Quelle: eKapija | Mittwoch, 11.12.2019.| 12:11
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Avista Oil plant Installation der Ausrüstung zur Vorbehandlung von Altöl und Bau von neuen Lagern in Serbien

Lager in Serbien (FotoAvista Oil)



Avista Oil A.G.mit Sitz in Niedersachsen ist schon 68 Jahren im Bereich der Gebrauchtöl-Aufbereitung tätig. Dieser Technologieführer in der Produktion von hochwertigen Basisölen und Schmierstoffen aus Gebrauchtölen erweiterte Ende letzten Jahres sein Geschäft auf Serbien.

Laut Worten von Nebojsa Malesevic, Direktor von Avist oil doo Belgrad, hat das deutsche Unternehmen unser Land vor allem aufgrund seines Potenzials und des erwarteten Wirtschaftswachstums in den kommenden Jahren, aber auch aufgrund seiner zentralen Position in der Region ausgewählt.

- Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Altölmanagementsystems in einem Land wie Serbien, in dem dieses System praktisch nicht existiert, eine Herausforderung für uns.
Und wir lieben Herausforderungen und sind bereit, all unser Wissen und unsere Erfahrung einzubringen. Am Erfolg besteht kein Zweifel. Es ist nur eine Frage der Zeit - sagte Malesevic gegenüber dem Portal eKapija.

Er erinnert daran, dass Gebrauchtöle in Serbien praktisch nicht gemäß dem Gesetz und den BVT (den besten verfügbaren Techniken) recycelt werden, und schätzt, dass man sie auch in absehbarer Zukunft angesichts des Investitionsaufwands und der verfügbaren Altölmengen nicht verwerten wird.

- Jährlich werden zwischen 50 und 55.000 Tonnen Schmierstoffe nach Serbien importiert. Von dieser Menge können zwischen 50 und 55% gesammelt werden, aber in unserem Land werden weniger als 1.000 Tonnen gesammelt - erfahren wir von ihm.


- Daher ist der Export derzeit die einzige Lösung, die die Abfallhierarchie und die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung und Kreislaufwirtschaft berücksichtigt. Dies ist eines der Grundprinzipien der heutigen Welt und sicherlich auch der EU. Wir sollen nicht vergessen, dass Serbien einen EU-Beitritt in der kommenden Zeit anstrebt, bei dem der Umweltschutz eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Thema ist - sagt er.

Auf die Frage, wie Serbien die Altölverarbeitung auf ein höheres Niveau heben kann, betont Malesevic, dass es sich um eine sehr ernsthafte Investition handelt, die eine aktive Rolle des Staates einschließt, vor allem in der Schaffung eines günstigen Umfelds und eines klaren Rechtsrahmens sowie auf dessen Einhaltung und Umsetzung.

- Grundvoraussetzung für die Einrichtung eines Altölmanagementsystems ist die Änderung der nationalen Rechtsvorschriften, die Anpassung an die EU-Vorschriften sowie die besten verfügbaren gesetzlich geregelten Techniken. Ich beziehe mich zunächst auf das Abfallwirtschaftsgesetz, die Altölverordnung und die Verordnung über die Zuteilung von Anreizen, die, wenn es um Altöl geht, überholt und völlig entmutigend sind - sagte er.

Etwas Besonderes, fügt er hinzu, ist das Gesetz über die Entschädigung für die Verwendung öffentlicher Güter, das einige Arten von Abfall als öffentliches Gut deklariert, was seiner Meinung nach absolut unglaublich ist.

Branislava Petrović
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