Quelle: eKapija | Sonntag, 31.10.2010.| 18:46
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Nacht-Sonne in Vranje - Stadt sucht nach strategischen Partnern für die Montage von Solarmoduln auf zehn Standorten

Boban Stanković
Boban Stanković (Fotob)

Serbien hat eine hohe Sonneneinstrahlung - um 40% über dem europäischen Durchschnitt. Das größte Potenzial für die Nutzung der Sonnenenergie haben die Städte im Süden - Niš, Kuršumlija und Vranje. Zuständige Institutionen rechnen mit der Einsparung von fast 7.420 GWh Strom bzw. 370 Mio. Euro jährlich nur durch Montage von 4 m2 Sonnenkollektoern auf Dächern in Serbien. In Hisicht darauf sowie auf die neuesten Richtlinien der EU bezüglich der erneuerbaren Energiequellen entscheiden sich immer mehr Institutionen, Gemeinden und Städten in Serbien für Investitionen in solchen Stromanalgen.

Mit fast 276 sonnige Tagen jährlich legte die Stadt Vranje in Südserbien bereits zehn Standorte fest, die alle Voraussetzungen für die Montage von Solarmoduln erfüllen, erklärte Boban Stanković, Assistent des Bürgermeister von Vranje in einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija".

- Durch Projekte der öffentlich-privaten Partnerschaft wollen wir Investoren für gewählte zehn Standorte finden. Die Stadt ist bereit, Parzellen und Genehmigungen sowie manche Erleichterungen für Investoren zu bieten, während unsere Partner in die Montage von Solarkollektoren investieren sollen. Ein Teil des Erlöses, den wir durch Verkauf von Strom an den staatlichen Stromanbieter erzielen, wollen wir in die Straßenbeleuchtung und Versorgung von Krankenhäusern, Schulen und öffentlichen Unternehmen in der Gemeinde nutzen und dadurch erspartes Geld in neue Projekte und wirtschaftliche Entwicklung investieren. Unser Anteil an künftigen Anlagen hängt von der Kapazität und Leistung jeder konkreten Anlage ab - erklärte Stanković.

Boban Stanković
Boban Stanković (Fotob)

In der unmittelbaren Nähe jedes gewählten Standortes gibt es Fernleitungen und Zufahrtstraßen, notwendig für die Montage von Solarmoduln. Die Stadt ist bereit für jede Form der Zusammenarbeit, sowohl mit einzelnen Unternehmen als auch mit Konsortien bzw. allen interessierten Partnern, die in erneuerbare Energiequellen in Serbien investieren wollen, hob der Gast von "eKapija" hervor.

- Unser neuer Flächennutzungs- und Raumentwicklungsplan für Vranje sieht erwähnte Standorte für die Montage von Solarkollektoren vor, so dass alle Genehmigungen fast sofort erteilt werden können. Wir bestehen darauf, dass das gemeinsame Firma in Serbien registriert wird, weil alle EU-Mitglieder 12% der Energie aus erneuerbaren Energiequellen exportieren sollen - erklärt Stanković.

Kleine Wasserkraftwerke

Außer Möglichkeiten für die Montage von Solarmoduln hat die Stadt Vranje ein großes Potenzial für den Bau von kleinen Wasserkraftwerken.

- Der gültige Kataste des Ministeriums für Energiewirtschaft sieht den Bau von 35 kleinen Wasserkrafwerken mit einer Leistung bis 1 MW vor. Wir haben ein enormes Wasserpotenzial. Die Standorte für den Bau von Kleinwasserkraftwreke liegen in der Nähce von Fernleitungen und größeren Verkehrsverbindungen, was von großer Bedeutung für die weitere Stromverteilung ist. Die Standorte sind präzis definiert und in das Raumentwicklungsplan der Gemeinde eingetragen. Wir haben die Prozedur für die Erteilung von Genehmigungen maximal gekürzt. Die Stadt sucht auch nach strategischen Partner für diese Investitionen - erzählte Stanković.

Boban Stanković
Boban Stanković (Fotob)

Sonne in Serbien

Die durchschnittliche Intensität der Sonnenstrahlung liegt zwischen 1,1 kWh/m2 im Norden und 1,7 kWh/m2 im Süden im Januar bzw. zwischen 5,9 - 6,6 kWh/m2 im Juli.

Es handelt sich um insgesamt 1.200 kWh/m2 jährlich im Nordwesten Serbiens bzw. 1550 kWh/m2 jährlich im Südosten Serbiens. Der zentrale Teil erreicht ca. 1400 kWh/m2. Der Nutzungsgrad hängt von den eingebauten Kollektoren ab, aber man kann mit durchschnittlich 700 kWh/m2 jährlich rechnen.

Die Sonnenenergie, die 1 m2 jedes Dachs in Serbien über nur ein Jahr empfängt, entspricht der Energie, die man durch Verbrennung von 130 l Erdöl gewinnt - und es handelt sich um eine kostenlose Quelle.

Durch Nutzung der Sonnenenergie für die Heizung von Wasser kann man die Emission von CO2 um 6,5 Mio. t jährlich senken. In Serbien werden jährlich ca. 15.000 m2 Sonnenkollektoren montiert - also sehr wenig.

T.S.

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