Quelle: Energetika.ba | Dienstag, 20.08.2019.| 01:14
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Wie serbische Akquisitionen in der Republika Srpska in Sarajevo kommentiert werden - "Serbien gewinnt Macht in Bosnien und Herzegowina"

(Fotobibiphoto/shutterstock.com)
Serbien übernimmt private und öffentliche Unternehmen in der Republika Srpska in Bereichen von strategischer Bedeutung wie Energiewirtschaft, Telekommunikation und Medien, berichtet die bosnisch-herzegonwinische Website Energetika.ba unter Berufung auf das Portal Biznisinfo.

Diese Akquisitionen werden Serbien eine große Macht in der RS und in ganz Bosnien und Herzegowina verleihen, behaupten die Autoren unter Hinweis darauf, dass die Übernahmen durch staatliche Unternehmen getätigt werden, sowie dass sowohl öffentliche als auch private Unternehmen übernommen werden.

Energiewirtschaft

Die Wettbewerbsbehörde der Republik Serbien bewilligte vor einigen Tagen dem öffentlichen Unternehmen Srbijagas, durch die Übernahme einer Beteiligung von 79,29%, die unmittelbare, individuelle Kontrolle über das Unternehmen Bijeljina-gas zu erwerben.

Die Minderheitsbeteiligung an der in Bijeljina ansässigen Firma von 20,71% soll unter Kontrolle der Stadt Bijeljina bleiben. Bijeljina-gas wurde 2009 für den Ausbau des Gasnetzes in der STadt gegründet. Srbijagas stieg in den bosnisch-herzegowinischen Markt im März durch die Übernahme einer Beteiligung am Unternehmen Gas promet mit Sitz in Istocno Sarajevo ein.

Generaldirektoren von Srbijagas, Dusan Bajatovic, von Gas proment Istocno Sarajevo-Pale, Milomir Draganic und Direktorin der Investment- und Entwicklungsbank der Republika Srpska, Snezana Vujnic unterzeichneten damals einen Vertrag. Energie- und Bergbauminister der Republika Srpska Petar Djokic unterstrich dabei, dass Srbijagas durch die Unterzeichnung des Vertrags zum größten Aktionär des Unternehmens Gas proment Istocno Sarajevo-Pale mit 39,14% geworden sei.

Der Einstieg in den bosnisch-herzegowinsichen Markt und die Übernahmen von Unternehmen sind von großer Bedeutung für Srbijagas in Hinsicht auf den angekündigten Ausbau des Gasversorgungsnetzes in der Republika Srpska durch den Bau eines Strangs der Gaspipeline TurkStream, der russisches Erdgas in dieses Teil Europas liefern sollte. Dieser Strang soll von Serbien aus nach Bosnien-Herzegowina führen.

Serbien und die Republika Srpska arbeiten, darüber hinaus, an der Bau von neuen Kraftwerken, insbesondere an der Drina. Unlängst erschien die Nachricht, dass Serbien den Stromanbieter Elektroprivreda RS kaufen soll. Generaldirektor von Elektorprivreda RS Luka Petrovic bestritt die angeblichen Verhandlungen über die Privatisierung von EP RS. Er hob aber auch hervor, dass alle Vereinbarungen bezüglich der Verbesserung der geschäftlichen Ergebnisse möglich seine, sowie dass Serbien und RS bereits mehrere gemeinsame Projekte in diesem Bereich realisieren.

Telekommunikation und Medien

Neben der Energiewirtschaft sind Telekommunikation und Medien noch ein strategisch wichtiger Bereich, in dem mehrere Akquisitionen seitens Serbien getätigt wurden. Die Übernahmen werden über das Telekommunikationsunternehmen m:tel, einer Tochter des serbischen staatlichen Telekomanbieters Telekom Srbija realisiert.

Telekom Srbije besitzt m:tel, das die in Sarajevo ansässige Firma Logosoft übernommen hat. m:tel hat im Vorjahr Telrad net Bijeljina sowie Blicnet Banjaluka gekauft.

Vor einigen Tagen haben die Wettbewerbshüter in Bosnien-Herzegowina m:tel die Übernahmen von Elta-Kabel, dem führenden Kabelbetrieber in der Republika Srpska erlaubt.

Durch diese Übernahme wird m:tel den Festnetz- und Mobilfunkmarkt, die Bereitstellung von Internetdiensten sowie die Ausstrahlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen in der Republika Srpska in vollem Umfang beherrschen.

- Sie werden auf diese Weise große Machti in diesem wichtigen Mediensektor erwerben - berichtet Binzisinfo.

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