Quelle: Tanjug | Mittwoch, 22.07.2020.| 14:43
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Ab Freitag ist Einreise in Österreich aus dem Westbalkan nur mit negativem PCR-Test erlaubt

Illustration (FotoPixabay.com/geralt)
Ab Freitag ist die Einreise in Österreich aus Risikogebieten, un dazu gehören alle Länder im Westbalkan, nur noch mit einem negativem PCR-Test erlaubt, der aus einem zertifizierten Labor stammen muss, gab man gestern auf der Pressekonferenz der österreichischen Regierung bkeannt.


Der Bundeskanzler, Sebastian Kurz, kündigte die strengeren Regeln an den österreichischen Grenzen und raschere Testungen ab diesem Freitag an, insbesondere für Reisende aus den Risikogebieten, die nur noch mit einem negativem PCR-Test einreisen dürfen.

- Die Maßnahmen, die wir ergreifen, zielen darauf ab, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern - sagte der Bundeskanzler und nannte in diesem Kontext Cluster, die insbesondere durch eingeschleppte "Balkan-Neuinfektionen" entstanden sind.


Kurz sagte, Österreich habe alle Ebenen von Reisewarnungen ausgeschöpft, die Bürger aufgefordert, das Reisen in riskante Regionen aufzugeben, und es bestehe bereits die Verpflichtung zur Selbstisolierung bei der Rückkehr aus solchen Teilen der Welt.

- Wir haben jedoch immer noch zu viele importierte Fälle. Daher wird ein negativer PCR-Test erforderlich sein, um nach Österreich einzureisen, und wir werden die strengere Einhaltung der Quarantänemaßnahme kontrollieren, betonte er.

In Bezug auf PCR-Tests werden nur solche aus zertifizierten Labors akzeptiert.

- Bitte unterlassen sie in diesem Sommer Reisen in diese Region! Ich verstehe die Verbindung und Nähe zu dieser Region. Diese Region liegt mir auch sehr am Herzen, appellierte der österreichische Bundeskanzler.

Innenminister Karl Nehammer sagte, dass Maßnahmen ergriffen würden, um die zweite Welle zu verhindern.

- Der westliche Balkan gilt als Hochrisikoregion. Für Bürger aus dieser Region, die sich in Österreich aufhalten, kann die Einreise nach Österreich nur mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, möglich sein, und die Quarantänemaßnahme bleibt in Kraft - erklärte er.

Er kündigte strengere Grenzkontrollen an und fügte hinzu, dass bereits jetzt in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden täglich 95.000 Grenzkontrollen durchgeführt werden.

Im Inland ist indes eine verstärkte Quarantäneüberwachung ein weiterer aktueller Schritt. Laut Innenminister wurden bisher rund 56.000 Quarantänen überprüft, in 260 Fällen kam es zu Verstößen, "wo gestraft werden musste". Dafür habe er kein Verständnis, der Kontrolldruck werde nun erhöht, betonte Nehammer. Er kündigte auch ein Pre-Travel Clearance-System an, das gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium geschaffen werde.

- Wenn Sie gegen die Quarantänemaßnahme verstoßen und nicht infiziert sind, können Sie eine Geldstrafe von bis zu 1.400 Euro erhalten. Wenn Sie infiziert sind, handelt es sich um eine Straftat, die der Staatsanwaltschaft gemeldet wird - so Nehammer.

Auf die Frage, ob die Einführung von Fußfesseln geplant sei, sagte Nehamer, dass dies nicht für Personen in Quarantäne geplant sei, sondern nur eine strengere Kontrolle.
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