Quelle: eKapija | Dienstag, 08.10.2019.| 14:12
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Infrastruktur für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung soll aufgebaut werden - Elektronisches Dokumentenbüro gehört zu den Prioritäten

Illustration (FotoDmitry Kalinovsky/shutterstock.com)


Der Direktor des Amtes für IT und elektronische Verwaltung, Mihailo Jovanovic, hat sich mit hohen Vertretern der Weltbank für den öffentlichen Sektor getroffen. Er sprach mit Carolina Rendon, Shiho Nagaki, Srdjan Svircev und Vikram Menon über die Durchführung des gemeinsamen Projekts zur Verbesserung der elektronischen Regierungsdienste.


Dies ist das erste Kapitalprojekt zum Aufbau einer digitalen Infrastruktur für die öffentliche Verwaltung in Serbien.

Die serbische Regierung und das Amt für Informationstechnologie und elektronische Verwaltung sollen mit Unterstützung der Weltbank systematisch die Infrastruktur aufbauen, die für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungsdienste und die Bildung eines modernen elektronischen Behördendienstes erforderlich ist, mit dem Ziel, die öffentlichen Verwaltung in einen effizienten Dienst für Bürger und Wirtschaft vollständig zu verwandeln.


Vertreter der Weltbank lobten die Geschwindigkeit der Reformen der öffentlichen Verwaltung durch das Amt sowie die Umsetzung des Projekts.

- Das Projekt zur Verbesserung der elektronischen Behördendienste in Serbien im Wert von 55 Mio. USD ermöglicht die Digitalisierung einer Vielzahl von Diensten für Bürger und Wirtschaft. Bis zum Ende des Projekts ist in den nächsten fünf Jahren eine vollständige Digitalisierung von 30 Diensten geplant, die für das Alltagsleben der Bürger und der Wirtschaft wichtig sind, indem sie online und auf Mobiltelefonen verfügbar gemacht werden, wie auch der Aufbau eines vollständigen Infrastruktur für die elektronische Verwaltung, bereit für die Digitalisierung aller Dienste - sagte Mihailo Jovanovic, wie auf der Website des Amtes angekündigt.

Er fügte hinzu, dass weitere 120 Dienste, die einen großen Einfluss auf das Leben der Bürger haben, erfasst und detailliert optimiert werden, wodurch die Kontinuität der Digitalisierung der Dienste auch in den kommenden Jahren sichergestellt wird.

Eines der wichtigsten elektronischen Systeme, das im Rahmen dieses Projekts als eines der ersten aktiviert wurde, ist das einzigartige elektronische Dokumentenbüro ePisarnica. Die gesamte Kommunikation der staatlichen Organe untereinander sowie mit den Bürgern und der Wirtschaft erfolgt auf elektronischem Wege, wodurch die Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung um 90% beschleunigt und vor allem die Datensicherheit gewährleistet wird.

Das Projekt wird auch die Einführung des Metaregisters beinhalten - eines Systems zur Standardisierung der Datenverarbeitung und zur Speicherung in einem Format, das für die Digitalisierung neuer Dienste für Bürger und Wirtschaft geeignet ist. Das Metaregister sichert die Dokumentation aller elektronischen Register im Land.

- So können wir erstmals wissen, wer welches elektronische Register führt und wer dafür zuständig ist. Ziel ist es, dass sich eine Änderung der Daten im Quellregister automatisch in anderen niederschlägt, so dass die Bürger beim Ändern der Adresse oder des Nachnamens nicht mehr in mehreren Warteschlangen warten müssen - so Jovanovic.

Die Rolle der Weltbank bei der Ausstattung der IKT-Infrastruktur des staatlichen Rechenzentrums ist besonders groß und wichtig. Der Bau des Zentrums in Kragujevac hat bereits begonnen, und das Zentrum wird die Daten der vollständigen elektronischen Regierung in Serbien speichern. Das bestehende staatliche Datenzentrum in Belgrad und das neue in Kragujevac werden Informationen in Echtzeit miteinander verbinden und austauschen, was eine zusätzliche Zuverlässigkeit und Sicherheit der Daten der Bürger und des E-Government-Systems bietet.

Damit die Daten der Bürger Serbiens im Einklang mit den globalen Normen geschützt werden, wurde im Rahmen dieses Projekts bereits die Verordnung über die Art und Weise des Schutzes personenbezogener Daten verabschiedet. Sie regelt, wer für den Datenschutz verantwortlich ist, wie mit den Daten umgegangen wird und welche Rechte die Personen haben, deren Daten verarbeitet werden.
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