Quelle: Tanjug | Dienstag, 03.12.2019.| 12:05
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IT-Branche schlägt alle Rekorde - Für weiteres Wachstum werden 20.000 Ingenieure in Serbien benötigt

Abbildung (Fotoeverything possible/shutterstock.com)



Der IT-Markt in Serbien wird in diesem Jahr einen Rekordwert von 580 Mio. EUR erreichen, und Softwareexporte könnten 1,4 Mrd. EUR betragen, glaubt man in der Serbischen Gesellschaft für Informatik DIS.

Die Zugangsquoten an den Universitäten sollten, ihrer Meinung nach, verdoppelt werden, weil wir für das weitere Wachstum und Exporte im Wert über 2 Mrd. EUR weitere 20.000 Ingenieure benötigen.


In Serbien verfügen 80% der Haushalte über Internet, und 73% über einen Computer. Nach Einschätzung von DIS-Präsidenten Markovic sind wir ein mäßig entwickletes Land im Bereich der IT-Kenntnisse. In den letzten drei bis vier Jahren wurden Informatikkurse an Grundschulen eingeführt und die Zugangsquoten für das Informatikstudium um 20% erhöht.

- Wir verzeichnen einen Anstieg der Exporte von Softwaredienstleistungen, der in diesem Jahr 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erreichen wird, und um die explosive Entwicklung fortzusetzen und Exporte von 2 Milliarden Euro zu erreichen, braucht Serbien weitere 20.000 Ingenieure, und das haben wir nicht - sagt er fügt hinzu, dass DIS daher eine 100-prozentige Erhöhung der Zugangsquoten für IT-Berufe befürwortet

Milovan Matijevic, der den serbischen IT-Bereich über das Serbian IT Observatory (SITO) seit Jahren analysiert, sagt, dass der heimische IT-Markt das dritte Jahr in Folge um mehr als 10 Prozent wächst und erwartet, dass der Rekord von 550 Millionen Euro für 2008 für 2019 überschritten wird. Der Markt wird ein Volumen von rund 580 Millionen Euro haben.

Die IT-Branche habe bessere Parameter als der IT-Markt, erklärt er. Im vergangenen Jahr seien 2.349 IT-Unternehmen mit mehr als 28.000 Beschäftigten, mit einem Geschäftseinkommen von mehr als 2,5 Mrd. Euro und einem Eigenkapital von ungefähr 670 Mio. EUR aktiv gewesen.

- Gegenüber 2011 hat sich die Anzahl der Unternehmen um 700 erhöht, die Anzahl der Mitarbeiter mehr als verdoppelt, das Betriebsergebnis verdoppelt und das Eigenkapital mehr als verdreifacht - dies sind außergewöhnliche Wachstumsraten - unterstreicht er.

Die serbische IT-Branche liegt in Bezug auf Kapazität, Anzahl der Beschäftigten, Einkommen und verfügbares Kapital auf Platz neun von 14 in Serbien überwachten Branchen.

- Hier ist sie relativ schlecht positioniert, aber die Rentabilität in diesem Sektor ist möglicherweise die höchste in der gesamten serbischen Wirtschaft. Aufgrund dieser starken Wachstumsdynamik können wir in 5-6 Jahren erwarten, dass die IT-Branche in die Top 5 der serbischen Wirtschaft aufsteigt - erwartet Matijevic und fügt hinzu, dass "Serbien diese Chance auf dem Weg seiner Erholung nicht verpassen darf".

Serbien habe zwar die meisten Gesetze verabschiedet, die für die Entwicklung der modernen Informationsgesellschaft erforderlich seien, das Gesetz über die elektronische Kommunikation sei jedoch seit drei Jahren nicht mehr mit den Empfehlungen der EU in Einklang gebracht worden, sagt Nikola Markovic.
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