Quelle: eKapija | Donnerstag, 05.12.2019.| 11:28
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

Projekte in Belgrad - Harter Wettbewerb auf dem Wohnungsmarkt, Büroflächen immer attraktiver, Einzelhandel in der Entwicklungsphase

Mia Zecevic, Claus Graggaber, Katarina Gajic, Jovana Martinovic, Goran Zivkovic und Josko Pitesa (FotoAkos Stiller)



Dass sich Belgrad in Bezug auf Hochbau weiterentwickelt, zeigt sich an jeder Ecke und in fast allen Teilen der Stadt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Wohn- und Gewerbeimmobilien, wobei Einzelhandelsimmobilien etwas weniger vertreten sind.

Genau diese Trends wurden bei der Podiumdiskussion "Blühende neue Projekte - Belgrader Entwicklungspanel" auf dem Balkan Property Forum 2019 - Belgrad im Hilton Hotel diskutiert.

- Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf Wohn- und Büroflächen, während sich der Einzelhandel noch in der Entwicklungsphase befindet. Die letzten zwei Jahre waren für Investitionen in diesem letzten Segment vorgesehen. In diesem Jahr sind auch Industrie- und Logistikzentren hinzugekommen, was für das nächste Jahr besonders interessant sein wird - sagte Mia Zecevic, Generaldirektorin von Nvaston, gegenüber dem Portal eKapija.

- Käufer von Wohneinheiten sind sehr häufig um serbische Bürger, die im Ausland leben und arbieten (10% -15%), sowie Ausländer, die in Geschäftsbeziehungen zu Serbien stehen. In Zukunft wird ein hoher Bedarf an Büroflächen gemäß den Anforderungen der Unternehmen bestehen, und es werden auch Industrieprojekte entwickelt - glaubt Goran Zivkovic, Generaldirektor von CBS International Serbia, während Jovana Martinovic, stellvertretende Geschäftsführerin bei Merin Holdings sagt, dass ihre Zielgruppe in Serbien vor allem Kunden mit einem monatlichen Einkommen von mehr als 2.000 Euro seien.

Bau von Büroräumen beginnt erst, wenn Mieter gesichert sind

Wie sie gegenüber dem Portal eKapija sagt, seien unsere Investoren sehr klug und konservativ. Erst wenn sie genug Mieter finden, entscheiden sie sich für den Bau von eines Geschäftsgebäudes. Gute Beispiele dafür sind Sirius oder Usce 2 sowie NCR.


- Unser Tempo ist vielleicht langsamer, aber wir haben langfristige Mieter für unsere Gebäude gesichert. Und wenn es um den Immobilienmarkt mit höherer Qualität geht, ist die Konkurrenz groß. Vor drei, vier Jahren betrug der Quadratmeterpreis im A-Block etwa 1.700 EUR und stieg innerhalb von eineinhalb bis zwei Jahren auf 2.700 EUR. Die Preise in Novi Beograd reichen von 2.400 EUR (inkl. MwSt.) bis 3.500 EUR (ohne den viel teureren West Tower). Jetzt gibt es in diesem Segment ein Problem der Differenzierung des Produkts, dh seiner Trennung von den anderen - sagt Jovana Martinovic.

Sie rechnet nicht mit fallenden Preisen, aber wie sie sagt, wird es immer Käufer geben, auch wenn der Umsatz nachlässt. Als nächsten Schritt sieht sie etwas billigere Wohnungen, die derzeit nicht weit vertreten sind, die ebenfalls von guter Qualität sein werden.

Balkans Property Forum 2019 im Hilton Hotel in Belgra (FotoAkos Stiller)



Büroflächenmarkt wird auch in Zukunft attraktiv sein

Eines der Projekte, auf das seit 12 Jahren gewartet wird, ist das Sirius-Projekt der Erste Group. Laut Claus Graggaber, Direktor für internationale gewerbliche Immobilienkunden, beträgt die Fläche 12.000 m2 und der Bau befindet sich in der zweiten Phase.

- Der Büroflächenmarkt wird auch in Zukunft attraktiv sein. Es ist notwendig, sowohl großen als auch kleinen Unternehmen, insbesondere der IT-Branche, Raum zu bieten. Ich glaube, dass der Industrieraum auch interessant sein wird - sagte Graggaber.

Katarina Gajic aus Delta Real Estate nahm auch an der Podiumdiskussion im Belgrader Hilton Hotel teil. Sie sagte, es gehe in erster Linie um die Auswahl des richtigen Standorts, aber auch darum, wie begehrenswert sie irgendwo sind und wie schnell sie das Projekt abschließen können.

- Unser neues Projekt Delta House ist bis zu 40% für unser Unternehmen vorgesehen und der Rest soll dem Markt angeboten sein. Der Schwerpunkt liegt auf Freiflächen, flexiblen Tagungsräumen, Restaurant und Fitnessraum. Wenn es um das Delta Planet-Projekt geht, möchten wir ein anderes Konzept anbieten und etwas, das bisher noch nicht gesehen wurde - so Gajic.

Sie glaubt, dass der Trend 2020 und in der kommenden Zeit gemischte Zentren sein würden sowie alles, was etwas anderes zu bieten habe.

An der Podiumdiskussion nahm auch Josko Pitesa aus Immofinanz teil, der auf die erfolgreichen Entwicklung von Stop-Shop-Fachmarktzentren, wie z.B. in Sremska Mitrovica und Vrsac sowie auf Vivo-Einkaufszentren wie in Jagodina hinwies.

- In Belgrad gibt es genug Investoren und andere Teile von Serbien haben auch das Potenzial für Wachstum. Man sollte sich auf das Geschäft konzentrieren, das Erfolg bringt - sagte Pitesa,
als er gefragt wurde, warum sie sich nicht auf Belgrad konzentrierten.

Aleksandra Kekić
Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.