Quelle: Tanjug | Montag, 21.10.2019.| 14:18
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Erster Abschnitt der TurkStream-Gaspipeline eröffnet in Bulgarien

(Fotonostal6ie/shutterstock.com)
In Bulgarien wurde heute der erste, 11 km lange Abschnitt der Gaspipeline TurkStream, der von der türkischen Grenze bis zur Stranza-Kompressorstation führt, teilte das bulgarische Energieministerium mit.

Es handelt sich um den ersten Teil eines TurkStream-Strangs, der nach Serbien führt, fügt man in der Mitteilung hinzu.

Als Fortsetzung von TurkStream wurde diese Gaspipeline unlängst als BalkanStream genannt, und der Eröffnung des ersten Abschnitts wohnten der bulgarische Premier Bojko Borisow, die Energieministeriun Temenuska Petkova, die Geschäftsleitung des Gasanbieters Bulgartransgaz sowie Vertreter des Konsortiums Arkad als Auftragnehmer.


Borisov erklärte dabei, dass der Name BalkanStream Projektteilnehmer vereingit hat.

- Wir entschieden uns für den Namen BalkanStream, weil er Länder in der Region vereinigen kann. In der nächsten Wochen werden wir zeigen, wie wir eine Verbindung mit Griechenland bauen. Bulgarien wird dadurch über zwei Gaspipelines verfügen, die unsere Nachbarn mit Gas versorgen werden - erkärte der bulgarische Premier.

Die Energieministerin unterstrich, dass dieses Projekts Bulgarien die strategisch wichtige Position im europäischen Gasversorgunsnetz langfristig sichert.


Das Projekt schließt den Bau der Messstation Stranza, heißt es in der Mitteilung des Ministeirums laut dem Portal SeeNews.

Die Arbeiten wurden von einem lokalen Unternehmen im Einklang mit dem Vertrag im Wert von 27,7 Mio. Lew (14,2 Mio. EUR) ausgeführt.


Die Nachrichtenagentur Tass zitierte den Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, nach den heutigen Gesprächen mit dem stellvertretenden Premierminister und dem bulgarischen Außenminister, Ekaterin Zahariev, dass der Bau des zweiten Abschnitts der Pipeline des türkischen Stroms bis 2020 abgeschlossen sein werde.

- Unsere bulgarischen Kollegen informierten uns über den Beginn des Baus der Gastransportinfrastruktur über den zweiten Abschnitt von TurkStream. Dem Minister zufolge fand die Gedenkfeier heute im wahrsten Sinne des Wortes unter Beteiligung des bulgarischen Premierministers und des russischen Botschafters in Bulgarien statt. Die Partner haben uns mitgeteilt, dass die Arbeiten wie geplant bis 2020 abgeschlossen sein werden - sagte Lawrow.

SeeNews erinnert daran, dass Bulgartransgaz im vergangenen Monat mit dem in Saudi-Arabien ansässigen Akad-Konsortium einen Vertrag über 1,1 Milliarden Euro über den Bau einer Pipeline unterzeichnet hat, die über das bestehende bulgarische Gasfernleitungsnetz Gas aus dem türkischen Strom an die Grenze zu Serbien liefert.

Im Mai 2017 begann die russische Gasprom mit dem Bau des ersten Abschnitts der TurkStream-Pipeline, indem sie eine 930 Kilometer lange Pipeline unterhalb des Schwarzen Meeres zur türkischen Küste verlegte.

Dieser Arm soll die Türkei mit Gas versorgen, während der andere Strang, der 180 Kilometer lang sein soll, die Länder Süd- und Südosteuropas mit Gas versorgen soll, das türkische Hoheitsgebiet bis zur Grenze mit den Nachbarländern durchqueren wird.


Die Kapazität jedes Pipeline-Arms beträgt 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.
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