Quelle: eKapija | Montag, 21.11.2011.| 01:05

Belgrad bekommt die erste, 15 km lange U-Bahn-Linie scho 2017 - Französisches Unternehmen "Alstom transport" baut Untergrundbahn in serbischer Hauptstadt

Begrüßungsrede des Bürgermeisters von Belgrad
(Božidar Đelić, Pierre Lallouche und Dragan Đilas)

Die Stadt Belgrad und die Regierungen Serbiens und Frankreichs unterzeichneten am Freitag (18. November 2011) einen Vertrag über die Umsetzung eines der wichtigsten infrastrukturellen Projekte - Belgrader U-Bahn. Belgrader Bürgermeister Dragan Ðilas, Staatssekräter im französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie Pierre Lellouche, und serbischer Vizepremier Božidar Ðelic unterschrieben eine Absichtserklärung für das Projekt der Belgrader U-Bahn. Parallel dazu wurde ein Verständnismemorandum zwischen der Stadt Belgrad und des französischen Unternehmens "Alstom transport" unterzeichnet. Drei Dokumente wurden im Beisein des serbischen Regierungschefs Mirko Cvetkovic unterschrieben.

- Belgrader träumen schon 40 Jahre von der Untergrundbahn. Man hat Pläne gemacht, in der Hoffnung, einmal in der Zukunft, wie andere Europäier eines der schnellsten und hochwertigsten Verkehrsmittel für den Stadtverkehr zu genießen. Wir haben auch mehr als 40 Jahre von einer neuen Brücke über die Save sowie von einer über die Donau, die Syrmien mit Banat verbinden würde, geträumt. Der erste Traum geht allmählich in Erfüllung und wir haben eben Vorbereitungen für den Bau der neuen Donaubrücke getroffen. Uns ist gelungen, viele Entwicklungsträume der Belgrader in den letzten Jahren zu erfüllen. Das ist der beste Beweis dafür, dass die U-Bahn in Belgrad bald die Realität wird, für alle Belgrader und unsere Gäste - sagte der Bürgermeister Ðilas und dankte dabei der französischen Regierug für die Teilnahme am Projekt, nicht nur durch Finanzierung der Machbarkeitsstudie, sondern auch der größten Teil der Kosten für die erste U-Bahn-Linie in der serbischen Hauptstadt.

- "Alstrom" ist eines der weltweit größten Unternehmen in diesem Sektor - erklärte Ðilas und fügte hinzu, dass "Alstom", Regierung Frankreichs und Stadt Belgrad die beste Garantie für "die Umsetzung des Projekts in der folgenden Jahren" seien.

Begrüßungsrede des Bürgermeisters von Belgrad
(Zug von "Alstom")

Der Staatssekretär im französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie Piere Lellouche, wies auf sehr enge und mehr als hundert Jahre alte Beziehungen zwischen Serbien und Frankreich hin.

- Die Untergrundbahn ist immer viel mehr als Verkehrsmittel. Sie stellt eine neue Seite in der Geschichte eueres Landes, nicht nur als Reflexion der modernen Zeit, sondern auch als Beweis für die Zusammenarbeit mit Europa. Nach einer schlechten Zeit, die ihr erlebt habt, bietet Frankreich euch die erhebliche finanzielle Unterstützung, die den Start und die Umsetzung dieses neuen Projekts ermöglicht. Wir möchten möglichst viel französische Unternehmen zu Investitionen in Serbien ermutigen. Frankreich ist bereits der achtgrößte ausländische Investor in Serbien - hob Lellouche hervor.

Serbien braucht starkes Belgrad, um selbst stark zu sein, sagte der für europäische Integrationen zuständige Vizepremer Božidar Ðelic. Es gebe kein erfolgreiches Land ohne eine dynamische, mächtige Hauptstadt, sagte er.

- Für die ausgeglichene Entwicklung der Regionen in Serbien brauchen wir Motoren, infrastrukturelle und wirtschaftliche. Mit dem Projekt der U-Bahn bekommt Belgrad einen von diesen Motoren. Die Regierung Serbiens hat deshalb beschlossen, das Projekt durch Bürgschaft zu unterstützen. Es handelt sich um eine große Chance für Unternehmen aus dem ganzen Land. Frankreich wird uns 3,8 Mio. Euro für notwendige Studien sowie staatliche Garantien für das System und einen Teil der Bauarbeiten geben. Das soll uns die Verschuldung unter äußerst günstigen Bedingungen für die Umsetzung des Projekts ermöglichen - sagte Ðelic.

- Es handelt sich - in aktuellen Marktumständen - um Kredite, die uns auf eine Laufzeit von 15 Jahren und zu einem Zinssatz von 5% gewährt werden sollen. Die erste Rate würde erst in fünf Jahren fällig werden. Es handelt sich um möglichst beste Bedingungen, die Serbien von internationale Kreditinstituten sonst bewilligt werden - präzisierte der serbische Vizepremier.

Die Durchführbarkeitsstudie, die französisches Unternehmen "EGIS Rail" gemeinsam mit serbischen Subunternehmern erstellt, sollte in zwei Phasen realisiert werden: als allumfassendes Konzept und als Ideenprojekt der ersten U-Bahnlinie in Belgrad. Die Linie in Form der Buchstabe "Y" sollte 15 km lang sein, mit 25 Haltestellen und einem Fahrer an jedem Ende, mit Oberleitungen, Stromleitungen und elektronischen und mechanischen Subsystemen. Man sollte eine bilaterale Arbeitsgruppe bilden, die die Erstellung des allgemeinen Konzepts und des Ideenprojekts aufsehen sollte, berichtet "Beoinfo".

Begrüßungsrede des Bürgermeisters von Belgrad

Die erste U-Bahn-Linie, die die Straße Ustanicka im alten Stadtteil mit Novi Merkator und Tvornicka Straße in Neu Belgrad einerseits und den zentrale Bahnhof und Neu Belgrad andererseits verbinden sollte, könnte schon 2017 dem Verkehr übergeben werden.

Die Einführung der U-Bahn sollte zur Erhöhung der Effizienz des öffentlichen Verkehrssystems in der serbischen Hauptstad und dadurch zur Verbesserung der Lebensqualität, der Geschäfts- und Wirtschaftsumfelds beitragen - und das sind die Voraussetzungen für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowohl Belgrads, als auch ganz Serbien.

Das Belgrader Parlament beschloss noch im Juni 2010 die Information über die Erstellung des Dokuments "Belgrader U-Bahn - Grundlage für die Auswahl der Lösung". Die Republik Frankreich hat im Oktober 2010 Interesse für die Teilnahme am Projekt gezeigt und die Spenden für die Erstellung der Machbarkeitsstudie seitens der französischen Firma "Egid Rail" geboten.

Das Parlament der Republik Serbien verabschiedete am 18. Oktober dieses Jahres das Gesetz über die Bestätigung eines Abkommens zwischen Regierungen der Republik Serbien und der Republik Frankreich über strategische Partnerschaft und Zusammenarbeit. Das Abkommen wurde am 8. April in Paris geschlossen. Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen der serbischen und französischen Regierung und der Stadt Belgrad, die akzeptable und vereinbarte Modalitäten für die Umsetzung des U-Bahn-Projekts entalten sollte, beginnt die strategische Partnerschaft mit Frankreich..

Die Alstom Gruppe gehört zu den weltweit führenden Unternehmen, wenn es um die Anwendung von innovatorischen und umweltfreundlichen Technologin für Sektoren wie Energiewirtschaft, Transport und Übertragung von Energie geht. Die Gruppe ist tätig in 100 Ländern weltweit. "Alstom" belegt den zweiten Platz in der Welt, wenn es um den Stadtverkehr geht. Seine U-Bahn-Systeme wurden in Paris, London, New York, Karakas, Singapor und Shangai implementiert. Jeder vierte U-Bahn-Zug stammt von Alstom. Das Unternehmen erzeugt die neue Generation von Straßenbahnen "Citadis", die in 36 Ländern weltweit im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden.

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