Quelle: eKapija | Mittwoch, 10.02.2010.| 08:29
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Profitabel wie keine andere Obstsorte – Vorteile der neuen Anbautechnologie auf Apfelplantagen von „Delta Agrar“ in Čelarevo

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Das Wirtschaftsportal “eKapija” vergibt Anfang März seinen Investorenpreis für 2009. In Erwartung auf schon traditionelle Preisverleihung „Aurea“ besuchten wir Unternehmen, die im Vorjahr in die engere Wahl gekommen sind, um sich mit den bisherigen Ergebnissen und Neuigkeiten bekannt zu machen.

Das Unternehmen “Delta agrar”, Mitglied der “Delta Holding”, investierte 5 Mio. Euro 2008 in seine erste Apfelplantage (100 ha) in Čelarevo, die schon heute zu den modernsten Obstgärten dieser Art in der Welt gehört. Hier angewandte Technologie sollte das traditionelle Anbauverfahren völlig ersetzen oder mindestens gründlich verändern

Die Obstplantage mit 400.000 Apfelbäumen und sechs Apfelsorten ist mit einem modernen System versehen, das Hagel- und Frostschutz, Wetterstation und Bewässerungs- und Düngungsanlage umfängt.

Über die Rentabilität der Investition in eine Apfelplantage, Potenziale des russischen Marktes. Probleme der Obstanbauer in Serbien und Geschäftspläne für dieses Jahr haben wir mit Slobodan Košutić, Category-Manager für Obst und Gemüse in „Delta agrar“ gesprochen.

eKapija: Wie gut waren die Ernteergebnisse 2009 auf der Apfelplantage in Čelarevo?

- Wir haben im Vorjahr mehr als 2.400 t Äpfel gepflückt. Bei Sorten Gala und Braeburn haben wir rekordhohe Erträge – 47,1 und 44,1 t/ha - schon im dritten Produktionsjahr verzeichnet, obwohl wir, in Hinsicht auf das hier angewandte intensive Anbauverfahren, mit höchstens 30 – 35t/ha rechnen konnten.

Die Sorten Red und Golden Delicious (Roter und Gelber Köstlicher) haben in ihrem zweiten Jahr durchschnittlich 17 bzw. 14 t/ha erbracht. Bei Granny Smith (auch im zweiten Jahr) wurden 19 t/ha verzeichnet.

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eKapija: Wann erreicht eine Plantage wie diese ihr Maximum? Wie hoch waren dann die Ernteergebnisse?

- Ein Obstgarten wie dieser erreicht sein absolutes Maximum im fünften Produktionsjahr. Wir erwarten Erträge in Höhe von 60-80 Tonnen Äpfel pro Hektar. Der Teil, bepflanzt 2006, wird das Maximum schon 2011 erreichen. Solche Obstplantagen haben eine Lebensdauer von 15 Jahren. Entsprechende agrotechnischen Maßnahmen könnten uns in den folgenden Jahren Ernteerträge über 70 Tonnen pro Hektar sichern. Nur 2010 erwarten wir einen Ertrag von mehr als 6.000 Tonnen Äpfel.

eKapija: Ihr habt 5 Mio. Euro in diese Plantage investiert. Wann lohnt sich eine solche Investition?

- Das Anlegen eines neuen Obstgartens kostet zwischen 20.000-23.000 Euro pro Hektar. Man benötigt 4000 hochwertige italienische Stecklinge, Betonmasten, Hagelschutznetzs, Bewässerungs- und Düngungssystemen, Draht und sonstige Ausstattung. Die Kosten für den Anbau und Pflege eines Obstgartens liegen zwischen 2.500 und 3.000 Euro jährlich. Erst im dritten Jahr kann man das Investierte zurückgewinnen. Der Obstgarten wird profitabel im fünften Jahr und bleibt profitabel bis Ende. So große Umsätze lassen sich durch Anbau jeder anderen landwirtschaftlichen Kultur einfach nicht machen.

eKapija: Wie viel Äpfel hat „Delta agrar“ bisher ausgeführt und wohin?

- Mehr als 2.700 t Äpfel 2009, vorwiegend nach Russland und in Nachberländer.

eKapija: Wollt ihr neue Märkte für ihre Erzeugnisse erschließen?

- Die Potenziale des russischen Marktes übertreffen weitaus unsere Produktionskapazitäten. Offizielle Angaben zeigen, dass die jährliche Produktion in Serbien kaum 2% des Verbrauchs in Russland decken kann. In Hinsicht darauf, dass „Delta Agrar“ Anfang 2009 ein Vertriebszentrum in Moskau eröffnet hat und die Zusammenarbeit mit einigen großen Einzelhandelsketten in Russland aufgenommen hat, wollen wir in der nächsten Zeit das Hauptgewicht auf die Versorgung unserer russischen Partner legen.

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eKapija: Sie haben die Erweiterung der bestehenden Kapazitäten angekündigt. Wann wird das passieren?

- Wir haben im vergangenen Jahre weitere 25 ha mit Apfelbäumen bebaut. Unsere Plantage erstreckt sich auf einer Fläche von 115 ha. In den nächsten Jahren wollen wir die Fläche unter Apfelbäumen auf 600 h steibern.

eKapija: Euere Apfelplantae ist mit den modernsten technischen Vorrichtungen versehen. Gibt es etwas, was man nicht kontrollieren kann?

- Das moderne Produktionsverfahren soll das Risiko auf das Minimum reduzieren.

eKapija: Wie hat sich der organisch-biologische Apfelanbau in „Delta Agrar“ erwiesen? Werden solche Früchte gefragt? Hat diese Produktion

- Auf seiner Apfelplantage in Čelarevo hat „Delta Agrar“ eine kleinere Parzelle mit der Apfelsorte Gold Rush, die ohne Anwendung von künstlichen Düngern, Herbiziden und Pestiziden angebaut werden. Die Nachfrage am Binnenmarkt ist momentan ziemlich schwach, weil Verbraucher in Serbien von Vorteilen der organisch-biologisch hergestellten Lebensmittel uninformiert sind, aber auch wegen des Aussehens. Organisch-biologisch erzeugte Äpfel sind momentan vor allem für den westeuropäischen Markt. Die Perspektive der organisch-biologische Anbau ist, langfristig gesehen, nicht gut und kann nicht dominant werden. Es handelt sich um eine gute Chance für kleinere Familienbetriebe. In Hinsicht auf das Bevölkerungswachstum in der Welt und eine limitierte Fläche, die landwirtschaftlich genutzt werden kann, ist die intensive Produktion bzw. große Ernteergebnisse auf kleineren Flächen einfach unausweichlich.

eKapija: Arbeitet ihr mit serbischen Obstbauer zusammen?

- Viele sind interessiert, aber nur wenige sind wirklich bereit für die Zusammenarbeit mit uns, vor allem, weil sie die Finanzierung eines solchen Vorhabens nicht sichern können. Das ist interessant, weil das investierte Geld im Obstbau am schnellsten zurückgewonnen wird, die regelmäßige Rückzahlung der Kredite und dem Investor hohe und stabile Einnahmen garantiert. Wir brauchen viel Zeit, um die Mentalität unserer Landwirte zu verändern und sie von Vorteilen der modernen Technologie im Vergleich zu traditionellen Anbaumethoden ihrer Väter und Großväter zu überzeugen. Wenn der Staat die Bedeutung dieses Projekts für die Modernisierung des serbischen Obstbaus erkennen und es unterstützen würde, wären die serbischen Äpfel wettbewerbsfähiger am internationalen Markt.

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eKapija: Viele Obstgärten in Serbien blieben im Vorjahr ungeerntet. Was für Probleme haben einheimische Obstanbauer?

- Veraltete Anbaumethoden sind, meiner Meinung nach, ihr größtes Problem sowie veraltete Apfelsorten, die trotz guter Ernteergebnisse sogar die Produktionskosten nicht decken können.

60% der Produktion in Serbien entfällt auf die Sorte Idared, so dass der Markt übersättigt ist. In Hinsicht auf die Ernteergebnisse bei der Anwendung von traditionellen extensiven Anbaumethoden von 15 bis 20 Tonnen pro Hektar und nur 50% der erstklassigen Früchten ist es klar, warum viele die Ernte aufgegeben haben. Die Erntenkosten übertreffen oft den erwarteten Gewinn.

Moderne Anbaumethoden angewandt auf der Plantage von "Delta Agrar" sichern nicht nur hohe Ernteergebnisse, sondern 85% der erstklassigen Früchten, die den höchsten Preis am Markt erreichen.

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