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In spätestens 10 Jahren sollen am Ibar 10 Wasserkraftwerke gebaut werden – Italiener nicht mehr im Spiel, EPS übernimmt die Investition

Quelle: eKapija Dienstag, 28.11.2023. 14:44
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Abbildung (Fotoshuttestock.com)Abbildung
Das serbische Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur hat den Änderungsentwurf zum Raumplan des Sondergebiets des Wasserkraftwerksystems am Fluss Ibar zur öffentlichen Einsichtnahme vorgelegt.

Dieses Dokument, das vom Institut für Architektur und Stadtplanung Serbiens in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasserwirtschaft „Jaroslav Černi“ erstellt wurde, plant den Bau von 10 Wasserkraftwerken am Fluss Ibar – WKW Lakat, WKW Maglič, WKW Dobre Strane, WKW Bela Glava, WKW Gradina, WKW Cerje, WKW Glavica, WKW Ušće, WKW Gokčanica und WKW Bojanići.

– Aufgrund der neuen Wirtschafts- und Energiebeziehungen gehört nahezu das gesamte technische Wasserkraftpotenzial Serbiens mittlerweile zur Kategorie des wirtschaftlich nutzbaren Potenzials… Zu den wichtigsten geplanten Systemen gehört das Kaskadensystem am Fluss Ibar mit 10 Laufwasserkraftwerken im Flussbett für große Wassermengen, die die Umgebung nicht gefährden und stattdessen ein integraler Bestandteil des Flusstals sind – heißt es in dem Dokument.

Als Träger der Investition wurde Elektroprivreda Srbije benannt, die die Erstellung der technischen Unterlagen und die gesamte Ausführung der Arbeiten vollständig finanzieren wird. Der Bau und die Inbetriebnahme des gesamten geplanten Systems von zehn Laufwsserkraftwerken sind im Rahmen des Zeithorizonts des Raumordnungsplanes von zehn Jahren vorgesehen.

Der Plan für den Bau von 10 Wasserkraftwerken am Ibar, zwischen Kraljevo und Raška, stammt aus dem Jahr 2010, als Elektroprivreda Srbije und das italienische Unternehmen SECI Energia die Vereinbarung über die Gründung des gemeinsamen Unternehmens Ibarske hidroelektrane unterzeichneten, das die Wasserkraftwerke bauen sollte.

Der Wert der Investition wurde damals auf rund 285 Millionen Euro geschätzt.

Zwei Jahre später wurde der Raumordnungsplan des Sondergebiets des Systems der Wasserkraftwerke am Ibar verabschiedet, der einen Zeitrahmen von fünf Jahren für den Bau von Wasserkraftwerken vorsah.

Geplant war der Bau von Wasserkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 103 Megawatt und einer Jahresproduktion von 420 Millionen Kilowattstunden.

Von da an bis zu diesem Jahr stand das Projekt jedoch still und seit letztem Jahr befindet sich das serbisch-italienische Gemeinschaftsunternehmen (ESP 49 %, SECI Energia 51 %) nach Angaben der serbischen Agentur für Unternehmensregister im Liquidationsprozess.

Der neue Raumordnungsplan ändert einige technische Merkmale der künftigen Wasserkraftwerke hinsichtlich der Länge der Dämme, sodass einige Dämme (unwesentlich) länger und andere kürzer sein werden. Die größten Änderungen sind für das WKW Maglič geplant, dessen neue Dammlänge rund 150 m gegenüber den bisher geplanten 123 m beträgt, sowie für das WKW Bela Glava (130 m statt 117 m), während für das WKW Ušće nach dem neuen Plan Ušće ein kürzerer Damm (155 m statt 231 m) vorgesehen ist.

Weitere Konstruktionsdetails und die energetischen Eigenschaften der künftigen Wasserkraftwerke werden nicht genannt.

Das Projekt sieht auch die Verlegung von Abschnitten der Staatsstraße der I-B-Kategorie Nr. 22 sowie den Bau eines Stromnetzes zur Anbindung der Wasserkraftwerke an das System vor.

– Die Priorität bei der Realisierung des Systems der Wasserkraftwerke, d. h. der ersten Phase der Umsetzung des Plans bis Ende 2028 hat die Verlegung von Abschnitten der Staatsstraße der I-B-Kategorie Nr. 22, der Bau von Zufahrtsstraßen, der Bau von Wasserkraftwerken und des geplanten Stromnetzes – heißt es im Plan.

Wir möchten daran erinnern, dass Elektroprivreda Srbije im März die Ausschreibung für die Erstellung der investitionstechnischen Dokumentation für den Bau von Wasserkraftwerken am Ibar veröffentlicht und damit dieses jahrzehntelange Projekt praktisch wiederbelebt hat.

Die Ausschreibungsunterlagen sahen eine Aktualisierung und Harmonisierung des Raumordnungsplans des Zweckgebiets vor, da das Planungs- und Baugesetz und die dazugehörigen Verordnungen zwischenzeitlich geändert wurden.

Es hieß auch, dass der Bau mit den Erlösen aus Darlehen internationaler Finanzinstitutionen finanziert werden solle.

B. P.
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