Quelle: eKapija | Donnerstag, 22.08.2019.| 15:42
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Wie lässt sich das Abfallmanagementsystem verbessern? - 27 Regionalzentren in ganz Serbien werden gebaut

(Fotosunsetman/shutterstock.com)
Die Verabschiedung einer neuen Abfallbewirtschaftungsstrategie für den Zeitraum 2019-2025 wird Ende 2019 bzw. spätestens 2020 erwartet. Das Ministerium für Umweltschutz hat den Entwurf einer neuen Strategie im Einklang mit den neu verabschiedeten EU-Richtlinien fertiggestellt, sagt Filip Abramovic, Assistent des Ministers aus dem Sektor für Abfall- und Abwassermanagement gegenüber eKapija.

Die gültige Strategie der Abfallbewirtschaftung sieht ein Netzwerk von 27 regionalen Zentren für Abfallmanagement mit der erforderten Infrastruktur für das Abfallmanagement (Ausweitung der Erfassung der Abfallsammlung auf 100% der Bevölkerung, primäre Klassifizierung von Abfällen, getrennte Sammlung von wiederverwertbaren Komponenten und Bau von Zentren für die getrennte Sammlung von wiederverwertbaren Abfällen, Kompostierung von getrennt gesammelten biologisch abbaubaren Abfällen, Bau von Mülldeponien, Bau von Abfallentsorgungsanlagen und Übergabestationen) vor.

Die Verantwortung für die Einführung dieser Zentren tragen, dem Gesetz nach, Regionen bzw. Gemeinden.

- In Serbien wurden bisher 8 Regionaldeponien für Siedlungsabfälle gebaut, 4 davon dank der EF-Mittel und mit Hilfe des Budgets des Ministeriums und weitere 4 durch das Programm der öffentlich-privaten Partnerschaft sowie zwei kommunale Deponien. Derzeit werden 3 Regionalzentren mit Deponien für Siedlungsabfälle gebaut: Subotica, Indjija - bis zu 65% fertiggestellt und Nova Varos - rund 20% gebaut. Ein Vertrag über öffentlich-private Partnerschaft für den Bau eines Abfallbewirtschaftungssystems in Belgrad wurde bereits unterzeichnet und noch einige werden vorbereitet - so Abramovic.

Die Neue Strategie enthält den Nationalplan zum Abfallbewirtschaft und dies ist die wichtigste Neuerung im Vergleich zum Inhalt der 2010 von der Regierung Seriens beschlossenen Strategie des Abfallmanagements.

- Die neue Nationalstrategie der Abfallbewirtschaftung für den Zeitraum 2019-2025 wird eben erstellt. Der Schwerpunkt wurde insbesondere auf die Verbeserung des Managementsystem für Siedlungs- und Industrieabfälle gelegt, wenn es um die neuen Richtungen für die Verbesserung und weitere Entwicklung des Systems im Einklang mit den Forderungen und Plänen der Europäischen Union und in Übereinstimmung mit der Abfallwirtschaftshierarchie und Auswahl geeigneter Abfallrecyclingoptionen sowie die umweltverträgliche und verträgliche Behandlung von Abfällen, und nicht ihre Abladung - unterstreicht Abramovic.


(Fotokanvag/shutterstock.com)

Durch die vollständige Implementierung der Strategie sollen Ziele von Bedeutung für alle Verwaltungsebenen - von der kommunalen bis zur Republikebene - realisiert werden. Zu den wichtigsten Zielen gehören: Umweltschutz und -verbeserung, GEsundheitsschutz, Realisierung der Prinzipien der nachhaltigen Abfallbewirtschaftung, Veränderung der Einstellung zum Umweltschutz und Abfällen als einem seiner Segmente sowie Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Die Recyclingkapazitäte in der Republik Serbien nehmen konstant zu. In Serbien werden, Einschätzungen zufolge, von 15-18% der Abfälle wiederverwertet. Seit 2003 hat die Anzahl der Abfallverwertungsunternehmen rapide zugenommen.

- Die besten Ergebnisse wurden im Recycling von Verpackungsabfällen - mehr als 30% - erzielt, und dies bedeutet, dass die Republik Serbien Nationale Ziele für die Reduzierung von Verpackungsabfällen aus der Verordnung 2015-2019 realisiert hat. Die Verordnung wurde am 25. Dezember 2014 von der Regierung beschlossen und im Amtsblatt der Republik Serbien Nr. 144/14 veröffentlicht - unterstreicht Abramovic und kündigt die Vorbereitung einer neuen Verordnung für die folgenden 5 Jahre an.

Wenn es um das Recycling geht, sagt Abranovic, dass Serbien sehr große Potenziale sowie wenn es um die Menge der wiederverwertbaren Abfällen, als auch wenn es um die infrastrukturellen Kapazitäten für die Wiederverwertung von Abfällen geht.

- Abfälle, die in unserem Land wiederverwertet werde, und zu ungefährlichen Abfällen gehören, sind: Altpapier, Karton, Kunststoff, Eisen und Stahl, Buntmetalle, Altreifen, Altglas, sowie organische Abfälle Holz, Textilien. Wenn es um gefährliche Abfälle geht, werden am meisten Altöle, elektrische und elektronische Abfälle, quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren, alte Akkus und sogar alte Fahrzeuge. Alte Batterien (insbesondere diejenigen, die in Haushalten am meisten verwendet werden) werden fast überhaupt nicht recycelt - so Abramovic.

(Fotofranz12/shutterstock.com)


Der größte Teil der erwähnten Materialien sind Teil des regionalen (Kompost, Holz), nationalen (Glas) oder internationalen (Papier, Kunststoff, Eisen, Stahl, Buntmetalle und Textilien) Marktes, und am wenigsten werden Siedlungsabfälle recycelt.

- In unserem Land werden Siedlungsabfälle nur selten recycelt, weshalb wir in der kommenden Zeit viel intensiver an der Schaffung von neuen Regionalzentren für die Abfallbewirtschaftung arbeiten sollen - sagte Abramovic.

Die Republik Serbien muss in der kommenden Zeit Bedingungen für die Realisierung der erwähnten, strategisch wichtigen Aktivitäten schaffen, um zur effizienten Verbesserung des bestehenden Systems der Abfallbewirtschaftung und zum Recycling beizutragen und dadurch Abfallminimierung, wirtschaftlichen Nutzen und Produktion neuer Recyclingprodukte sowie Ressourcenschonung zu sichern.

- Eine der Hauptbedingungen ist die Schaffung eines nachhaltigen Finanzierungssystems im Bereich des Umweltschutzes und der Abfallbewirtschaftung, um die Stärkung der Recyclingindustrie in Serbien als Voraussetzung im Abfallbewirtschaftsssystems zu sichern - glaubt Abramovic.

Die Bewirtschaftung von Abfällen, ihre Sammlung und Klassifizierung sind eine ökologische, und zugleich wirtschaftliche Frage, die großes Potenzial verbirgt. Immer mehr Länder treffen Maßnahmen, um diese Transformation zu beschleungigen, Strategien und Aktivitäten der "grünen Wirtschaft" zu entwickeln, um das Wirtschaftswachstum und Schaffugn neuer Arbeitsplätze, den Umweltschutz zu fördern.

- Eine der möglichen und erreichbaren Optionen für eine grüne Zukunft ist daher das Konzept: "Grüne Wirtschaft". Für den Wandel zu einer grünen Wirtschaft sind mehrere Sektoren von entscheidender Bedeutung: Landwirtschaft; Forstwirtschaft; Energetik; Industrie; Recycling; energieeffizientes Bauen; Verkehr. Grüne Beschäftigung könnte ein zentrales Bindeglied im Kampf gegen die Armut sein, bei dem das Beschäftigungswachstum im Abfallsektor im Vergleich zum derzeitigen Trend um schätzungsweise 10% zunehmen würde - sagt Abramovic am Ende des Gesprächs.


Ivana Milovanović

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