Quelle: Tanjug | Dienstag, 19.11.2019.| 12:42
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Neues Portal für das öffentliche Beschaffungswesen ab 1. Juli 2020 - Elektronische Angebote

Illustration (Fotoeverything possible/shutterstock.com)



Ab dem 1. Juli 2020 soll in Serbien ein neues Portal für das öffentliche Beschaffungswesen eingerichtet werden, das elektronische Verfahren für das öffentliche Beschaffungswesen ermöglicht. Das ist eine Neuerung im Gesetzentwurf über das öffentliche Beschaffungswesen, der derzeit im Parlament das erforderliche Verfahren durchläuft. Dies bedeutet, dass die Kommunikation und der Datenaustausch im Rahmen von Vergabeverfahren, einschließlich der Einreichung von Angeboten, elektronisch über das Vergabeportal abgewickelt werden.

Das Finanzministerium sagt für Tanjug, dass dies für mehr Transparenz bei öffentlichen Vergabeverfahren sorgen wird.

Die Angebotseröffnung sollte auch elektronisch erfolgen, was nach ihrer Einschätzung dazu führen wird, dass die Unternehmen dem System mehr vertrauen, was wiederum zu einem verstärkten Wettbewerb bei den Verfahren für die Vergabe öffentlicher Aufträge führen dürfte.

Das neue Gesetz definiert auch neue Beträge bzw. Limits für die Anwendung des Gesetzes.


Es gibt auch eine neue Art des öffentlichen Beschaffungsverfahrens - eine Partnerschaft für Innovationen, die Beschaffungsstellen durchführen können, wenn sie innovative Waren, Dienstleistungen oder Arbeiten benötigen, und die durch ein Beschaffungsverfahren oder die auf dem Markt verfügbaren Arbeiten realisiert werden können.

Wie das Finanzministerium erläutert, trägt die Partnerschaft für Innovationen zur Entwicklung innovativer Güter, Dienstleistungen oder Werke und zu deren späterer Beschaffung bei, sofern der beschaffte Gegenstand dem erforderlichen Entwicklungsgrad entspricht und die zwischen dem Ministerium vereinbarten Kostengrenzen eingehalten werden Beschaffungsstelle und Lieferant innerhalb der Partnerschaft.

Der Gesetzesentwurf legt kürzere Fristen für bestimmte öffentliche Vergabeverfahren in den Bereichen Gesundheitswesen, Sozialschutz und Kultur fest.

Neue Kriterien für die Auftragsvergabe werden umgesetzt. Aufträge sind für das wirtschaftlich günstigste Angebot zu vergeben, das sich nach dem Preis oder den Kosten oder dem Verhältnis von Preis und Qualität, also Kosten und Qualität, richtet.

Die Verfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge für Sozial- und andere Sonderleistungen, zu denen Gesundheits- und Sozialschutzleistungen sowie kulturelle Dienstleistungen gehören, werden im Einklang mit einer Sonderregelung durchgeführt, die kürzere Verfahrensfristen vorsieht.

Das Finanzministerium fügt hinzu, dass neue Techniken und Instrumente für die Auftragsvergabe - ein Qualifizierungssystem und elektronische Kataloge - hinzukommen.

Bezüglich des Schutzes von Rechten sind Lösungen geplant, die diesen Schutz effizienter machen.

Die Verwaltungsgebühren für die Einreichung von Anträgen auf Schutz von Rechten werden gesenkt, und Entscheidungen über Verstöße gegen das Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen müssen von den Gerichten für Vergehen getroffen werden.
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