Quelle: Demostat | Dienstag, 12.04.2022.| 10:54
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Aserbaidschanisches Unternehmen SOKAR an Übernahme von NIS von Russen interessiert?

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Illustration (Fotoekipaj/shutterstock.com)
Die aserbaidschanische staatliche Ölgesellschaft (SOKAR) ist an der Übernahme des Mehrheitspakets der Aktien des serbischen Mineralölunternehmens "Naftna industrija Srbije" (NIS) interessiert und steht diesbezüglich sowohl mit der serbischen Regierung als auch mit dem Mehrheitseigentümer von NIS, dem russischen Staatsunternehmen Gazpromneft, in Kontakt, erfährt Demostat.

Nach Beginn der russischen Militärintervention in der Ukraine sah sich Moskau den Auswirkungen von Wirtschaftssanktionen gegen westliche Länder ausgesetzt, darunter auch Sanktionen im Zusammenhang mit dem Energiehandel. Dies lässt befürchten, dass NIS vor dem Problem stehen wird, seine Raffinerie in Pancevo mit Rohöl durch das Gebiet der Europäischen Union zu versorgen. Die EU hat nämlich den Verkauf und Transport von Erdöl auf ihrem Territorium an Unternehmen in Drittländern mit dem mehrheitlichen russischen Kapital verboten. Dies ist der Fall bei NIS, an dem der russische Staatsriese Gazpromneft 51 % der Anteile besitzt, während das Minderheitspaket in den Händen der serbischen Regierung liegt.

Vor einigen Tagen tauchten jedoch Informationen auf, dass die EU beschlossen hatte, Serbien von diesen Sanktionen gegen russische Unternehmen auszunehmen, was bedeutet, dass NIS weiterhin regelmäßig mit Öl versorgt und normal betrieben werden kann.

Die Regierung in Serbien hat die Möglichkeit, NIS zu verstaatlichen und damit in die Hände des Staates zurückzugeben. Es besteht auch eine Option für den Staat Serbien, ein Aktienmehrheitspaket von Gazpromneft zu kaufen.

SOKAR mit Hauptsitz in Baku ist übrigens eines der weltweit größten Unternehmen zur Herstellung fossiler Brennstoffe. Neben Öl fördert das Unternehmen auch Gas, sowohl an Land als auch in dem zu Aserbaidschan gehörenden Teil des Kaspischen Meeres. In diesem Land besitzt es zwei Ölraffinerien und eine Gasfabrik. Es besitzt auch eine Kette von Tankstellen in Aserbaidschan, Georgien, der Ukraine, Rumänien und der Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt rund 61.000 Mitarbeiter.

SOKAR ist mit einem Anteil von 58 % der größte Anteilseigner an der Trans-Anatolian Pipeline (TANAP) und hält einen Anteil von 20 % an der Trans-Adriatic Pipeline.
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