Quelle: Blic | Freitag, 19.02.2010.| 07:09
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Niki Laude verkauft 25,9% der Anteile an "Fly Niki"

Auf seiner heutigen Bilanzpressekonferenz beendete Niki Lauda die Spekulationen rund um einen möglichen Verkauf seiner Fluglinie an Air Berlin und präsentierte Informationen und Fakten.

Lauda gab die „beste je geschriebene Bilanz“ bekannt. Im Jahr 2009 beförderte NIKI demzufolge rund 2,6 Millionen Passagiere (+ 19 Prozent) und erwirtschaftete bei einem Umsatz von 260 Millionen Euro (+ 17 Prozent) einen Gewinn vor Steuern von 23,1 Millionen Euro (+ 71 Prozent). Abzüglich Steuern betrug der Reingewinn für 2009 knapp 12,4 Millionen Euro, ein Plus von 76 Prozent gegenüber 2008.

Wie bereits gestern von Air Berlin in einer Presseaussendung mitgeteilt, wird diese für 21 Millionen Euro weitere 25,9 Prozent von NIKI übernehmen und ihren Anteil damit von 24 auf 49,9 Prozent aufstocken. Mit 50,1 Prozent bleibt Lauda allerdings Mehrheitseigentümer und legt großen Wert darauf, weiterhin „der Chef“ bei NIKI zu sein.

Zusätzlich gewährt Air Berlin NIKI ein Darlehen in Höhe von 40 Millionen Euro auf drei Jahre. Besichert ist dieses durch jene 50,1 Prozent NIKI-Anteile, die sich noch im Eigentum von Niki Lauda befinden.

Eine Totalübernahme von NIKI durch Air Berlin nach Ablauf dieser drei Jahre schloss Lauda kategorisch aus; man habe derzeit 50 Millionen Euro auf dem Konto, und im Winter seien die finanziellen Reserven „immer tendenziell weniger“, so Lauda. Im Sommer könne man sogar von Barreserven in der Höhe von etwa „80 bis 90 Millionen Euro“ ausgehen.

Die Aufstockung der Anteile an seiner Fluglinie durch Air Berlin erklärte Lauda damit, dass in den vergangenen 5 Jahren eine Konkurrenzsituation zwischen NIKI und Air Berlin entstanden sei. Diese habe durch die stetige Expansion seiner Fluglinie und deren Souveränität nicht abgenommen. Deshalb habe man eine Plus/Minus Analyse durchgeführt und sei zu dem Schluss gekommen, die Anteilsverhältnisse zu ändern, um die „internen Querelen auszuradieren“.

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