Quelle: Tanjug | Freitag, 16.08.2019.| 08:21
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NEDIMOVIC: Es gibt keine neuen Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Branislav Nedimovic

Es gibt keine neuen Fälle von Infektionen mit der afrikanischen Schweinepest in Serbien, und der Faktor Mensch ist höchstwahrscheinlich für die bisherigen Fälle verantwortlich, sagte Landwirtschaftsminister Branislav Nedimovic heute nach einem Gespräch mit Vertretern der Vereinigung der Schweinezüchter, deren Mitglieder ein Fünftel der Schweine in Serbien züchten.

- Glücklicherweise gibt es keine neuen verdächtigen Fälle, weil es uns gelungen ist, das Problem vorerst auf dem Mikroraum zu lösen - sagte Nedimovic im Dorf Doroslov und fügte hinzu, dass sich die Afrikanische Schweinepest wie ein Terrorist benimmt, der in Gebieten auftaucht, die ziemlich weit voneinander entfernt sind.

Das Auftreten dieser Krankheit sei, laut seinen Worten, höchstwahrscheinlich durch den menschlichen Faktor verursacht, da in Serbien noch keine Veränderungen in der Wildschweinpopulation beobachtet wurden.

- Kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe sind am anfälligsten wegen der mangelhafen Biosicherheitsmaßnahmen, die Chancen, dass sich die Infektion auf größere Betriebe ausbreitet, sind gering, da die Maßnahmen gewissenhaft umgesetzt werden und der Faktor Mensch keinen Beitrag leistet - sagte der Minister und betonte, dass Serbien mit dieser Krankheit sowie mit viel ernsteren Krankheiten umgehen wird.

Er fügte hinzu, dass Tierärzte vor Ort sind und der Staat werde möglichst viele Tierärzte zur Verfügung stehen. Nedimovic betonte die Bedeutung der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen sowie der rechtzeitigen Erkennung von Symptomen.

- Jeder, der ein totes Tier hat oder dessen Tiere Symptome einer Infektion aufweist, weshalb sie eingeschläfert werden müssen, soll nach den Grundsätzen des Marktes entschädigt werden. Dies ist wichtig, zu wissen, um die kranken Tiere rechtzeitig anzumelden - so der Minsiter.

Der Verband der Schweinezüchter Serbiens hat 19 Mitglieder und umfasst rund 600.000 Masttiere, was einem Fünftel der Produktion in Serbien entspricht.

- Im Moment haben alle Betriebe die Biosicherheitsmaßnahmen, die sie sonst haben, auf ein viel höheres Niveau angehoben, weil sie wissen, dass der Staat die Erzeuger im Falle des Auftretens, der Anmeldung und der Einschläferung von Tieren die Züchter entschädigen wird, aber was werden wir morgen tun, wenn unsere Betriebe geschlossen werden - sagte das Mitglied des Vorstandes der Vereinigung der Schweienzüchter Milan Catic aus dem Unternehmen "Doza Derdj" mit Sitz in Backa Topola, und füge hinzu, dass diese Unternehmen im Durchschnitt zwischen 30 und 160 Mitarbeiter beschäftigen.

Er bestätigte den Versuch, die Preise zu senken, und sagte, dass die Schlachter solche Maßnahmen mit dem gesenkten Export rechtfertigen würden. Serbien führe ansonsten nur wenig aus, sodass Preisschwankungen nicht ausgschlossen seien, fügte er hinzu.

Während des Gesprächs des Ministers mit den Vertretern der Vereiigung wurden andere Themen wie die Änderung des Veterinärsystems und des Systems der Biosicherheitsmaßnahmen erörtert, sowie die Systeme zur weiteren Unterstützung der Tierproduktion in Serbien, wurde es nach dem Treffen mitgeteilt.

Das Treffen in Doroslov find im Unternehmen Holo statt, das einer der größten Schweineproduzenten in diesem Teil Serbiens ist.

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