Quelle: B92 | Sonntag, 22.03.2020.| 01:16
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Playboy stellt seine Print-Ausgabe ein - US-Magazin künftig nur im Internet

Illustration (Fotoracorn/shutterstock.com)
Nach der Veröffentlichung der Frühjahrsausgabe in dieser Woche, gab die Geschäftsleitung von Playboy bekannt, die Print-Ausgabe des legendären Magazins einzustellen.

Die Entscheidung, über die sie lange diskutiert haben, wurde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie abgeschlossen, der den Umsatz weiter verarmte.

In einer Pressemitteilung erklärte CEO Ben Kohn, dass durch die Effekte des Virus auf Produktionsketten man gezwungen gewesen sei, das Thema beschleunigt anzugehen.

Sie wollten das Produkt so umwandeln, dass es besser zu den heutigen Wünschen der Verbraucher passt.

- Alle “Playboy”-Inhalte würden ab sofort nur noch digital publiziert, einschließlich des Playboy-Interwies und natürlich Fotos auf der aufklappbaren Seite. 2020 soll es überhaupt kein Print-Erzeugnis mehr geben - gab Koh bekannt.


Es sei nicht überraschend, dass sich die Mediennutzungsgewohnheiten im Laufe der Zeit ändern, fügte er hinzu.

2021 sollen "frische und innovative Print-Angebote" kommen, ob ein regelmäßiges Magazin dabei ist, ließ Kohn offen.

Die erste legendäre Ausgabe des 2017 verstorbenen Verlegers Hugh Hefner erschien im Dezember 1953 und enthielt ein aufklappbares Blatt, auf dem Marilyn Monroe freizügig posierte. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 verkauft.


Zu Peak-Zeiten im Jahr 1975 hatte das Magazin für „Alles, was Männern Spaß macht“ in den USA eine reguläre Auflage von 5,6 Millionen Exemplaren. Interviews mit Größen wie Malcolm X oder Martin Luther King Jr. veredelten das Blatt, Norman Mailer veröffentlichte im Männermagazin Kurzgeschichten. Naomi Campbell, Kim Kardashian und Cindy Crawford erschienen auch auf der Titelseite.
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