Quelle: Blic | Dienstag, 23.06.2020.| 13:59
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In zwei Stunden von Belgrad nach Wien? - Neues Hochgeschwindigkeitszugprojekt würde ganz Europa verbinden, eine Linie durch Serbien mit Geschwindigkeit von bis zu 350 km / h

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Illustration (Fotopotowizard/shutterstock.com)
Wenn man das vom angesehenen Wiener Institut für Wirtschaftsstudien vorgeschlagene Projekt der ultraschnellen Eisenbahnstrecken realisieren würde, würde dieses modernste Eisenbahnnetz alle europäischen Regionen verbinden. Eine der vier vorgeschlagenen Linien würde auch Serbien einschließen.

Das neue europäische Zugnetz, das im Rahmen eines Erholungsprogramms nach der Covid-19-Krise eingerichtet werden soll, sollte eine Durchschnittsgeschwindigkeit im Bereich von 250 bis 350 km/h erreichen, schreibt die Tageszeitung Blic. Zum Beispiel könnte die Reise von Belgrad nach Berlin (1250 km) vier Stunden mit dem Zug dauern, die Reise nach Wien würde ungefähr zwei Stunden und die Reise an die griechische Küste, insbesondere nach Thessaloniki, nur 15 Minuten länger dauern.

Das Dokument des Wiener Instituts schlägt vor, das Netzwerk im Zeitraum der 2020er Jahre aufzubauen.

Insgesamt würden 448 km Eisenbahnstrecken durch Serbien verlaufen, was 14,9 Mrd. EUR kosten würde. Die Route Berlin-Nikosia mit zwei Eisenbahnknoten - Sofia und Wien - würde von Deutschland durch Mitteleuropa - Tschechische Republik, Österreich, Ungarn, dann weiter durch Serbien, Rumänien, Bulgarien und Nordmakedonien und Griechenland mit einer Fährverbindung nach Zypern führen.

In die entgegengesetzte Richtung würde die Linie durch Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien führen und dadurch den gesamten westlichen Balkan verbinden.

Insgesamt 1564 km Eisenbahnstrecken sollen durch die sechs genannten Länder unserer Region führen, was Kosten in Höhe von rund 1,1 Billion EUR erfordern würde. Nach Serbien würde die längste Eisenbahnstrecke mit 340 km Länge durch Bosnien und Herzegowina führen, weshalb sie mit 10,06 Mrd. Euro die zweitteuerste sein würde.

Das neue europäische Ultraschnellzugnetz (URT) würde vier Eisenbahnlinien umfassen, die alle EU-Hauptstädte und Hauptstädte der (potenziellen) Kandidatenländer aus dem westlichen Balkan verbinden würden.

Die vier vorgeschlagenen Routen sind:

- grüne Linie: Paris-Dublin - mit einer Fähre von Brest nach Kork.- rote Linie: Lissabon-Helsinki mit einem Knoten im Ruhrgebiet in Deutschland;
- blaue Linie: Brüssel-Valetta, die Nord- und Südeuropa verbindet;
- braune Linie: Berlin-Nikosia - mit einer Fährverbindung zwischen Piräus und Paphos und mit zwei Knoten - Wien und Sofia.

Schnellere Züge, weniger Luftverschmutzung

Die durchschnittliche Geschwindigkeit auf den Strecken würde auf 250 bis 350 km/h erhöht, im Gegensatz zu der aktuellen Geschwindigkeit, die auf einigen Strecken weit unter 200 km/h liegt.

Dies bedeutet, dass der Passagier nur vier Stunden benötigt, um von Paris nach Berlin zu gelangen, was den Flugverkehr für einen großen Teil des innereuropäischen Personenverkehrs überflüssig macht. Das Dokument besagt, dass das Projekt das Potenzial hat, die weltweiten CO2-Emissionen der kommerziellen Luftfahrt um etwa 4 bis 5 Prozent zu reduzieren, während die Schienengüterkapazität erhöht würde.

Das neue URT-Netz sollte ein neues zweigleisiges Hochgeschwindigkeitsbahnsystem sein, das das bestehende Netz ergänzt und gegebenenfalls bestehende Strecken anpassen könnte.

Die geschätzten Kosten für 18.250 Eisenbahnstrecken in diesem Netz betragen 1,1 Milliarden Euro oder rund 60 Millionen Euro pro Kilometer.

Die braune Linie von Berlin nach Nikosia, zu der auch Serbien gehört, wäre 5700 km lang und hätte Gesamtkosten von 249 Mrd. EUR.
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