Quelle: TV Happy | Mittwoch, 03.11.2021.| 14:16
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Neues Gebäude der Onkologie-Klinik in Belgrad direkt neben Tirsova 2

(FotoPrint screen / Google maps)
Der Neubau des Instituts für Onkologie und Radiologie Serbiens (IORS) soll neben Tirsova 2, im Raum zwischen der Doktora Subotica Straße und der Autobahn gebaut werden. Ein Vorentwurf wurde bereits erstellt. Es wurde auch eine Kostenschätzung erstellt – 250 Mio. EUR mit Ausrüstung.

Dies ist jedoch die Berechnung des letzten Jahres und ist bereits überholt. Der Preis für alles ist gestiegen und es ist wahrscheinlich, dass mehr Geld für den Neubau der Onkologie benötigt wird, wodurch sich auch der Flächennutzungsplan ändern müsste, der bereits verhandelt wird. Aber Dr. Danica Grujicic, die Direktorin des Instituts für Onkologie und Radionlogie Serbiens (IORS), hat den Bau dieses Gebäudes als die größte Mission in ihrer Karriere als Ärztin festgelegt und sie glaubt, dass sie es verwirklichen kann. Dabei werde sie vom serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic unterstützt.

Das bestehende Gebäude von IORS, das zwischenzeitlich um „Onkologie 2“ erweitert wurde, kommt kaum bis zum Neubau durch. Fast täglich platzt irgendwo ein Rohr oder eine Wand oder ein Teil einer Treppe stürzt ein. Dinge werden repariert, wenn sie gebraucht werden, aber tatsächlich kann das Gebäude nicht wirklich repariert werden.

Das Gebäude des vor dem Zweiten Weltkrieg errichteten Instituts war neben dem Alter und den unzähligen Umgestaltungen längst zu klein geworden für die zahlreichen onkologischen Patienten. Professor Grujicic warnt, dass die Zahl derer, die im Laufe eines Jahres wegen bösartiger Erkrankungen behandelt werden, 200.000 erreicht hat und dass nach einer Schätzung der European Society for Radiotherapy and Oncology 40.000 Menschen in Serbien im Jahr 2025 einer Strahlentherapie unterzogen werden müssen, das entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Uzice.

– Wir haben viele neue Geräte bekommen, zwei Magnetresonanztomographen, einen hochmodernen Scanner, zwei Mammographiegeräte mit fantastischen Leistungen, einen neuen Raum für die Brustbiopsie, vier Ultraschallgeräte, ein neues Brachytherapiegerät, zwei neue Linearbeschleuniger, und bis Ende des Jahres erwarten wir zwei weitere. Wir bekommen auch einen SPECT-Scanner, den wir vorher noch nicht hatten. All diese Geräte werden nur dazu dienen, bis zum Hochbau des neuen Gebäudes durchzukommen, denn trotz aller Geräte arbeiten wir in drei Schichten – sagt Professorin Grujicic.

– Die Bedingungen in der Tagesklinik sind so, dass wir den Patientinnen und Patienten für ihre Geduld danken müssen. Es liegen 10, manchmal bis zu 16 Patienten gleichzeitig in einem Raum, was im 21. Jahrhundert ein Skandal ist. Die Bestrahlungsaktivitäten sollen bis 7 Uhr morgens abgeschlossen sein, und unsere Maschinen laufen über Mitternacht hinaus. Da hilft auch nicht, dass mit den neu hinzukommenden Maschinen unsere älteste Bestrahlungsmaschine aus dem Jahr 2015 stammt. Es gibt so viele Patienten, dass wir auch nachts arbeiten müssen – sagt Professorin Grujicic.

Das neue Gebäude, in dem jährlich die meisten onkologischen Operationen durchgeführt werden, muss alle Abteilungen an einem Ort vereinen.

– In diesem Raum müssten wir den chirurgischen Teil, Chemotherapie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und alles, was wir derzeit haben, in einer eigenen Abteilung haben. Die Patientenzimmer sollten jeweils zwei Betten haben. Auch Bunker für die noch zu bauenden neuen Geräte müssen da sein, ebenso Bunker für die Partikelstrahlung, von der wir bereits wissen, dass sie die Zukunft der Onkologie ist. Die Zusammenlegung der beiden Kliniken Hämato-Onkologie und Medizinische Onkologie ist aufgrund einer zentralen Medikamentenlösung zu erwägen, da dies die Einsparungen von 20 % oder mehr ermöglichen würde. Wir brauchen auch zusätzliche Operationssäle für die rekonstruktive Chirurgie, damit die Frauen, denen eine Brust wegen einer Krebserkrankung entfernt wird, nicht jahrelang auf eine plastische Operation warten müssen – erklärt Professorin Grujicic.

Am aktuellen IORS-Gebäude können trotz der Erweiterungen „Onkologie 2“ keine größeren Korrekturen vorgenommen werden. Aus diesem Grund, sagt Professor Grujicic, muss der Neubau bis ins kleinste Detail sorgfältig geplant werden.

– An diesem vor dem Zweiten Weltkrieg errichteten und so oft umgebauten Gebäude können wir weder die Mauern ausdehnen noch größere Korrekturen vornehmen, dass wir bis heute nicht alle Strukturen kennen. Mit der Ausrüstung, die wir erhalten haben, obwohl noch nicht alles einsatzbereit ist, weil wir auf die Schulung des Personals warten, müsste kein Onkologie-Patient für die Untersuchung, die Magnetresonanztomographie oder einen anderen Eingriff privat bezahlen. Der Zustrom von Patienten übersteigt jedoch unsere begrenzten Kapazitäten – sagt Professor Grujicic.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat IORS so viele Patienten behandelt, wie es im Leistungsverzeichnis der Landeskrankenkasse für das ganze Jahr vereinbart wurde. Professor Grujicic sagt, dass sie nun die Krankenkasse der Republik Serbien bitten muss, den Jahresplan zu ändern:

– Es gibt so viele Onkologie-Patienten, sodass wir bis Ende September unser Jarhesplan erfüllt haben, obwohl leider ein Drittel aus Angst vor dem Coronavirus zu spät gekommen ist und sich in der Phase befindet, in der keine Behandlung möglich ist und wir ihnen nur eine Therapie geben können, um ihre Schmerzen zu lindern. Was können wir machen? Hätten wir diese Leute zurückschicken sollen? Natürlich nicht, und wir glauben, dass sich der Krankenkase dessen bewusst ist – erklärt Professorin Grujicic.

Das neue IORS-Gebäude könnte in höchstens drei bis vier Jahren fertiggestellt werden, sagt Professorin Grujicic, und es muss nach den gleichen Standards gebaut werden, die für das Universitätsklinikum Nis oder das Universitätsklinikum Serbien verwendet wurden.

– Nach dem Raumordnungsplan soll über dieses sechs Hektar große Grundstück eine Verkehrsroute verlaufen, die wir bereits auf der Belgrader Stadtversammlung besprochen haben, um sie zu ändern. Die Straße kann eine andere Route nehmen, aber es gibt keinen anderen Standort für das neue Onkologie-Gebäude. Es würde keinen Sinn machen, es an einem anderen Ort aufzurichten, weit weg vom Universitätsklinikum Serbiens. Die neue Onkologie ist ein Projekt für das 22. Jahrhundert und es ist unser aller Schuld, wenn sie nicht gebaut wird – sagt Professorin Grujicic.
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