Quelle: eKapija | Montag, 06.04.2020.| 15:01
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GENOV: Staatliche Beihilfemaßnahmen für Gastgewerbe nicht ausreichend, Hotelbesitzer erschöpft, man wird viele Hotels verkaufen

(FotoYouTube/screenshot)
(Georgi Genov) Die staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft reichen für den Gastgewerbesektor nicht aus und sind nur zu 40% anwendbar, sagt der Direktor des Wirtschaftsverbandes der serbischen Hotel- und Restaurantindustrie (HORES), Georgi Genov, gegenüber dem Portal eKapija. Er fügt hinzu, dass staatliche Hilfe bei der Zahlung von Mindestlöhnen für mindestens 6 Monate an Mitarbeiter in Hotels und Restaurants Arbeitsplätze retten könnte.

- Wir prüfen die Maßnahmen und untersuchen, welche Maßnahmen wirksam sein könnten, damit wir ein neues Paket vorschlagen können, das für uns relevant wäre. Niemand denkt speziell an unsere Branche, da wir keine Fabriken betreiben und am 1. Juni nicht mit der Arbeit beginnen können, da es keine Gäste geben wird - sagte Genov.

Er weist darauf hin, dass Hotels in Serbien in diesem Winter mit reduzierter Kapazität gearbeitet haben und die Kapazitäten an der Donau und in den Spas am stärksten betroffen sind.

- Hotelbesitzer sind erschöpft und stehen vor einem Zusammenbruch. Wir können nicht mehr investieren, Kredite aufnehmen und man wird Hotels sicher verkaufen, da die Menschen nicht mehr weiterarbeiten können - sagt Genov.

Er weist darauf hin, dass Hotels in Belgrad in großen Schwierigkeiten stecken, da sie sich am Geschäftstourismus orientieren.

- Hotels in Belgrad für ausländische Touristen, Geschäftsleute, werden sicherlich bestenfalls erst im Oktober funktionieren. Es wird schwer sein zu überleben. Sie haben keine Reserven - sagt unser Befragter.


Schulden gegenüber öffentlichen Unternehmen, insbesondere gegenüber EPS, seien ebenfalls ein Problem.

- Hotels zahlen auch jetzt noch hohe Strompreise, sogar jetzt, wenn sie außer Betrieb sind, und diese Kosten belaufen sich auf 20 bis 30.000 EUR pro Monat. Dies muss verschoben werden - glaubt Genov.

Ihm zufolge sollten lokale Selbstverwaltungen auch Hotels helfen.

- Die Grundsteuer ist extrem hoch. Hotel- und Restaurantbesitzer sollten für diese Monate, in denen sie nicht in Betrieb sind, von der Steuerzahlung befreit sein, da in diesem Sektor insgesamt 42 steuerliche und parafiskale Gebühren anfallen - betont er.

Eine wichtige Maßnahme wäre die Reduzierung der Lebensmittelsteuer von 20% auf 10%.

- Wir sind ohnehin in einer schwierigen Situation, unsere Gehälter betragen durchschnittlich 310 EUR, da die Arbeit saisonabhängig ist. Arbeitnehmer, aber auch Arbeitgeber sollten gerettet werden, denn wenn sie kein Unternehmen gründen können, gibt es auch keine Arbeitnehmer - sagt er.

Šta posle korone?
Kako Genov navodi posle krize izazvane koronavirusom, turizam će morati da se osloni na goste iz zemlje.
- Moraćemo da se oslonimo na domaći turizam, da ljudi koriste godišnje odmore kod nas i da se školske ekskurzije sprovode u Srbiji.

Was soll nach Coronavirus getan werden?

Wie Genov sagt, wird der Tourismus nach der durch das Coronavirus verursachten Krise auf einheimische Gäste angewiesen sein.

- Wir müssen uns auf den Inlandstourismus verlassen, damit die Menschen ihre Ferien in unseren Einrichtungen verbringen und Schulausflüge in Serbien organisieren.

Nach seinen Schätzungen wird es im Gastgewerbe weltweit zu einem Preisverfall von 20 bis 30% kommen.

- Der Tourismus wird erst im Januar 2021 wieder in seinen normalen Zustand zurückkehren, da die Hotels nicht sicher funktionieren werden. Es ist billiger für sie, nicht zu arbeiten, und wir können unsere Dienstleistungen nicht speichern - sagt Genov.

Er fügt hinzu, dass HORES bereits mit der Tourismusorganisation Serbiens zusammenarbeitet, um Wege zu finden, um den Sektor zu fördern, wenn die Pandemie endet.
Ivana Milovanović
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