Quelle: eKapija | Freitag, 29.04.2011.| 07:20
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"Yu kapital" investiert 10 Mio. Euro in Biomassekraftwerke 2011

Das Unternehmen "Yu kapital" hat vor, zwei Biomassekraftwerke 2011 in Betrieb zu nehmen, gab der Direktor, Marko Krajnčić, unter anderem, in einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija" bekannt.

eKapija: Wie sehen eure Pläne zum Bau von Biomassekraftwerken in Serbien aus?

Wir sind optimistisch, wenn es um die Umsetzung dieses Projekts sowie wenn es um die Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen in Serbien geht. Es gibt, jedoch, manche administrativen Hindernisse, die die Realisierung des Projekts beträchtlich verlangsamt haben. Zum Beispiel: nur das Gesetz über Konversion des Baulandes könnte zu einem sechsmonatigen Bauverzögerung - im besten Falle führen.

Wir möchten 2011 den Bau von zwei Anlagen und 2012 von weiteren drei oder vier aufnehmen. Alle Objekte sollten eine Leistung von 500 kW oder 1 MW haben. Wir rechnen auch, mit Aufträgen andererr Investoren für den Bau ähnlicher Biogasanlagen.


eKapija: Wie hoch ist die optimale Leistung einer Anlage?

- Das hängt, vor allem, von der Verfügbarkeit der Inputs ab, aber auch von den Bedingungen für die Einspeisung ins öffentliche Netz usw. Unsere Kostenrechnung zeigt, dass wir nur in Anlagen mit einer Leistung über 250 kW investieren sollten.


eKapija: Habt ihr Standorte für die Biomassekraftwerke bereits gewählt?

- Ich möchte die Identität unserer Partner noch geheim halten, aber ich kann sagen, dass wir drei Anlagen in der Vojvodina - bei Sombor, Padej und vielleicht eine in der Umgebung von Belgrad bauen werden. Eine oder zwei sollten in der Umgebung von Pirot gebaut werden. Die Entscheidung für Vojvodina ist sehr logisch. Der intensive Getreideanbau in der Provinz garantiert die störungslose Versorgung mit Rohstoffen, die wir für die Energieerzeugung brauchen. In Pirot gibt es viele unbebaute landwirtschaftliche Nutzflächen, was die Suche nach Rohstofflieferanten erleichtert. Investoren aus dieeer Stadt zeigen großes Interesse für die Teilnahme an unseren Projekten.

Wir benötigen mindestens 2 ha für den Bau eines Biomassekraftwerks. Solche Anlagen haben enorme Energiepotenziale - ein Biomasseheizkraftwerk kann nicht nur Strom, sondern auch Wärme bereit stellen, die als Fern- oder Nahwärme oder als Prozesswärme genutzt werden kann - in Wohneinheiten, Industrieanlagen, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Gewächshäusern, Trockenanlagen, ...

(Biomassekraftwerk in Deutschland)

eKapija: Für welche Technologie habt ihr euch entschieden?

- Für die neuesten. Wir haben bereits Kontakt mit deutschen Herstellern aufgenommen, die bisher mehr als 250 Biomassekraft- und -heizkraftwerke gebaut haben und für unterschiedliche Arten organischer Abfälle (Lebensmittelproduktion, Schlachtbetriebe...) spezialisiert sind.

eKapija: Was für Rohstoffe werdet ihr verwenden?

- Organische Abfälle, vor allem, aber auch alternative Rohstoffe wie Sorghum, weil sie sich als äußerst rentables Input erwiesen haben. Als äußerst widerstandsfähig kann man solche Pflanzen in sehr trockenen Bedingungen anbauen lassen. In Hinsicht auf die neuesten Entwicklungen und Preisexplosion am internationalen Maismarkt umstellen sich viele Biomassekraftwerke auf solche Rohstoffe.

eKapija: Habt ihr bereits Lieferanten gefunden? Seid ihr für Partnerschaften interessiert?

- Wir haben schon Kontakt mit Grundbesitzern aufgenommen. Auf einem Teil des Geländes, auf dem wir unsere Anlagen bauen wollen, sollten sie Industriepflanzen wie Sorghum sowie Mais anbauen.

eKapija: Wie viel werdet ihr investieren?

- In diesem Jahr bis 10 Mio. Euro. Wir schaffen dadurch zehn Arbeitsplätze in der direkten Produktion, und viel mehr indirekt bei unseren Lieferanten.

eKapija: Wie finanziert ihr diese Investitionen?

- Nach dem Modell der Projektfinanzierung. Wir verhandeln momentan mit mehreren Banken in Serbien, aber ich kann keine Details entdecken.

eKapija: Werdet ihr vom Staat gefördert?

- Wir sollten bald einen 12-jährigen Vertrag über die Einspeisung von Strom in das öffentliche Übertragungsnetz mit dem öffentlichen Energieunternehmen "Elektroprivreda Srbije" (EPS). Der Preis ist fest und liegt bei 14,2 Eurocent pro kWh. Solche Preise garantieren, dass sich unsere Investition in 8-10 Jahren lohnen wird.

Ich muss, aber, auch darauf hinweisen, dass es um die niedrigsten subventionierten Preise in der Region und in ganz Europa geht. In Deutschland lässt sich ein kWh zum Preis von 23 Eurocent, in Italien für 28 Eurocent und in Slowenien für 17 Eurocent verkaufen. Aber durch Zusammenarbeit mit Rohstofflieferanten kann die ROI-Zeit verkürzt werden. Gelingt uns nicht, die Versorgung mit eigenen Inputs zu sichern, könnten unsere Rohstoffkosten 400.000 Euro jährlich steigen.

eKapija: Wie sehen die Erfahrungen mit Biomassekraftwerken in der Region aus?

- Dieser Sektor ist in Serbien ziemlich unentwickelt. Es gibt keine echte Biogasanlagen. In Kroatien werden mehrere seriöse Projekte realisiert und man hat bereits zwei, drei Anlagen in Betrieb genommen. In Slowenien gibt es 10, in Österreich 450 und in der weltführenden Bundesrepublik Deutschland sogar 6000 Biogasanlagen! Es handelt sich offensichtlich über die Energiquelle der Zukunft - erneuerbar und umweltfreundlich.

eKapija: Habt ihr, vielleicht, vor, mit Ausstattung für Biomassekraftwerken zu handeln?

- Natürlich. Wir können auch Biomassekraftwerke für andere Investoren bauen.

eKapija: Ihr Unternehmen veranstaltet Forum - Alternative Energiequellen - Biogas Anfang Mai in Belgrad und Novi Sad. Was ist das Thema dieses Forums und können Sie bereits manche Teilnehmer ankündigen?

- Wir organisieren die fachgerechtesten internationalen Forum - "Biogas, Biomasse, organische Abfälle"

Das Forum findet an zwei Tagen statt - am 5. Mia in Novi Sad und am 6. in Belgrad. Wir wollen die einheimische Öffentlichkeit und Investoren mit Möglichkeiten dieser regenerativen Energiequellen bekannt machen. Es handelt sich um ein wichtiges Treffen. Wir erwarten, unter anderem, den Vorsitzende der Deutschen Biogasassoziation und Inhaber von Biogasanlagen Josef Pelmeyer, ferne Bernahrd Pex, Martin Schussler und Vertreter der bayrischen Regierung. Wir haben auch einheimische Unternehmer, Vertreter von Gemeinden und Ressortministerien zu unserem Forum eingeladen.

M.D.

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