dieses Werk in eine Sozialanstalt verwandelt und sich dadurch in den letzten 12 Jahren maximal erschöpft. Das wird sich bald ändern - unterstreicht Rvovic.

FAP war schon zweimal vor der Privatisierung, aber beide Versuche sind gescheitert. Im Vorjahr war hier ein Konsortium der Unternehmen "Team Constructions Investments" aus London und "Fincom Capital" aus Kiew. Erst nach der Eröffnung stellte man fest, dass es um eine unseriöse Angebot geht. Anfang 2011 haben alle mit einer Übernahme seitens des chinesischen Lkw-Herstellerrs "Don Feng" gerechnet, aber man konnte sich nicht über die Verluste des Unternehmens einigen. Chinesische Investoren bestanden darauf, dass alle Verluste von FAP gedeckt werden.

Kenan Hajdarevic (LDP), Abgeordnerter aus Priboj und Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Serbischen Parlaments, bestätigt, dass mehrere Investoren Interesse für Investitionen in FAP zeigen. Aber der Weg vom Interesse bis Realisierung ist weder leicht, noch kurz, unterstreicht er.

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