Quelle: Beta | Donnerstag, 05.05.2022.| 13:09
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Vucic: Verhandlungen mit Russen über Gas nach dem 10. Mai

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Illustration (Fotobibiphoto/shutterstock)
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic erklärte heute, dass die Verhandlungen über den Gaspreis mit Russland nach dem 10. Mai beginnen würden, und fügte hinzu, dass Serbien zu 100 % von russischem Gas abhängig sei und dass es auch 60 % des Öls aus Russland importiere sowie dass eine Diversifizierung der Gasversorgung zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage komme.

– Welche Art von Diversifikation kann es geben? In nur zwei Jahren haben wir die Möglichkeit, dass irgendwo etwas nach Serbien geliefert wird, aber die Frage ist, was. Wir lassen den bulgarischen Interkonnektor gerade erst bauen, und die Bulgaren veröffentlichen in den nächsten Tagen die Ausschreibung und dann dauert es noch mindestens 300 Tage, bis sie ihn auf ihrer Seite bauen. Was können wir mitbringen? Wovon? Diese Dinge fallen nicht vom Himmel – sagte Vucic nach seinem Treffen mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock vor der Presse in Berlin.

Er erinnerte auch daran, dass Deutschland zu 55 % russisches Gas verbraucht und dass Energiequellen zu einem großen Problem werden.

– Wir sollen jetzt beginnen, nach dem 10. Mai mit den Russen über den Benzinpreis und alles andere zu verhandeln. Es gibt mehr Probleme mit Öl. Ob wir es von der Südroute bekommen, das heißt Janaf, denn es gibt keine andere Möglichkeit, und es bleibt abzuwarten, wer sanktioniert wird oder nicht – sagte Vucic.

Ihm zufolge hat Serbien im vergangenen Monat 60% russisches Öl anstelle von irakischem Öl gekauft, weil russisches Öl billiger ist und durch die Adria-Ölpipeline kommt.

– Was soll man jetzt tun, es jeden Tag per Lastkahn holen und nicht die Ölpipeline benutzen? Darüber beschweren sich die Ungarn und die Slowaken, deren Energieminister sagt, dass es die Hölle sein und die europäische Wirtschaft zerstören wird – sagte Vucic.

Er erinnerte daran, dass Gas wichtig für die Wirtschaft sei und dass es in Serbien viele Fabriken mit deutschem Kapital gebe und dass von den 15 größten Exporteuren fünf deutsche Unternehmen seien sowie dass unter den 100 größten Hersteller in Serbien 50 deutsche Unternehmen seien.

– Wir müssen jetzt dringend Öllager schaffen, worüber wir mit den Briten verhandeln. Wir müssen sehen, wie wir die Gasspeicheranlagen erweitern, um in zwei Jahren eine Milliarde Kubikmeter zu lagern, damit wir genug Gas für drei Monate haben – sagte der serbische Präsident.

Er wies auch darauf hin, dass Serbien den billigsten Strom, Brot und Speiseöl in Europa habe und kündigte an, dass der Staat in den nächsten Tagen die ihm zur Verfügung stehenden Lebensmittel- und Energiemengen bestimmen werde.
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