Quelle: Politika | Montag, 06.09.2021.| 11:04
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Konto jedes neunten Unternehmens ist gesperrt - Eine gute Nachricht?

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Abbildung (FotoKhomson Satchasataporn/shutterstock.com)
Heute hat jedes neunte Unternehmen in Serbien Liquiditätsprobleme. 39.602 Schuldner können ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. So waren am letzten Augusttag die Konten vieler juristischer Personen und Unternehmer gesperrt. Die Gläubiger fordern von ihnen 214 Milliarden Dinar ohne aufgelaufene Zinsen, wie die Daten der Serbischen Nationalbank zeigen. Allerdings ist die Zahl der Unternehmen, die „im roten Bereich“ operieren, geringer als im Vorjahr.

Zum Vergleich: Am 31. August 2020 hatten 41.700 Schuldner gesperrte Konten, davon 27.510 juristische Personen und 14.190 Unternehmer. Es wurde versucht, 235,9 Milliarden Dinar von ihnen ohne aufgelaufene Zinsen einzutreiben.

Derzeit sind 455.948 Unternehmen, Unternehmer, Verbände und Reisebüros bei der Agentur für Handelsregister eingetragen. Das bedeutet, dass etwa 8,6% von ihnen gesperrte Konten haben.

Nebojsa Atanackovic, der Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Serbiens, zeigt sich positiv überrascht und dies sei eine gute Nachricht, da eine geringere Zahl von Sperrkonten zeige, dass die Wirtschaft in Ordnung sei. Schuld daran seien seiner Meinung nach Liquiditätskredite von Geschäftsbanken, für die der Staat über einen Bürgschaftsplan zur Stützung der Wirtschaft 2 Milliarden Euro garantiert habe.

Ljubodrag Savic, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, stimmt zu, dass viele Unternehmen dank der Maßnahmen der serbischen Regierung überlebt haben. Auch die Tatsache, dass viele Unternehmen in diesem Jahr arbeiten, anders als im letzten Jahr, als sie durch die Pandemie und Quarantäne daran gehindert wurden, hat zu dem guten Ergebnis beigetragen.

Für jedes Unternehmen, dessen Konto 30 Tage ununterbrochen gesperrt ist, liegt ein Insolvenzgrund vor. Nach Angaben der Serbischen Nationalbank gab es am 31. August 2127 juristische Personen und Unternehmer, die bis zu einem Monat zahlungsunfähig waren; während die Konten 5.478 Unternehmen zwischen 180 und 360 Tagen gesperrt sind. Diese Daten weisen darauf hin, dass alle diese Unternehmen Kandidaten für eine Art Sanierung oder Verkauf durch Insolvenz sind. Die Insolvenzaufsichtsbehörde hat seit Jahresbeginn bis heute 204 Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Ljubodrag Savic merkt an, dass wir zu Europa aufschauen sollten.

- Im Westen ist Konkurs ganz normal. Dort geht das Unternehmen relativ schnell in Konkurs. Die Entscheidungsträger im Unternehmen sind auch an einem Konkurs interessiert, wenn sie keine Möglichkeit für ein normales Geschäftsgebaren sehen und alles, was sich retten lässt, retten wollen. Andernfalls entstehen nur größere Verluste.
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