Quelle: eKapija | Montag, 29.03.2010.| 15:58
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Anđelko Mišković, Generaldirektor von Grow rasad – Salat aus Irig erobert Europa

Anđelko Mišković
Anđelko Mišković

Im Februar 2009 eröffnete das Unternehmen Grow rasad eine Gemüsegärtnerei in der Gemeinde Irig. 252,5 Mio. Euro wurden in die Errichtung und Ausstattung von modernsten Gewächshäusern (13.000 m2) investiert – mit Hilfe des Ausführenden Rats der Provinz Vojvodina, der die Investition mit 35 Mio. Dinar unterstützt hat. Die Investition des Unternehmens Grow rasad war einer der Finalisten der diesjährigen Auswahl „Aurea 2010“ veranstaltet von dem Wirtschafts- und Investitionsportal "eKapija".

Die Gemüsegärtnerei des Unternehmens Grow rasad entstand durch gemeinsame Investition der niederländischen Gesellschaft Grow, die ansonsten zehn Unternehmen auf vier Kontinenten betreibt, und des Unternehmens Planten aus Novi Sad. Über die Einführung moderner Anbaumethoden, Erschließung von neuen Märkten - außerhalb der CEFTA-Region und Zusammenarbeit mit größten Megamarktketten haben wir mit dem Generaldirektor des Unternehmens Grow rasad, Anđelko Mišković gesprochen.

Das zweite Geschäftsjahr hat begonnen. Wie hat der serbische Markt reagiert?

- Dieses Jahr könnte sehr interessant für uns sein - vor allem wegen eines langen Winters, der die Plantagen fast bis März mit seiner Kälte und der festen Schneedecke im Griff hatte und eine frühe Ernte unmöglich gemacht hat. Das hat noch einmal erwiesen, wie rentabel unsere Investitionen in die hochwertige und moderne Technik und Infrastruktur ist. Trotz der schlechten Wetterbedingungen sind wir auch in diesem Jahr in der Lage, unseren Kunden hochwertige Erzeugnisse zu bieten, abgesehen davon, ob sie im Freien oder in Gewächshäusern angebaut worden sind. Anderen Gemüsebauern wird allmählich klar, dass sie uns mit ihren veralteten Produktionsverfahren einfach nicht parieren können, insbesondere weil wir bei minimalen Kosten die höchste Qualität erreichen und unsere Erzeugnisse zu beträchtlich günstigeren Preisen bieten können.

Woher kommen euere Käufer?

- Wir führen zwischen 70 und 80% der ganzen Produktion aus. Es handelt sich um große Lieferungen, einheimische Bestellungen sind beträchtlich geringer.

Wie groß sind die Bestellungen aus dem Ausland?

- In Hinsicht auf die Anzahl der hier gebauten Gemüsesorten kann ich darüber nicht im generellen reden. Wir bauen momentan, z.B., Sellerie für einen Hersteller in Österreich – 4 Mio. Pflanzen sollen an ihn geliefert werden. Wir haben unlängst 20.000-30.000 Gurken für einen Kunden aus Kroatien und 40.000 Paprika-Stecklingen für den Export nach Bosnien und Herzegowina erzeugt.

Ihr habt am Anfang das Hauptgewicht auf CEFTA-Länder gelegt. Wie sehen euere Pläne jetzt aus?

- Wir setzen mit dem Export in CEFTA-Länder fort. Die erwähnte Bestellung aus Österreich wird mit Hilfe unser Tochtergesellschaft Grow Palanta in Ungarn realisiert. Der zweite Teil des Namens jeder unserer Tochtergesellschaft muss etwa wie „Garten“ in der Landessprache bedeuten. Der erste Teil ist immer „Grow“, was auf den Namen der Grow Gruppe, Muttergeselschaft mit Sitz in den Niederlanden hinweisen soll.

(Zdravko Lončar und Anđelko Mišković)

Ende 2009 und Anfang 2010 habt ihr mit dem Anbau von Gründsalat mit Wurzeln begonnen. Was habt ihr bisher geschaffen?

- Es handelt sich um ein vielversprechendes Programm, gestartet vor allem, weil die Nachfrage nach Stecklingen in Serbien in einem Teil des Jahres beträchtlich zurückgeht. Wir wollten diese Wartezeit einfach überbrücken und bestehende Produktionskapazitäten in Irig maximal auslasten. Wir benutzen Beton als Grundlage, was die maximale hygienische Sicherheit der Erzeugnisse garantiert. Wir wollten diese spezifische, bisher nur in Belgien und in den Niederlanden verwendete Form der Pflanzenhaltung nach Serbien bringen. Die Hydrokultur wird in der ganzen Welt sehr selten genutzt.

Wie haben potenzielle Partner reagiert?

- Wir haben bereits Kontakt mit slowenischen Handelsketten aufgenommen und wollen die Zusammenarbeit auf die deutsche Handelskette Kaufland mit 46 Hypermärkten in Bulgarien und 25 in Kroatien erweitern.

Und was ist mit dem serbischen Markt?

- Wir arbeiten momentan mit der Supermarktkette „Delta Maxi“. „Maxi“ ist exklusiver Vertreiber von Salat am Belgrader Markt. Sie können unsere Erzeugnisse auch beim Großhändler "Metro Cash and Carry" finden.

Wie sehen die Zukunftspläne des Unternehmens „Grow rasad“ aus?

- Wir wollen die ganze Produktion ins Freie verlagern. Durch Anwendung von besonderen Vorrichtungen und Softwarelösungen müssen wir die Produktion im Freien kontrollieren. Als Grundlage werden wir nicht die Erde sondern spezielle Kunststoffträger nutzen. Wir können auf diese Weise über das ganze Jahr bzw. ohne Unterbrechung herstellen.

Was bedeutet das für die Qualität und den Umfang der Produktion?

- Wir wollen ein Produktionsvolumen von 5000 Salatköpfe täglich. Wir liefern momentan durchschnittlich 1000 an Kunden.

Bleibt ihr in Irig?

- Ja, wir bleiben hier und planen neue Investitionen, weil wir hier über die vollständige Infrastruktur verfügen. Die Nähe von zwei wichtigen Autobahnen sowie der größten serbischen Städte, Novi Sad und Belgrad - das sind die größten Vorteile dieses Standortes. Äußerst zufrieden sind wir auch mit der bisherigen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Irig. Ein Teil unserer Mitarbeiter kommt aus Novi Sad – vorwiegend jene mit dem Hochschulabschluss. Alle andere leben in der Umgehung und wir haben keinen Grund, Irig zu verlassen. Unsere Investitionen hängen natürlich von der Entwicklungsdynamik des Geschäfts ab.

Könnt ihr mit neuen Investitionen neue Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung schaffen`

- Wir benötigen neue Mitarbeiter für die geplante Produktion im Freien, insbesondere wenn es um die Verpackung geht. Wir wollen Grünsalat in besondere Kunststoffbeutel verpacken und mit Gebrauchsanweisungen und Informationen über seinen Nahrwert versehen. So verpackter Grünsalat kann in Supermarktregalen bis zehn Tage frisch bleiben.

Wie haben die Gemeinde und die Republik auf euere innovativen Lösungen und Pläne reagiert?

- Wir sind mit den meisten zufrieden. Am Anfang mussten wir uns wirklich bemühen, um unsere Seriosität zu beweisen. Wenn sie sich von der Qualität und Rentabilität unserer Technologie überzeugt haben, haben sie uns wirklich unterstützt.

J.Đ.

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