Quelle: Beta | Mittwoch, 22.07.2020.| 15:22
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EBWE investiert im ersten Halbjahr 2020 in Serbien einen Rekordbetrag von 279 Mio. EUR

(Foto Maryna Pleshkun/shutterstock.com)
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) gab heute bekannt, dass sie im ersten Halbjahr 2020 als Reaktion auf die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie einen Rekordbetrag von 279 Mio. EUR in Serbien investiert hat.

Das ist mehr als das Doppelte der Investitionen im ersten Halbjahr 2019, als sich die Investitionen der Bank auf 130 Mio. EUR beliefen, heißt es in der Pressemitteilung.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die EBWE die Finanzierung von Schlüsselbanken in Serbien aufgestockt hat, um kleine und mittlere Unternehmen, die vom Coronavirus betroffen sind, zu unterstützen, und Kredite über die serbischen Tochtergesellschaften Banca Intesa, Erste Bank, Eurobank, ProCredit Bank und UniCredit Bank zur Verfügung gestellt hat.

Wie bereits erwähnt, erreichten die Investitionen der EBWE im ersten Halbjahr 2020 ein Rekordhoch, da die Bank rasch auf die Bedürfnisse der Schwellenländer reagierte, die sich mit den Auswirkungen des Coronavirus auseinandersetzten.

Die Finanzierung stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres auf etwas mehr als 5 Mrd. EUR gegenüber 3,7 Mrd. EUR im Vorjahr und einem Rekordwert von 3,9 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2016.

Die EBWE erinnert daran, dass sie in die Förderung einer nachhaltigen und integrativen Entwicklung des Privatsektors in 38 Schwellenländern von Estland über Ägypten und Marokko bis zur Mongolei investiert.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die EBWE-Regionen waren schwerwiegend, und in ihrer jüngsten Prognose vom Mai warnte die Bank vor „beispielloser Unsicherheit“.

Im März stellte die EBWE ihr Solidaritätspaket für Coronaviren vor - eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den unmittelbaren Bedürfnissen der Regionen gerecht zu werden und sich gleichzeitig auf eine robuste Erholung nach Beendigung der Pandemie vorzubereiten.
Eine wichtige Säule des Solidaritätspakets ist ein Rahmen, der bestehenden Kunden Notfallliquidität und Betriebskapital zur Verfügung stellt.

Die Nachfrage nach Notfinanzierungen war stark und die neue Fazilität machte allein im Juni mehr als 1 Mrd. EUR der gesamten EBWE-Finanzierung aus.

Im April kündigte die EBWE an, dass sie ihre gesamten Aktivitäten der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie widmen werde und bis Ende 2021 voraussichtlich 21 Milliarden Euro investieren werde. Seit dem Ausbruch des Virus sei das Auszahlungstempo hoch durchweg schneller als 2019.

- Die Geber haben das Solidaritätspaket der Bank mit einem Rekordvolumen an Beiträgen für das erste Halbjahr unterstützt und dringend benötigte Zuschüsse und konzessionierte Kofinanzierungen bereitgestellt - so die EBWE.

Covid-19 hat die Handelsströme und den Zugang zu Handelsfinanzierungen stark beeinträchtigt, weshalb die EBWE im Rahmen ihres Programms zur Erleichterung des Handels die Unterstützung für den Handel verstärkt hat.

Im ersten Halbjahr 2020 finanzierte die Bank über 1.000 Handelsgeschäfte mit einem Rekordumsatz von 1,9 Mrd. EUR. Die Gesamtexpositionsgrenze im Rahmen des Programms wurde um 50% auf 3 Mrd. EUR angehoben.

Die EBWE konzentriert sich nicht nur auf die unmittelbare Reaktion auf das Coronavirus, sondern setzt sich auch dafür ein, dass die Erholung von der Pandemie widerstandsfähig und nachhaltig ist und den globalen Klimazielen entspricht, die die Verpflichtung zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bewahren.

Im Juli enthüllte die EBWE ehrgeizige Vorschläge, bis 2025 eine mehrheitlich „grüne“ Bank zu werden.

Zusätzlich zu ihren Finanzinvestitionen hat sich die EBWE auf ihre politische Arbeit konzentriert, um den Volkswirtschaften in ihren Regionen zu helfen, auf die Auswirkungen der Pandemie zu reagieren.

- Die Tatsache, dass Serbien im April Vollmitglied des International Grains Council wurde, wurde als großer Schritt zur Förderung des landwirtschaftlichen Potenzials des Landes dank einer stärkeren Integration in die internationalen Märkte begrüßt - so die EBWE.
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